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Berufsfindungsmesse an der Max-Ernst-Schule

28.09.2017

Nachwuchs gesucht

Riedelbach. BERUFSMESSE Verschiedene heimische Unternehmen stellen ihre Arbeit Schülern der Max-Ernst-Schule vor

(sn). Einen recht seltenen Beruf stellten Silke Meyer von der Kelterei Heil und Marc-André Schade, Fachkraft für Fruchtsaft-Technik, am Donnerstagmorgen den Schülern der Max-Ernst-Schule in Riedelbach vor. Wie Schade erzählte, gebe es in seinem Ausbildungsberuf gerade mal etwa 40 Auszubildende im Jahrgang. Und das in ganz Deutschland, Österreich und der Schweiz. Die zuständige Berufsschule hierfür sei in Geisenheim am Rhein, wo sich alle Auszubildenden zum Blockunterricht zusammenfänden. Hier könne auch eine weiterführende Ausbildung, nämlich das Studium der Getränketechnologie anschließen.

Zu diesem und weiteren "Berufen mit Zukunft" wie Bürgermeister Götz Esser bei der Eröffnung der schon traditionellen Berufsmesse an der Haupt- und Realschule sagte, konnten sich die Mädchen und Jungs der achten und neunten Haupt- und Realschulklassen informieren. Aus vielen Berufen hatte Arbeitslehrelehrer Christian Müller Arbeitgeber aus der näheren Umgebung gewinnen können, die sich vorstellten.

Manche Firmen waren schon mehrmals dabei, andere, wie die Hochtaunuskliniken, präsentierten sich zum ersten Mal. "Hier könnt ihr eure Fragen loswerden", ermunterte Schulleiterin Ramona Ondrovic ihre Schützlinge. Und die Jugendlichen zogen meist grüppchenweise von Stand zu Stand und füllten ihre Fragebogen aus. "Was muss man in diesem Beruf besonders gut können?", war eine der vorgegebenen Fragen.

Bei Anette Reinhard von der Apothekengruppe Aposanum hieß es, Freude daran haben, genau zu arbeiten. Denn wie sie betonte, sei es wichtig, beim Anrühren von Salben oder Tropfen alle Zutaten genau abzumessen. Sie stellte die Berufe des pharmazeutisch-kaufmännischen und des pharmazeutisch-technischen Angestellten vor. Bei dem Verfahrensmechaniker, den Auszubildender Tobias Adam von der Firma Fenster-Müller vertrat, sei "sehr viel handwerkliches Geschick" gefordert. Es ginge in diesem Beruf darum, zu sägen, zu fräsen und den Schweißautomaten zu bedienen. Es gebe eine große Maschine, die die Fensterprofile zuschneide, aber sobald die zugeschnittenen Teile aus der Maschine herauskämen, beginne die handwerkliche Arbeit. Zum Teil würden die Fensterbeschläge von Hand gesetzt. Bei Forstwirtschaftsmeister Lars Möller von der Gemeinde Weilrod standen zwar auch die handwerklichen Fähigkeiten im Vordergrund, aber auch die körperliche Fitness und der Wille, bei jedem Wetter an der frischen Luft zu arbeiten, seien bei seinem Beruf unabdingbar. "Forstwirte werden gesucht, auch als Selbstständige", machte er den Schülern Mut, sich für diesen Beruf zu entscheiden. Und man könne sich auch weiterbilden zum Beispiel mit einem Kletterschein, der bei Spezialfällungen von Nöten sei.

Bettina Maibach von den Hochtaunuskliniken achte sehr auf die Kopfnoten in den Zeugnissen, hob sie hervor. "Schüler, die mehrfach unentschuldigt gefehlt haben, werden wir nicht zu einem Vorstellungsgespräch einladen", mahnte sie. Und sie wies auf die Zukunftsfähigkeit der Pflegeberufe hin wie auch auf die zahlreichen Weiterbildungsmöglichkeiten. Eifrig stellten die Schüler ihre Fragen, notierten die Auskünfte und zogen weiter zum nächsten Stand.

 

Arne Kopferman & Band: Konzert an der Max-Ernst-Schule

20.09.2017

„Wir sind immer auf einem Auge blind“

KONZERT Arne Kopfermann begeistert an der Riedelbach Max-Ernst-Schule

Riedelbach. (anr). Ein ganz besonderes Konzert hörten Dienstagmorgen die Schüler der Max-Ernst-Schule Riedelbach. Als eine besondere Premiere gastierte der in Deutschland bekannte christliche Liedermacher Arne Kopfermann an der Weilroder Gesamtschule. Er gab seinem jungen Publikum einen interessanten Einblick in sein Schaffen und startete im Usinger Land seine Herbsttournee durch Deutschland mit der Präsentation von Liedern aus seiner neuesten CD „Mitten aus dem Leben“.

Zusammen mit seiner Band mit Bassist Matthias Gräb (Kelly Family) und dem international bekannten Drummer Ecki Jung eröffnete Kopfermann das Konzert in der Mensa mit einer Hommage an seine Ehefrau mit dem Lied „Für Dich und mich“. Er gab den Schülern in den Liedern freimütig einen starken Einblick in sein Familienschicksal. Denn vor drei Jahren verlor der christliche Liedermacher seine damals zehn Jahre alte Tochter Sarah bei einem Verkehrsunfall. Sein 20. Album „Mitten im Leben“ ist daher auch eine persönliche Aufarbeitung der Trauer, ein Ringen mit Gott und Ausdruck unverrückbarer Hoffnung. Die Erlöse aus CD und Begleitbuch kommen in vollem Umfang dem „Sara Projekt“ für benachteiligte und traumatisierte Kinder bei World Vision zu Gute. An der Max-Ernst-Schule begeisterte der leidenschaftliche, gutgelaunte Vollblutmusiker sein jugendliches Publikum mit seiner sehr persönlichen Ansprache. Er sorgte schnell für Bewegung, als er bei „Komm’ raus aus deinem Schneckenhaus“ die Schüler zum rhythmischen Mitschnippen animierte.

Begleitet wurde die Band bei diesem Lied von Doris Kunselmann. Die Musiklehrerin an der Max-Ernst-Schule ist mit Kopfermann befreundet und brachte den besonderen Musikgenuss auf die Riedelbacher Schulbühne. „Immer noch besser als Mathe oder Bio“, hatte der 50-jährige Künstler auch den für Schüler passenden Kommentar parat auf die Frage,, warum morgens um 8.30 Uhr ein Schulkonzert stattfand.

Bewegend schilderte Kopfermann gesanglich seine Gefühle „Sprachlos, zeitlos, furchtlos“ beim Lied „Es ist ein weiter Weg“. Schließlich gab er auch eine wichtige Lebensweisheit mit: „Wir sind immer auf einem Auge blind, weil wir nicht sehen, was die anderen denken.“

Zum Abschluss des einstündigen Konzertes beantwortete Arne Kopfermann bereitwillig und geduldig die Fragen seiner jüngsten Zuhörer. Bevor der beeindruckende Künstler am kommenden Wochenende zu einer einwöchigen musikalischen Reisebegleitung nach Korsika aufbricht und danach „Mitten aus dem Leben“ in ganz Deutschland präsentieren wird, hat Arne Kopfermann musikalische Spuren an der Gesamtschule Riedelbach hinterlassen. Mehr unter www.arnekopfermann.de.

 

Abschlussfeier der 10. Realschulklassen und der 9. Hauptschulklassen

24.06.2017

Max-Ernst-Schule in Riedelbach verabschiedet Schüler mit großer Feier

Riedelbach. (sn). Mit "Standing Ovations" würdigte die versammelte Schulgemeinde die Rede von Marah Mahameed. Die junge Syrerin, seit drei Jahren in Deutschland, verlas am Freitagabend anlässlich der Abschlussfeier ihren Dankesbrief an die Max-Ernst-Schule. "Ich bin über Berge und Meere gekommen, um hier in Sicherheit zu leben", sagte sie in der zum Festsaal umfunktionierten Turnhalle. Sie sei damals körperlich, geistig und moralisch zusammengebrochen gewesen. "Mit Gottes Hilfe und Ihrer Hilfe habe ich die Schwierigkeiten überwunden", wandte sie sich an Freunde, Mitschüler, das Kollegium und die Betreuer von der Flüchtlingshilfe, insbesondere Monika Nickel-Schuhmacher, aber auch an ihre Mutter. Zusammen mit 103 weiteren Schülerinnen und Schülern erhielt Marah an diesem Abend das Abschlusszeugnis.

Wie Schulleiterin Ramona Ondrovic bei ihrer Begrüßung erfreut mitteilte, hätten 43 Prozent der Hauptschüler und 54 Prozent der Realschüler den qualifizierenden Abschluss erreicht. Bis jetzt sei von Eltern und Lehrern vieles vorbestimmt, vorgezeichnet oder vorbereitet worden. "Jetzt müsst ihr euren Weg selbst in die Hand nehmen", betonte die Schulleiterin. Dabei seien persönliche Kompetenzen wie Zuverlässigkeit, Leistungsbereitschaft, Ausdauer, Belastbarkeit und Sorgfalt genauso wie die sozialen Kompetenzen Teamfähigkeit, Höflichkeit oder Toleranz sehr wichtig. Aber auch echte Freundschaft sei im Leben hilfreich. "Wahre Freunde erkennt ihr in Notlagen", sagt Ondrovic angesichts der in den sozialen Medien boomenden "Freundschaften".

"Vergesst nicht eure Heimat, marschiert in die Welt", forderte Markus Hies, Bürgermeister von Waldems. Er hoffte, dass die Schüler neugierig seien, auf das, was komme. Und er zollte den musikalischen Pädagogen seine Anerkennung, die den Auftakt des Abends bestritten hatten: "Das ist die coolste Lehrerband, die ich mir vorstellen kann." Jacqueline Beier-Léonard, Doris Kunselman, Oliver Schütze, Christian Müller und Burkhard Weckler hatten gleich zu Beginn den Saal gerockt, eine tolle Stimmung verbreitet. "Smoke on the water", "No roots", "We will rock you", "Eye of the tiger" oder auch "Herz über Kopf" in einer umgedichteten Version begeisterten die Jugendlichen, Geschwister, Eltern, Großeltern und das übrige Kollegium.

In der so, wie Ondrovic schmunzelte, "aufgeheizten Hütte" überreichten die fünf Klassenlehrer Richarda Zorn-Peter (H9a), Holger Rühl (H9b), André Falk (R10a), Jacqueline Beier-Léonard (R10b) und Marlies Wiedenau (R10 c) die Abschlusszeugnisse. Jeder der Lehrer fand persönliche Worte für seine Klasse. Schulelternbeiratsvorsitzende Walburga Kliem erzählte eine Geschichte von einem klugen Lehrmeister, der von seinen Schülern getestet wurde. "Freiheit ist der Zwang, sich selber entscheiden zu müssen", so Kliem. Und jetzt hätten die Schüler ein Stück Freiheit dazugewonnen. Als Vorsitzender des Schul-Fördervereins überreichte Andreas Scharrer den Klassenbesten Sven-Christopher Ludwig (H9a), Mostafa Yaghoobi (H9b), Marina Maiwald (R10c), Lukas Schuster (R10b) und Tom Bördner (R10a) als Anerkennung jeweils einen Büchergutschein. Zum Abschluss ließen sich die Schüler mit dem gemeinsamen Lied "Auf uns" selbst hoch leben, bevor am Abend zunächst in der Schule und später sicher im privaten Umfeld weiter gefeiert wurde.

 

Max Ernst: Der große Wald, WPU R10

23.06.2017

Ein weiterer „Max Ernst“ in der MES

Riedelbach. SCHULE Erfolgreiches Experiment: Kunstkurs der zehnten Klassen interpretiert das Werk des Namenspatrons „Der Große Wald“

(sn). Die „Galerie“ in der Max-Ernst-Schule in Riedelbach ist um ein Werk reicher: Schüler des Wahlpflichtunterrichts Kunst der R10b und R10c widmeten sich ein Schuljahr lang dem Namenspatron der Schule und beschäftigten sich unter Anleitung von Kunstfachbereichsleiter Burkhard Weckler mit Max Ernsts Werk „Der große Wald“.

Zunächst fertigten die Schülerinnen und Schüler Frottagen zum Thema, später dann einzelne Assemblagen. Zu Beginn des Jahres wagte dann Weckler sein „Experiment“: Elf Jugendliche sollten gemeinsam ein Werk gestalten. „Es ist schwer, sich rauszuhalten“, schmunzelte der Kunstlehrer. Denn die jungen Künstler sollten ja ihre eigenen Ideen einbringen. Und entstanden ist eine beeindruckende Assemblage. Auf eine Hartfaserplatte von über zwei mal zwei Metern Größe brachten die Schüler zunächst eine Schicht Pappmaché als Grundlage auf. Im oberen Bereich wurde mit Spachtelmasse eine besondere Struktur hergestellt. Ein alter Autoreifen, weiß gespritzt, stellt den in Max-Ernsts Bildern oft zu findenden Lichtpunkt dar. Daneben und darunter schraubten, tackerten und klebten die Jugendlichen altes Holz, das passend zurecht gesägt und farblich gestaltet wurde. So entstanden Baumgerippe. Auf Blätter verzichteten die jungen Künstler bewusst.

Nur Pinienzapfen sind als Hinweis auf Leben im Bild zu finden. Und natürlich der Vogel, ein Markenzeichen Max Ernsts. Beim Anblick des trostlosen, verfremdeten Waldes kommt dem Betrachter schnell das Waldsterben und der Klimawandel in den Sinn, was auch von den Schülern beabsichtigt war.

„Unsere Absicht war es, Max Ernst in der Schule präsenter zu machen“, betonte Weckler. Immer wieder fühlt er sich durch Ausstellungen angeregt, einen anderen bekannten Künstler im Unterricht durchzunehmen und entsprechende Bilder oder Skulpturen zu gestalten. Aber auch die mittlerweile fünf anderen Kunstlehrer an der Schule regen ihre Schüler immer wieder zu Werken an. So finden sich in der Lichthalle der Schule Nanas nach Niki de Saint Phalle, Bilder nach Franz Marc, Assemblagen nach Max Ernst, Werke nach James Rizzi und viele weitere bunte Kunstwerke. Weckler freute sich, dass die Werke von den Schülern respektiert würden, sodass sie bedenkenlos aufgehängt werden können.

 

Ungarnaustausch an der Max-Ernst Schule

26.05.2017

16 ungarische Schüler aus der Waldemser Partnergemeinde Szikszó zu Gast im Taunus

Riedelbach. (sn).WALDEMS - Eine Woche ist kurz, aber es passt ganz schön viel hinein. Vor allem reichlich Gastfreundschaft, Hilfsbereitschaft, Geduld und auch Humor, wenn es mit der Verständigung nicht so gut klappt. Außerdem ein buntes Programm mit Sport, Kultur, Kunst, Großstadt und Kleinstadt sowie einer Schifffahrt. So fasste Zsolt Kovacs, Deutschlehrer aus Szikszó in Nordostungarn, der Partnergemeinde von Waldems, den Besuch von 16 ungarischen Schülern im Taunus zusammen. „Wir haben überall lächelnde Gesichter gesehen“, freute er sich.

Seit 1992 besteht die Gemeindepartnerschaft von Waldems mit Szikszó. Und jetzt war im 18. Jahr des Schüleraustausches mit der Max-Ernst-Schule in Riedelbach eine Gruppe von ungarischen Mädchen und Jungs zu Gast.

Untergebracht waren die Jugendlichen bei Gastfamilien in den verschiedenen Ortsteilen von Weilrod und Waldems, aber auch in Usingen und Neu-Anspach. „So gestalten wir Europa“, betonte die Schulleiterin der Max-Ernst-Schule, Ramona Ondrovic. Sie bedankte sich beim Abschiedsfest am Freitagabend vor allem bei den Gastfamilien: „Das Ganze lebt mit Ihnen.“ Vonseiten der Schule wurde der Austausch von Ricarda Naujok und Anke Balschun organisiert. Auch Balschun bedankte sich bei den Gastfamilien: „Wenn Sie nicht sagen würden, wir nehmen für eine Woche ein Kind auf, das wir nicht kennen und dessen Sprache wir nicht verstehen, würde der Austausch nicht funktionieren“.

Austauschprogramm hat zahlreiche Unterstützer

Am Montag erhielten die Gäste einen kleinen Einblick in den deutschen Schulalltag mit Sport- und Kunstunterricht. An den nächsten Tagen waren zahlreiche Ausflüge angesagt. Auf dem Programm standen Koblenz mit Besuch der Festung Ehrenbreitstein und einer Seilbahnfahrt über den Rhein – für viele ungarische Kinder die erste Seilbahnfahrt überhaupt- und einer Schifffahrt auf dem Rhein, eine Fahrt nach Wetzlar mit Stadtrallye und Besuch der Grube Fortuna, ein Ausflug nach Frankfurt mit Besuch des Senckenbergmuseums, Stadtführung und der Möglichkeit zum Einkaufen. Am Freitag ging es ins Rebstockbad zum Schwimmen.

Aber ohne finanzielle Unterstützung wäre solch ein Programm kaum möglich. Neben der Gemeinde Waldems engagierte sich der Verein Jugendförderung Weilrod. Am Montag übergab Stephanie Rühl, die neue Vorsitzende der Jugendförderung Weilrod, bei der Begrüßung der Kinder 250 Euro, die den Ausflug nach Wetzlar ermöglichten.

Brigitte Hörning, Ansprechpartnerin vom Partnerschaftskomitee, betonte, dass der Schüleraustausch ein wesentlicher Baustein der Partnerschaft sei. Aber die Gemeinde Waldems ermöglicht es Jugendlichen auch, Praktika in Deutschland zu machen. So kommen Edina Fiszter und Rika Bakó (beide 16), die jetzt bereits im Schüleraustausch mit von der Partie waren, in ihren Sommerferien für vier Wochen nach Waldems. Wie ein weiteres ungarisches Mädchen und ein französischer Junge machen sie in einem der vier Waldemser Kindergärten ihr Praktikum. Edina und Rika hatten in einer Spezialklasse Deutschunterricht, sodass es keine Verständigungsprobleme mehr gibt.

 

Englandfahrt Jahrgänge 8 - 10

31.01.2017

Unvergessliche Eindrücke von der Insel

Weilrod. RIEDELBACH - (red). Schon immer war es Wunsch an der Max-Ernst-Schule Riedelbach, eine jahrgangsübergreifende Fahrt nach England zu organisieren. Nachdem das geklappt hat, ziehen die Teilnehmer ein überaus positives Fazit. 59 Schülerinnen und Schüler aus den Jahrgängen acht bin zehn hatten die Gelegenheit, England näher kennenzulernen und ihre Sprachkenntnisse im Alltag zu testen. Untergebracht waren alle zu zweit oder zu dritt in englischen Gastfamilien, entweder in Herne Bay oder in Whitstable – Küstenstädte an der Themsemündung/Nordsee. Auf dem Besuchsprogramm standen Hastings mit der Erkundung der malerischen Altstadt und natürlich London mit Tower, Themse, Kronjuwelen und den strengen Beefeatern. In Greenwich stand der Besuch des Null-Meridians an. Mit dem Boot ging es auf dem windigen Oberdeck, das aber den besten Blick garantierte, in die Londoner Innenstadt, unter der Tower Bridge hindurch bis zur Anlegestelle am Big Ben, zur Westminster Abbey, die Whitehall hinauf, an den Regierungsgebäuden entlang, vorbei an den Horse Guards durch den St. James’s Park zum Buckingham Palace, schließlich über die Paradestraße Mall zum Trafalgar Square. Danach bildeten sich Kleingruppen je nach Interesse zum Shopping auf der Regent und Oxford Street, oder zum Besuch des London Dungeons. Weitere Höhepunkte war die Erkundung von Herne Bay und Canterbury.

 

Lesewettbewerb der 6. Klassen

10.12.2016

Leonie Coester beste Vorleserin der Sechstklässler

Weilrod. WETTBEWERB Jury aus Lehrern und Schülern in der Max-Ernst-Schule in Riedelbach

RIEDELBACH - (anr) Jetzt veranstaltete die Max-Ernst-Schule Riedelbach den Vorlesewettbewerb für die Sechstklässler. Siegerin beim Lesen eines bekannten Buches sowie eines Fremdtextes wurden im Realschulzweig Leonie Coester und im Hauptschulzweig Wouter Lenz. Sie dürfen am überregionalen Wettbewerb im Kreis- und Landesentscheid teilnehmen.

Seit einigen Jahren findet der bundesweite Vorlesewettbewerb der Sechstklässler an der Riedelbacher Schule in Form eines Vorlesens vor dem gesamten Schuljahrgang im Musikraum statt. Auf der Bühne, mit Spot ins rechte Licht gesetzt, hörten die Schüler den Klassensiegern der sechsten Klassen zu, die in zwei verschiedenen Wettbewerben gegeneinander antraten. Sie stellten sich dem Votum einer Jury aus Lehrern und den drei Schülern Merle Limburg, Katharina Behnke und Esra Schmitz. Letztere waren die Klassensieger 2015 gewesen und sie durften zusammen mit den Lehrern entscheiden, welches Vorlesen in punkto Fehlerfreiheit, Aussprache und Betonung am besten gelungen war.

Anna Neudeck startete den Wettbewerb mit ihrem Wunschbuch „Mein Mathe-Desater“ von A. Nowak, während sich Leonie Coester „Lily Supercup“ von C. Nöstlinger und Ida Stürtz „Das doppelte Lottchen“ von Erich Kästner zum Vorlesen ausgewählt hatte.

Alle Kandidaten mussten im Finale einen unbekannten Textausschnitt aus dem Fantasy-Buch „Das Tintenherz“ von Cornelia Funke vorlesen. Die rund 85 Sechstklässler der Max-Ernst-Schule hörten als Publikum zu und hatten bereits früh ihre Favoriten ausgewählt.

Zum Abschluss beriet sich die Jury intensiv und sorgsam und kam zu einem einstimmigen Ergebnis. Siegerin bei den Realschülern wurde Leonie Coester, während Ida Stürtz den zweiten und Anna Neudeck den dritten Platz belegten.

Als einziger Klassensieger des Hauptschulzweiges hatte sich Wouter Lenz automatisch für den überregionalen Wettbewerb qualifiziert.

Lehrerin und Organisatorin Anna-Maria Schmidt war mit den Ergebnissen zufrieden und sieht Leseförderung durch den Wettbewerb vor allem in der Konkurrenzsituation gegeben: „Das gibt einen zusätzlichen Ansporn zu lesen und sich über mehrere Wochen mit einem Text zu beschäftigen.“ Alle 85 Teilnehmer hatten sich in der Schulbibliothek ihr Wunschbuch herausgesucht und beim Üben des Textes intensiv damit beschäftigt. An der Max-Ernst-Schule wird nun gespannt gewartet, wie 2017 die Teilnahme am überregionalen Wettbewerb ausgeht.

 

Sponsorenlauf

24.09.2016

Mit flotten Beinen gegen die Gewalt

Weilrod. SCHULE Sponsorenlauf der Max-Ernst-Schule bringt 2800 Euro / Unterstützung für Präventionsprojekt des Rotary Clubs / Finanziell an Grenzen gekommen

RIEDELBACH - (df). Da hat die Riedelbacher Max-Ernst-Schule nicht lange gefackelt, als es darum ging, für das Projekt der Gewaltprävention für die sechsten Klassen finanzielle Mittel zu sammeln und sie dem organisierenden Rotary Club Usingen zur Verfügung zu stellen.

Also veranstaltete die Schule kurzerhand einen Sponsorenlauf auf dem eigenen Sportplatz, an dem alle Klassen beteiligt waren. Runde um Runde erliefen sich so gut 560 Pennäler Ende Juni sage und schreibe 2800 Euro.

Bis zu 22 Runden

Die Spitzenläufer umrundeten die knapp 400 Meter lange Bahn bis zu 22 Mal, erzählt die Sportlehrerin Margrit Sachs, die die Organisationsfäden für diese Veranstaltung in der Hand gehalten hatte.

Während 800 Euro im Sportfachbereich verbleiben, wurde die restliche Summe am vergangenen Donnerstag als Spende an Eckhard Garrelts, Präsident des Rotary Clubs Usingen, und Friedhelm Westebbe überreicht, der dieses Projekt federführend für alle fünf weiterführenden Schulen des Usinger Landes organisiert.

Rollenspiele

Realisiert wird die Maßnahme in Zusammenarbeit mit dem People’s Theater aus Offenbach, dessen zentrales Element die People’s Theater Show ist, mit der die Truppe in die Schulen geht. Recht anschaulich entwickeln die Laienschauspieler dort konfliktgeladene und vor allem lebensnahe Situationen der Schüler, die dann im Rollenspiel für eine Lösung sorgen müssen – gewaltfrei. Egal ob Diebstahl, Drohung, Erpressung, Mobbing, Cybermobbing oder Respekt und Achtung vor dem Gegenüber, die Themenschwerpunkte sind vielfältig, decken den schulischen Alltag ab und können passgenau zugeschnitten werden – je nachdem, ob und welche Thematik gerade an der jeweiligen Schule vorherrscht. Erreicht werden können damit die Jahrgangsstufen sechs bis elf.

Insgesamt haben über die Jahre rund 3400 Schüler das Präventionsprogramm durchlaufen und sind dabei mit ganz unterschiedlichen Konflikten und Methoden der Deeskalation in Berührung gekommen.

Seit 2009 läuft dieses Programm nun schon, das vom Rotary Club Usingen ins Leben gerufen wurde, um die Schulen in ihrer Präventionsarbeit zu unterstützen. Doch weil sich das realisierte Investitionsvolumen dafür inzwischen auf 110 000 Euro belaufe, seien damit die eigenen finanziellen Möglichkeiten deutlich überschritten, bestätigt Friedhelm Westebbe. Ein Vorhaben dieser Größenordnung sei deshalb nur mit Sponsoren auf die Beine zu stellen.

Zu wenig Sponsoren

Allerdings – diese befinden sich laut Westebbe gerade auf dem Rückzug. Derzeit werde das Projekt vom Rotary Distrikt und dem Nachbarclub Saalburg-Taunus, aber auch von den Städten und Gemeinden des Altkreises Usingen, von der Gemeinde Waldems-Esch, der örtlichen Kreditwirtschaft sowie vom Usinger Ausländerbeirat gestemmt. Da freue es ihn umso mehr, wenn auch die Schulen ihren Beitrag leisten und sich damit für diese Art der Präventionsarbeit engagieren.

 

Tag der offenen Tür 2016

14.02.2016

570 Schüler, aber es bleibt überschaubar

Weilrod. SCHULE MES in Riedelbach stellt Ganztagsangebot mit Vielzahl von AGs vor / Moderner Unterricht und Übernahme von Verantwortung

RIEDELBACH - (sn). Das Papiertaschentuch brannte, aber es verbrannte nicht. Diesen Trick führte Kardelen unter den wachsamen Augen von Chemielehrerin Ricarda Naujok im Chemieraum der Max-Ernst-Schule in Riedelbach beim Tag der offenen Tür am Samstagvormittag vor. Und die Schülerin verriet auch, wie es funktionierte. Das Taschentuch war mit einer Mischung zur Hälfte aus Wasser, zur anderen Hälfte aus Alkohol getränkt. Der Alkohol verbrannte, das Wasser kühlte das Taschentuch. Und damit die Flamme orange leuchtete, war im Wasser Salz gelöst.

In den Fachräumen der Schule, in den Klassenräumen, der Schulbibliothek, im Ganztagszentrum und in der Sporthalle der Max-Ernst-Schule konnten sich an diesem Tag Schülerinnen und Schüler mit ihrem Eltern, die vor die Wahl der weiterführenden Schule gestellt sind, über die Gegebenheiten an der Riedelbacher Haupt- und Realschule informieren. Schulleiterin Ramona Ondrovic begrüßte die Interessierten in der Mensa und berichtete, dass die Schülerzahl mittlerweile auf etwa 570 angewachsen sei. Trotzdem sei es noch eine überschaubare Größe mit persönlicher Atmosphäre. Sie hob insbesondere die beiden Computerräume hervor, über die die Schule verfügt, sowie den Arbeitslehrebereich mit moderner Küche und Werkräumen, die für Holz- und Metallarbeiten ausgerüstet sind.

Als Ganztagsschule zeichne sich die MES besonders durch ein interessantes Angebot an Arbeitsgemeinschaften wie einer Golf-AG oder einer Akrobatik-AG aus, biete Hausaufgabenbetreuung sowie Förderkurse an. Aber auch Schüler übernähmen Verantwortung, so beispielsweise beim Schulsanitätsdienst, den Buslotsen, der Hausaufgabenbetreuung jüngerer Schüler, der Reinhaltung der Schule sowie am Tag der offenen Tür mit Führungen.

Im Eingangsbereich der Schule standen die Neunt- und Zehntklässler bereit und nahmen Gäste in Empfang, um ihnen die Schule zu zeigen. Im Erdgeschoss waren die Bibliothek und der Kunstraum, wo die Kinder die Technik der Enkaustik ausprobieren konnten, das Ziel. In der Küche wurden bunte, alkoholfreie „Frogtails“ gemixt. Nebenan in den Werkräumen standen die Ergebnisse aus dem Arbeitslehreunterricht zur Anschauung bereit.

Im Obergeschoss stellten sich die einzelnen Fachbereiche vor. In den Chemie- und Physikräumen hatten die Fachlehrer Experimente vorbereitet. Im Biologieraum konnte durch die Okulare von Mikroskopen ein Blick in den Mikrokosmos geworfen werden. Und selbst Geschichte war mit Modellen, wie man sich den Bau einer ägyptischen Pyramide erklärt, zum Greifen. Aber auch Deutsch, Englisch, Französisch sowie der EDV-Raum und der Trainingsraum, auf den schon die Schulleiterin neugierig gemacht hatte, wurden vorgestellt.

In der Schulsporthalle konnten die Kinder in ihre koordinativen Fähigkeiten an unterschiedlichen Stationen ausprobieren oder mal die Wand hochgehen. Denn an der Kletterwand standen Schüler mit Kletterschein bereit, hier die Sicherung zu übernehmen. Der Ganztagsbereich mit Spiele-, Lego-und Bastel-, Ruhe- und Leseraum sowie die Schülerlounge standen ebenfalls offen. Und wer vom Rundgang hungrig und durstig geworden war, konnte sich im Schulcafé stärken und dabei noch der Musik der Schulband lauschen.

 

Verabschiedung von Angelika Beier

02.02.2016

Mit Anspruch, Herz und Leidenschaft

Weilrod. SCHULE Beliebte Lehrerin Angelika Beier geht nach 28 Jahren in den Ruhestand / Feierstunde an der MES in Riedelbach

RIEDELBACH - (sn). Über 28 Jahre lang war Angelika Beier (62) an der Mittelpunktschule Weil-Ems, jetzt Max-Ernst-Schule in Riedelbach tätig. Nun wurde sie im Kreise des Kollegiums, aber auch von ehemaligen Kollegen, in den Ruhestand verabschiedet. Und zu ihrer Überraschung waren auch noch 16 von 24 ehemaligen Schülerinnen und Schülern ihrer letzten Abschlussklasse zu der Feierlichkeit gekommen. Diese rollten ihrer Lehrerin einen roten Teppich aus und verabschiedeten sie so, wie sie selbst vor zweieinhalb Jahren ihren Abschied genommen hatten. Als Geschenk hatten sie einen Gartenstuhl für die Mußestunden unter dem Apfelbaum dabei.

Schulleiterin Ramona Ondrovic blickte auf den Werdegang von Beier zurück. 1953 geboren, legte sie 1972 das Abitur an der Marienschule in Limburg ab. Noch im selben Jahr nahm sie das Studium für das Lehramt an Grund- und Hauptschulen an der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität in Frankfurt mit den Fächern Mathematik und Physik auf. Das erste Staatsexamen bestand sie im Oktober 1975. Von Februar 1976 bis Juli 1977 folgte das Referendariat an der Mittelpunktschule Goldener Grund in Selters.

Ab September 1977 wurde Angelika Beier an der Gesamtschule in Hochheim angestellt und später auch verbeamtet. Zwischen 1982 und 1987 brachte sie zwei Söhne und eine Tochter zur Welt, bevor sie schon sechs Monate nach der Geburt des letzten Kindes in den Schuldienst – jetzt in Riedelbach – zurückkehrte. Zunächst war sie jedoch noch gleichzeitig an die Jürgen-Schumann-Schule in Schmitten abgeordnet.

Im Oktober 2003 wurde die Lehrerin mit der Wahrnehmung der Dienstobliegenheiten einer Konrektorin beauftragt und im April 2004 als Konrektorin bestätigt. Bis Februar 2010 blieb sie Konrektorin. In dieser Zeit hatte sie allerdings zeitweise die gesamte Verantwortung, da der damalige Schulleiter Peter Schweikart in den Ruhestand ging und die Stelle zunächst nicht wieder besetzt wurde. In diese Zeit fiel auch der Schulneubau und der Umzug in das neue Gebäude. Daneben war sie jahrelang Fachbereichsleiterin der Physik, arbeitete in der Steuergruppe mit und übernahm zahlreiche andere Aufgaben an der Schule.

„Respektvoll haben Sie mit jedem zusammengearbeitet“, betonte Schulleiterin Ondrovic im Rahmen der Verabschiedungsfeier. „Sie förderten und sie forderten, sowohl bei den Kindern als auch bei den Eltern“, aber gerade dafür sei sie von den Schülern, aber auch den Eltern verehrt und geliebt worden.

Für den Personalrat wandte sich Ricarda Naujok an die künftige Ruheständlerin. Sie habe immer alles gegeben, könne ganz schlecht Nein sagen, habe ein großes Herz, einen eigenen hohen Anspruch, habe ihren Beruf mit Leidenschaft ausgeübt, sich immer mit der Schule identifiziert und mit Kollegialität in die Lehrerschaft eingefügt und nicht zuletzt falle der Abschied jetzt schwer, buchstabierte Naujok anhand Beiers Vornamen.

Mit einem lustigen „Sockensong“ und der entsprechenden Darstellung verabschiedete das Schulteam die lang gediente Lehrerin. Beier freut sich jetzt darauf, auch mal wieder etwas einfach verschieben zu können und nicht machen zu müssen. Zeit für die Enkel, mal wieder ein Buch zu lesen und Fahrrad zu fahren, das stehe künftig im Vordergrund.

 

Ausstellung von Schülerarbeiten im Rathaus Weilrod

26.01.2016
Quelle: Usinger Anzeiger

Auf den Werk-Spuren großer Künstler unterwegs

Riedelbach. AUSSTELLUNG Schüler der Max-Ernst-Schule haben bekannte Kunstwerke nachempfunden

Rod an der Weil. (sn). Die Berge machen große Augen und freuen sich über das Leben im Wasser vor ihnen und der Luft über ihnen. Elena Junge aus der R6c der Max-Ernst-Schule in Riedelbach hat mit viel Fantasie die Aufgabe, ihren Lieblingsort in ein Bild nach James Rizzi umzusetzen, bewerkstelligt. Herauskegommen ist eine lustige, farbenfrohe 3D-Grafik, die jetzt neben zahlreichen anderen Werken von Max-Ernst-Schülern noch bis Ende Februar im Weilroder Rathaus in Rod an der Weil zu sehen ist.

Ähnlich gut gelaunt geht es "In der Stadt", "In der Wüste", "Rund um den See" oder "Auf dem Konzert" zu, wo überall fröhliche Menschen, Tiere, Sonnen und Monde in die Welt schauen. Wenn das nicht ansteckend auf die Rathausmitarbeiter und -besucher wirkt, dann haben vielleicht die farbenfrohen Tiere nach Otmar Alt ihre Wirkung, die das Bürgerbüro verschönern. Hier haben die Teilnehmer des Kunstkurses der fünften Klassen stilisierte Katzen und andere Tiere mit starken Strichen auf die Leinwand gebannt, fantasievoll verändert, teils mit menschlichen Eigenschaften versehen und mit kräftigen Acrylfarben ausgemalt. Ganz nach dem Motto Otmar Alts: "Kunst, die man erklären muss, ist langweilig."

Aber auch der Namensgeber der Riedelbacher Haupt- und Realschule stand wieder einmal Pate für Werke aus Schülerhand. An der Treppe zum 1. Stock des Rathauses sind Bilder zu finden, die mithilfe der Décalcomanie, einem Abklatschverfahren (einer Art Monotypie) entstanden sind. Hierbei haben die Schüler der siebten Klassen Acrylfarben auf Papier gestrichen und davon Abzüge mit mehreren Papierblättern genommen. Daraus wiederum schnitten die jungen Künstler Flächen aus, die sie für ihre Bilder verwendeten und mit Aquarellstiften zu Landschaften wie aus einem Traum ergänzten.

Aber nicht nur mit Farbe können die angehenden Designer, Zeichner und Maler umgehen, sondern auch mit der Tuschefeder. Wie die Kunstlehrerinnen Sabine Rutner und Daniela Helms-Derfert erläuterten, ließen sich die Jugendlichen der achten Klassen von Kurt Halbritters Tierwelt inspirieren. Und heraus kamen "Der Hammerhai" von Marvin Völker, der seinen Hammer am Schiffswrack einsetzt oder "Das Schraubhorn" mit spiralig gedrehtem Einhorn und Mähnenstränen von Leon Moses. Die "Scherenente" von Shirin Roos mit Scherenschnabel und Scherenfüßen und der "Spinnenball", der ins Tornetz geht (von Aline Häuser) sind ebenso sehenswert. Ergänzt wird die Ausstellung um zwei Collagen unter dem Motto "My Life", in denen Dinge aus dem Alltag der Schüler verarbeitet wurden.

 

Sieger im Mathematikwettbewerb 2015/16

19.01.2016

Freude über „fantastische Ergebnisse“

Weilrod. WETTBEWERB Max-Ernst-Schule kürt Mathecracks aus der achten Jahrgangsstufe / 2. Runde in Friedrichsdorf am 2. März

RIEDELBACH - (sn). „In Deutschland gibt es 25 Millionen Haushalte. In 36 Prozent aller Haushalte werden Tiere gehalten. Wie viele Haushalte sind das?“ lautete eine der Aufgaben des 48. Mathematikwettbewerbs des Landes Hessen.

Am 3. Dezember hatten die Schülerinnen und Schüler der fünf achten Klassen der Max-Ernst-Schule in Riedelbach über den Fragestellungen aus den Bereichen Symmetrie, Winkel im Dreieck, Wahrscheinlichkeitsrechnung, Bruchrechnung, aber auch bei der Lösung von Textaufgaben um Käsewürfel, Chilipulverportionen, Taschengeld. Windräder und Weihnachtsbäume geschwitzt.

Am Montagmorgen gab die Fachbereichsleiterin Mathematik Annelie Patzke-Joppe nun in einer Versammlung aller Achtklässler im Musikraum die Schulsieger bekannt.

Schulleiterin Ramona Ondrovic freute sich dabei über die ihrer Aussage nach „fantastischen Ergebnisse“.

Bei den beiden achten Hauptschulklassen lag Kaiwen Li aus der H8b vor Yannic Götz aus der H8a.

Für die Realschulklassen werden Luis Kühn (R8a) und Jason Schmid (R8b) als die beiden punktgleichen Schulsieger sowie der drittplatzierte Eliano Schwickert (R8b), die Max-Ernst-Schule in der 2. Runde in der Philipp-Reis-Schule in Friedrichsdorf vertreten.

Die zweite Runde findet am Mittwoch, 2. März, statt. Qualifizieren sich Schüler dann für die dritte Runde, den Kreisentscheid, findet dieser am Dienstag, 3. Mai, statt.

Der Mathematik-Wettbewerb des Landes Hessen wird vom Kultusministerium durchgeführt und gibt den Schülerinnen und Schülern der achten Jahrgangsstufe Gelegenheit, ihre Fähigkeiten und Kenntnisse auf dem Gebiet der Mathematik zu vergleichen.

 

Weihnachtsfeier an der MES

23.12.2015

Warmer Regen in der Weihnachtsfeier

Weilrod. SPENDE Organisatoren des Weilroder Kunstmarkts übergeben Erlös an Förderverein der MES / Buntes Bühnenprogramm

RIEDELBACH - (sn). Die Schulband „Reverse“ ließ den Musikraum der Max-Ernst-Schule mit rockigen Klängen erbeben. Die Schüler der Nachmittagsbetreuung applaudierten heftig. Und Bürgermeister Axel Bangert blickte schmunzelnd auf Weihnachtsfeiern zu seiner Zeit zurück, als die Schüler noch brav „Oh, Tannenbaum“ zu solchen Anlässen sangen. Er war an die Haupt- und Realschule gekommen, um zusammen mit dem Organisationsteam des Weilroder Kunstmarktes um Karina Jeck den Erlös aus dem Kunstmarkt an den Förderverein der Max-Ernst-Schule zu übergeben. Als Rahmen hatte man sich die Weihnachtsfeier des Ganztagesbereiches ausgewählt.

Andreas Scharrer, Vorsitzender des Fördervereins, nahm erfreut die 330 Euro in Empfang. Und er teilte mit, dass zusammen mit dem Erlös aus dem Catering zum Kunstmarkt, das der Förderverein übernommen hatte, damit fast 2 500 Euro in die Kasse des Fördervereins gespült wurden. Schulleiterin Ramona Ondrovic und die Konrektorin zur Wahrnehmung von Schulleitungsaufgaben, Jacqueline Beier-Léonard, freuten sich über die großartige Arbeit, die der Förderverein geleistet habe. Scharrer gab den Dank an Eltern und Lehrer weiter, die den Förderverein beim Catering mit Diensten oder selbst gebackenen Kuchen unterstützt hatten. Und er hoffte – an das Organisationsteam gewendet – in zwei Jahren wieder das Catering zum dann 8. Weilroder Kunstmarkt übernehmen zu können.

„Hier schlummern Talente: Sänger, Musiker, Tänzer“, betonte er im Hinblick auf das Bühnenprogramm zur Weihnachtsfeier. Denn hier trat außerdem die Tanz-AG unter Leitung von Jessica Weil mit drei Choreografien zu weihnachtlichen Songs auf. Und auch die Back-AG unter Leitung von Maike Meyer hatte ihren Anteil zum Gelingen der Weihnachtsfeier beigetragen, und zwar mit leckeren Plätzchen.

 

MES Sieger im Vorlesewettbewerb 2015

11.12.2015

Applaus für Merle Limburg

Weilrod. Riedelbach. Es war alles andere als ein langweiliger Vormittag, an dem mal kurz im Vorbeigehen der Schulsieger für den Vorlesewettbewerb ermittelt wurde. Das finale Vorlesen war professionell organisiert und bescherte den Schülern eine spannende Abwechslung vom Schulalltag.

„Sollen wir ihn wirklich aufwecken?“ Die Stimme schien aus dem Nichts zu kommen. Die Schüler der sechsten Klassen hatten bereits im Musiksaal Platz genommen. Das Licht verdunkelte sich. Nur die Bühne war angestrahlt und mit vielen teilweise aufgeschlagenen Büchern dekoriert. Ein Stuhl, vor dem ein Mikrofon stand, wartete darauf, besetzt zu werden. Und das junge Publikum wartete auf das, was derjenige da oben vorlesen würde.

Denn in der Max-Ernst-Schule kämpften die beiden Klassensiegerinnen der sechsten Klassen um den Schulsieg beim diesjährigen Vorlesewettbewerb. Gabi Vorhagen, die Leiterin der Schulbücherei, verriet dann doch, wer geweckt werden sollte: Charles Dickens, der 1812 geboren und 1870 gestorben war. Denn seine Weihnachtsgeschichte war die Überraschung dieses aufregenden Morgens. Doch erst mal zu den beiden Mädchen, die aufgeregt auf ihr Vorlesen warteten.

Katharina Behnke aus der R6c hatte ihr Lieblingsbuch von den Vorstadtkrokodilen, ein Kinderbuch von Max von der Grün, mitgebracht und las eine ihr besonders lieb gewordene Stelle vor. Merle Limburg aus der Klasse R6b hatte es der „Kleine Wassermann“ von Ottfried Preußler angetan. Sie erzählte erst kurz die Zusammenhänge des Buches und las dann die Stelle vor, in der der kleine Wassermann mit seinem Papa zum ersten Mal den Kopf aus dem Wasser steckt und die Welt kennenlernt. Und für diese Darbietung erntete Merle großen Applaus.

Erst danach kam Charles Dickens ins Spiel. Denn die Weihnachtsgeschichte des hartherzigen Geizhals Ebenezer Scrooge, der sein Leben zum Glück doch noch ändert und zu einem liebenswerten Menschen wird, war genau der Lesestoff, den die beiden Mädchen im zweiten Teil des Lesewettbewerbs als fremden Text vorlesen sollten. Und wieder war es Merle Limburg, die von den Klassenkameraden den meisten Applaus erhielt. Sie las langsam und deutlich, betonte fesselnd an den richtigen Stellen und besitzt dazu auch noch eine angenehme Stimme.

Doch die Auswertung der Jury, bestehend aus Daniela Helms-Derfert, Rebecca Horn, Ida Lillbäck und Joachim Telemann, ließ noch ein wenig auf sich warten. Die Wartezeit versüßten sich die Schüler mit dem Film der besagten Weihnachtsgeschichte. Niklas Fuchs und Cedric Stenger aus der Klasse R9a waren für die Technik zuständig und ermöglichten den Schülern dieses spannenden Zeitvertreib.

Das Urteil der Jury fiel so aus, wie bereits nach dem Applaus der jungen Zuhörer zu vermuten war: Merle Limburg wurde zur Schulsiegerin erklärt. Mit einer Urkunde, einem Buch über die Weihnachtsgeschichte von Charles Dickens und dem Jubel der Schüler wurde sie für ihre Leistung belohnt.

 

Ferienbetreuung an der Max-Ernst-Schule

03.09.2015

Wildkatzen und andere Geheimnisse des Waldes

Riedelbach. - (df). FERIENSPIELE Spannende Natur-Erlebnisse für Kinder der Max-Ernst-Schule mit Betreuerinnen Elisabeth Sommer, Anke Christ und Bhawana Kaiser

Den Wald erleben, von der Fauna bis hin zur Flora, das können die elf Kinder, die sich dieses Jahr bei den Ferienspielen an der Riedelbacher Max-Ernst-Schule angemeldet haben. Seit Montag gehe es, je nach Wetterlage, vormittags hinaus in die Natur, erzählt die Leiterin Elisabeth Sommer. Jeden Tag werde ein anderes Thema behandelt, und zwar jeweils mit einem anderen Referenten.

Dass der Tann nicht nur zum Spazierengehen taugt, erfuhren die Kids denn auch gleich am ersten Tag. Da wurden sie nämlich von Anke Christ begleitet, die die Kinder an die LandArt heranführte: Kunst mit Natur in der Natur. So seien viele hübsche Kunstwerke mit natürlichen Materialien entstanden, weiß Elisabeth Sommer zu berichten. Schade eigentlich, dass man sie nicht habe mitnehmen können. Doch diese Art der Kunst gehöre dem Wald.

Genauso wie die Tiere, die ihn bewohnen. Denn die Schüler setzten sich am darauffolgenden Tag mit den Wildkatzen auseinander. Bhawana Kaiser, die im Forstamt Weilrod für die Waldpädagogik zuständig ist, erzählte anhand eines ausgestopften Exemplares ihre Geschichte. Diese anschauliche Gestaltung des Tages sei auch nötig, meinte die Forstbeamtin hinterher. Denn Wildkatzen seien in diesen Breitengraden eher eine „theoretische Größe“: Man höre zwar immer, sie bewohnten den Wald, doch kaum jemand bekomme die scheuen Tiere zu Gesicht. Umso erstaunlicher ist da der Umstand, dass das Forstamt im Opelzoo derzeit zwei Wildkatzen-Findelkinder aufpäppeln lässt, deren Mutter überfahren worden ist. Die kommen anschließend ins Weilroder Wildgehege, um dort auf ihre Auswilderung zu warten.

Der Mittwoch wurde als Waldtag auch zum Sammeln von Feuerholz genutzt, während heute eine Kräuterwanderung auf dem Plan steht. Allerdings – die Kräuter werden nicht nur erläutert, sondern auch gesammelt, unter anderem für das Mittagessen und für eine selbst hergestellte Spitzwegerichsalbe.

Morgen dann das große Finale: Grillen mit Würstchen, Stockbrot – und den obligatorischen Marshmallows, fügt die Schulsozialpädagogin hinzu. Eingeladen seien dann auch alle Referenten. Und die Agendagruppe Weilrod, weil sie zum einen die Referenten für die Ferienspiele organisiert hat und zum anderen einen Teil der Kosten trägt.

Das Mittagessen allerdings wird von den Teilnehmern gezahlt. Und immer selbst zubereitet. Pizza, Spaghetti alla Bolognese, Taccos und Tortillas – der Speiseplan ist abwechslungsreich und die Kids sind gerne dabei, vor allem, weil der Speiseplan der Woche vorher mit allen abgesprochen wurde. Auch wenn die Meinungen darüber, wie etwa eine Bolognesesoße gekocht wird, unter den Teilnehmern gehörig auseinandergehen.

Offen seien die Ferienspiele für Schüler ab der vierten bis zur siebten Klasse. So seien auch in diesem Jahr wieder Grundschüler dabei. Gerade für die Anwärter der weiterführenden Schule sei dieses Angebot interessant, denn „die Ferienspiele geben ihnen die Möglichkeit, die neue Schule schon einmal kennenzulernen“, erläutert Elisabeth Sommer.

 

Sieger im Sauberkeitswettbewerb und bei den Bundesjugendspielen

22.07.2015

Saubere Leistungen an der MES

Riedelbach.-(sn) Bundesjugendspiele und des Sauberkeitswettbewerbs in Riedelbach geehrt Die Realschulklasse 8a der Max-Ernst-Schule in Riedelbach rangiert weit vor allen anderen Klassen – in Sachen Sauberkeit. Zum Schuljahresende wurden am Montagmorgen in einer Schülervollversammlung die saubersten Klassen ausgezeichnet. Denn hier an der MES wird versucht, das Müllproblem mit einem Sauberkeitswettbewerb in den Griff zu bekommen. In jeder Klasse hängt dafür ein Kalender, in den der Lehrer der letzten täglichen Stunde bei Zufriedenheit sein Kürzel einträgt. Und wer am Schuljahresende die meisten Kürzel gesammelt hat, ist Sieger.

So konnte Klassensprecherin Sandra Gerhards für die 8a den Pokal mit den Süßigkeiten entgegennehmen. Den zweiten Platz belegte die R5c und den dritten Platz die R6b. Doch auch auf dem Schulhof fliegen viele Papiertüten von Einkäufen am Schulkiosk herum. Die Maßnahmen, die Tüten mit Namen zu versehen oder nur noch eingeschränkt Papiertüten herauszugeben, seien nicht unbedingt zielführend, mahnte Verbindungslehrerin Stefanie Keller. Sie bat darum, sich in den Klassen mit diesem Thema auseinanderzusetzen – und sie erwarte am Ende der Woche aus jeder Klasse einen Vorschlag, wie das Problem gelöst werden könne.

Außerdem komme es immer wieder auf dem unteren Schulhof zu Konflikten, wer ihn in den Pausen nutzen dürfe. Manche wollten hier Fußball spielen, andere sich mit den Freunden ungestört treffen. Auch hierzu bat Keller um Lösungsvorschläge. „Wir wollen euch nichts überstülpen, ihr sollt das selbst bestimmen“, betonte sie. Und sie machte Werbung für die Arbeit in der Schülervertretung. „Man muss sich nicht unbedingt in ein Amt wählen lassen, ihr könnt, wenn ihr Ideen habt, einfach mal vorbeischauen“, regte sie an.

Margrit Sachs, Sachbereichsleiterin Sport, nahm die Ehrungen der jungen Sportler vor, die bei den Bundesjugendspielen gut abgeschnitten hatten. Die jeweils Klassenbesten wurden mit Urkunden ausgezeichnet. Die Jahrgangsbesten Ann-Kristin Ludwig, Luca Effenberger und Tobias Schumann (alle drei Jg. 5), Jimi Tatchouop und Ines Michael (beide Jg. 6), Melvin Bay und Amelie Beringer (beide Jg. 7), Laura Merlot und Sven Ludwig (beide Jg. 8), Aylin Vetter und Robert Hasse (beide Jg. 9) sowie die Schulsieger Ines Michael und Sven Ludwig erhielten darüber hinaus Präsente.

 

R5c auf dem Biobauernhof Etzel

15.07.2015

Ein dritter Schulacker?

Wehrheim. Klasse 5c der MES Riedelbach besucht Biobauer Etzel in Wehrheim / Landwirtschaft im Unterricht

WEHRHEIM - (cju). Die Klasse 5c der Max-Ernst-Schule in Riedelbach hat gestern einen aufregenden Vormittag auf dem Biohof Etzel verbracht. Die 24 Schülerinnen und Schüler hatten sich mit ihren Lehrern Doris Kunselman und Reinhard Bubenik intensiv auf das Thema vorbereitet und im Vorfeld eine Menge Fragen an Paul-Erich Etzel geschickt. Der zeigte sich gut gerüstet und führte über den Hof. Zunächst einmal mussten die Schweinchen besichtigt und gestreichelt werden. Dann ging es zum Hühnermobil, wo Etzel Wichtiges über die frei lebenden Hühner zu berichten hatte. „Der Hahn zeigt den Hennen den Weg zum Futter, im Tierreich hat der Mann noch etwas zu sagen“, schmunzelte er. Die Kinder konnten außerdem Getreide befühlen und in Augenschein nehmen.

Beate Illbruck als Hofinhaberin begrüßte die Riedelbacher aufs Herzlichste und wünschte viel Vergnügen bei der Führung. Immer wieder schnellten die Finger der Fünftklässler nach oben, wenn sie eine Frage hatten. Ein Mädchen berichtete, dass der Opa auch einen Bauernhof habe und insgesamt waren es fünf aus der Klasse, die mit Landwirtschaft schon intensiver zu tun hatten. Der Weg vom Getreide bis hin zum Brot war ebenso Thema wie die Unterschiede zwischen den verschiedenen Anbaumöglichkeiten. Da gibt es die konventionelle Anbaumethode, die biologisch-ökologische und die Unterschiede sind groß, wie Etzel betonte. Er selbst habe auch als „Chemiebauer“ begonnen, aber dann wurde er zum Ökobauern. Jetzt habe er ein gutes Gewissen.

Der Kurtriersche Amtshof ist nicht das einzige Standbein des Biobauern. Die biologische Schweinemast kommt hinzu und Kloster Thron wird auch von Etzels bewirtschaftet. Bauer Etzel schlug der Lehrerin Doris Kunselman vor, dass man auch in Riedelbach einen Schulacker anlegen könne: „Nach Wehrheim und Usingen wäre das dann der dritte.“ Es sei wichtig, den Kindern so viel wie möglich über die Landwirtschaft zu vermitteln. Dieses Projekt könnte das erlernte Umweltwissen vertiefen, ist sich der Biobauer sicher. Allerdings müssten vorher noch offene Fragen geklärt werden.

Die Riedelbacher Kinder liefen auf jeden Fall umfassend informiert wieder Richtung Bahnhof, um dort den Heimweg anzutreten. Reinhard Bubenik ergänzte, dass man vor einigen Tagen auch einem Imker in Grävenwiesbach einen Besuch abgestattet habe und so das Thema Landwirtschaft weiter vertieft wurde. Zuschüsse für dieses Projekt gab es vom Amt für den ländlichen Raum.

 

Abschlussfeier 2015

13.07.15

„Wunderbare und wertvolle Menschen“

Weilrod. MAX-ERNST-SCHULE Herzlichkeit und Respekt bei Abschlussfeier in Riedelbach / „Danke für die Paukerei / Vergesst die Heimat nicht“ RIEDELBACH - (sn). Mit dem Abschlusslied „Auf uns“ feierten sich die vier Abschlussklassen der Max-Ernst-Schule am Freitagabend. Die 80 Absolventen der einen Hauptschul- und der drei Realschulklassen erhielten in feierlichem Rahmen in der Sporthalle ihre Abschlusszeugnisse. In einer von Herzlichkeit und gegenseitigem Respekt gekennzeichneten Atmosphäre nahmen Schüler und Lehrer voneinander Abschied. „Vielen Dank, ich bin froh, dass ich euch unterrichten durfte“, wandte sich die Klassenlehrerin der H9, Heike Scharfe-Diebel, an ihre scheidenden Schülerinnen und Schüler, „ihr seid wunderbare, wertvolle und liebenswerte Menschen.“ Und für die H 9 betonten Angi Hoffmann und Anka Nöll, dass sie ihre Klassenlehrerin sehr vermissen würden, denn sie habe immer ein offenes Ohr gehabt.

Bei der R10a kamen die Schüler ihrer Klassenlehrerin Angelika Beier mit der Abschiedsrede zuvor. Eileen Stenger gab einen Rückblick auf die nur zwei Jahre, in denen Beier die Klassenlehrerin war, und stellte fest: „Sie sind einfach die Beste, wir danken Ihnen für die Paukerei.“ Und auch das von Emily Scherf vorgetragene Gedicht hinterließ die Klassenlehrerin „völlig sprachlos“. Diese freute sich aber über das „Beier-Diplom“, das die Rückseite der Abschlusspullover zierte und sie verteilte Rosen an ihre Absolventen. Klassenlehrerin Gabriele Vorhagen freute sich über die „schöne Zeit“ mit ihrer R10b. Und Schülerin Sina Kettenbeil gab als Orakel einen Blick in die Zukunft der Schüler dieser Klasse. Einer plane als Architekt einen Erweiterungsbau für die Schule, ein zweiter einen Flughafen in der Nähe, andere entwickelten als Forscher eine Zigarette die rückstandsfrei verbrenne, ein Motorrad, das nicht umfalle oder einen Wirkstoff, der das Verschlafen unmöglich mache. Und zwei Schülerinnen wiederum eröffneten eine Handtaschen-Ladenkette.

Burkhard Weckler, Klassenlehrer der R10c kam ausnahmsweise mal in feinem Zwirn auf die Bühne, um sich seinen Schülern anzupassen. Er zitierte Fontane: „Eine Rede darf nicht länger als eine Liebeserklärung sein“, und es war fast eine solche, die er seiner Klasse abgab. Die Klasse bedankte sich mit einem Lied und einem Oskar, den Kim Herget als Klassen- und Schulsprecherin überreichte. Um den Schülern den Stoff einzuprägen, hätten sie Weckler singend, tanzend und rappend erlebt.

Eine Kostprobe seines Talents hatte Weckler bei der Eröffnung der Veranstaltung zusammen mit Doris Kunselman, Christian Müller, Jacqueline Beier-Léonard, Dr. Matthias Zipp und Oliver Schütze gezeigt. Mit einem fetzigen Medley von Hits aus den Charts, zum Teil mit eigenen Texten versehen, hatten sie die Schüler Eltern und Großeltern begrüßt.

Die Bürgermeister von Weilrod und Waldems, Axel Bangert und Markus Hies, zeigten sich sehr beeindruckt von dem Opening des Lehrerchors. Und beide warben bei den Schülern dafür, ihre Heimat nicht zu vergessen. Für Hies war der Besuch der Max-Ernst-Schule eine Premiere, er zeigte sich sehr angetan von dem modernen Bau. Schulleiterin Ramona Ondrovic freute sich, dass 56 Prozent der Hauptschüler und 54 Prozent der Realschüler einen qualifizierenden Abschluss erreicht hätten. Sie mahnte die Schüler, eigene Entscheidungen zu treffen, das Lenkrad zu übernehmen und nicht nur auf dem Rücksitz Platz zu nehmen.

Der Vorsitzende des Fördervereins der Schule hatte Auszeichnungen für die Klassenbesten im Gepäck. Er überreichte Erik Maron, Malte Treder, Larissa Rumpf und Christian Keil ihre Auszeichnungen sowie je einen Büchergutschein. Aber auch Absolvent Jan Preusser ging nicht leer aus. Dieser hatte sich bei Veranstaltungen – so auch heute – immer zuverlässig um die Tontechnik gekümmert.

 

H9 untersucht die Zahl Pi

09.07.15

767 Stellen von Pi schmücken den Schulhof der MES

Weilrod. Die Abschlussprüfungen sind erfolgreich absolviert, der Schulabschluss steht kurz bevor. Eine gute Zeit, im Mathematikunterricht ein Projekt anzugehen: Die Klasse H9 der Max-Ernst-Schule in Riedelbach widmete sich zwei Wochen lang einer ganz besonderen Zahl: Pi. Die Schülerinnen und Schüler bestimmten zunächst zeichnerisch die Zahl, indem sie Kreise konstruierten und das Verhältnis von Umfang und Durchmesser in Zusammenhang setzten. Bereits hier konnte bei genauem Arbeiten die Zahl 3,14… erkannt werden. Im Anschluss gestalteten die Schüler Plakate, auf denen sie Pi künstlerisch darstellten oder mathematisch in Tabellen verarbeiteten. Die Internetrecherche nach dem eigenen Geburtsdatum in Pi gestaltete sich spannend. Highlight des Projektes war das Ausschreiben der ersten 767 Nachkommastellen quer über den Schulhof. Das Foto zeigt die stolzen Pi-Experten der H9 mit ihrer Mathematiklehrerin Jessica Weil.(red)

 

H9 baut Sitzbänke für die Grundschule Arnoldshain

27.06.2015

Fleißige Schul-Schreiner

RIEDELBACH/ARNOLDSHAIN - (mg). KOOPERATION Max-Ernst-Schüler fertigen in Riedelbach Bänke für die JSS in Arnoldshain

Von einer gelungenen Zusammenarbeit profitierten die Max-Ernst-Schule in Riedelbach und die Jürgen-Schumann-Schule (JSS) in Arnoldshain: 16 Schülerinnen und Schüler der Riedelbacher Klasse H9 sägten, schleiften und leimten ein halbes Jahr lang 25 Sitzbänke für die Arnoldshainer Grundschule. Die 1,5 Meter langen Sitzgelegenheiten aus stabilem Buchenholz sind für den Sitzkreis der Grundschule gedacht. „Vor allem der eingefräste Schriftzug der Max-Ernst-Schule mit der Schülerwerkstatt gefällt mir sehr gut“, lobte JSS-Leiterin Silke Mottl, die nicht nur Dankesworte übermittelte, sondern eine volle Ladung Pizzen spendierte. „Jetzt dürft ihr euch gleich den Wanst vollschlagen“, sagte Mottl zu dem vom Förderverein gesponsertem Essen, welches natürlich bei den Schülern super ankam. Die unkomplizierte Vorgehensweise haben beide Schulen Gregor Voßenkaul zu verdanken, Lehrer der JSS, der den Kontakt zu Thomas Betz herstellte.

Im letzten Schuljahr arbeiteten die Riedelbacher Hauptschüler ein halbes Jahr lang an privaten Werkstücken; das zweite Halbjahr diente den Holzbänken. Das Material finanzierte zwar der Arnoldshainer Förderverein, doch von alleine lassen sich keine Bänke herstellen. So spuckten die Schüler die Hände und schufen mit großem Engagement unter der Anleitung von Thomas Betz wunderbare Unikate. Angesichts der hochwertigen und perfekten Arbeit wollte Silke Mottl von den Schülern wissen, ob einige unter ihnen eine Lehre als Schreiner oder Tischler beginnen. Obwohl die handwerkliche Arbeit den Schülern in der gut ausgestatteten Schülerwerkstatt enormen Spaß bereitete, wird wohl keiner diesen Ausbildungsweg nehmen. „Einige werden weiterführende Schulen besuchen“, sagte Betz, „einige haben sich für andere Berufe entschieden“. Für ihren weiteren Lebensweg wünschte Silke Mottl allen viel Erfolg und Freude. Zur Erinnerung erhielt sie noch eine Dose Hartwachs-Öl mit der Bitte, die Bänke mittelfristig einzustreichen, damit auch ihnen eine lange und „haltbare“ Zukunft gesichert ist.

 

Ferienbetreuung in der Max-Ernst-Schule

11.06.2015

Neues Betreuerteam verspricht viel Spaß

Riedelbach.- (sn) FERIENSPIELE Max-Ernst-Schule kooperiert mit Lokaler Agendagruppe / Kreativ in Feld, Wald und Flur unterwegs.

Die Sommerferien nahen und damit auch die Zeit, in der für manche Kinder eine Betreuung gesucht wird. Hier bietet die Max-Ernst-Schule in Riedelbach in Zusammenarbeit mit der Lokalen Agenda 21 Weilrod, Gruppe Umwelt, in der letzten Ferienwoche wieder Ferienspiele mit dem Schwerpunkt Natur und Umwelt an. Vom 31. August bis 4. September, jeweils von 8 Uhr bis 15 Uhr, bei Bedarf auch länger, werden die Kinder von Schulsozialpädagogin Elisabeth Sommer und zusätzlich jeden Tag von einem anderen Naturexperten betreut.

Mit dabei sind in diesem Jahr wieder Bhavana Kaiser, Waldpädagogin vom Forstamt Weilrod, sowie Kräuterfrau Monika Reuter-Heilhecker. Als Neuling stößt zum Betreuerteam in diesem Jahr Künstlerin Anke Christ aus Usingen hinzu. Sie wird mit den Kindern die Natur unter einem anderen, nämlich dem künstlerischen Aspekt betrachten. Aus Dingen, die in Feld, Wald und Flur zu finden sind – Blumen, Äste, Blätter, Steine, Zapfen, Samenstände – werden die Mädchen und Jungs in der Natur vergängliche Kunstwerke herstellen. Mit Fotos werden diese Gebilde dann dokumentiert. Monika Reuter-Heilhecker erklärt und zeigt unterschiedliche Wiesenkräuter und deren Wirkungen und Verwendungsmöglichkeiten, von denen manche anschließend in der Küche ausprobiert werden. Und die Försterin bringt Spiele und Wissen rund um den Wald mit.

Am Freitag wird dann auf dem Schulhof gegrillt und Stockbrot gebacken. Die Kinder können zwischen 8 und 9 Uhr gebracht werden, in dieser Zeit wird gemeinsam gefrühstückt. Am Vormittag finden die genannten Angebote statt, bevor zum Mittagessen in der Schulküche gemeinsam gekocht und anschließend die Küche wieder aufgeräumt wird. Bis 15 Uhr stehen der Schulhof oder die Spieleräume der Schule für Aktivitäten zur Verfügung. Falls eine längere Betreuung erforderlich ist, muss dies bei der Anmeldung angegeben werden.

Es können Kinder ab dem dritten Schuljahr teilnehmen, vorzugsweise Kinder aus den drei Weilroder Schulen – der Max-Ernst-Schule, der Grundschule „Am Sommerberg“ und der Grundschule im Weiltal. „Gerade für Grundschüler, die nach den Ferien in der Haupt- und Realschule eingeschult werden, ist das lockere Kennenlernen des Schulgeländes von Vorteil“, betonte Elisabeth Sommer. 16 Betreuungsplätze stehen zur Verfügung. Es wird ein Kostenbeitrag für Verpflegung und Getränke von 35 Euro pro Person erhoben, der am ersten Tag der Betreuung eingesammelt wird. Da bei gutem Wetter viel draußen unternommen wird, sollten die Kinder bequeme und robuste Kleidung tragen. Eine Schürze für die gemeinsame Küchenarbeit ist sinnvoll. Verbindliche Anmeldungen nimmt bis Freitag, 3. Juli, das Schulsekretariat unter verwaltung@mes.hochtaunuskreis.net entgegen. Weitere Infos telefonisch unter 06083 /9569920 bei Elisabeth Sommer.

 

Förderverein der Max-Ernst-Schule: neue Beisitzer

16.05.2015

Überschrift des Presseartikels

RIEDELBACH - (sn). FÖRDERVEREIN Pädagogische Weiterentwicklung an Max-Ernst-Schule Riedelbach angepeilt

Über zwei neue Beisitzer freut sich der Vorstand des Fördervereins der Max-Ernst-Schule in Riedelbach. In der Jahreshauptversammlung erklärten sich Ulrike Lindemann-Göhler und Natascha Hesselmann zur Mitarbeit bereit. Die übrigen beiden anwesenden Mitglieder, Dirk Gloede und Sabine Neugebauer, wurden für zwei Jahre als Kassenprüfer verpflichtet. Derzeit hat der Förderverein 145 Mitglieder, zumindest auf dem Papier, sagte der Vorsitzende Andreas Scharrer. Immer wieder komme es vor, dass eingezogene Mitgliedsbeiträge zurückgebucht würden. Dann sei eine Kontaktaufnahme manchmal gar nicht mehr möglich und die Mitglieder müssten abgeschrieben werden.

Aber nichtsdestotrotz habe der Verein im vergangenen Jahr gute Einnahmen erzielt, so Scharrer. Beim Einschulungscafé konnte mit recht wenig Aufwand die Kasse aufgefüllt werden. Beim Tag der offenen Tür habe sich der Verein ebenfalls präsentiert. Und bei der Verabschiedung der Schulabgänger wurden wieder die Besten des Jahrgangs ausgezeichnet. Eine Steuerprüfung wurde ohne Beanstandung überstanden, die Gemeinnützigkeit wurde bestätigt. „Wir dürfen keine Mittel horten“, so der Vorsitzende, und auch Kassiererin Angelika Beier betonte: „Wir müssen etwas ausgeben.“ Der „solide Kontostand“ wurde im vergangenen Jahr durch Zuschüsse an Schüler für Klassenfahrten, zur Sportstudiofahrt und zur Technik bei der Entlassungsfeier geschmälert. Zweckgebundene Spenden für die Schulbibliothek und für das Testverfahren zur Ermittlung beruflicher Kompetenzen „hamet“ wurden entsprechend verwendet.

Auch in diesem Jahr hat der Verein wieder einiges vor. Nach dem Einschulungscafé steht Anfang November die Bewirtung beim 7. Weilroder Kunstmarkt auf dem Programm. Die Präsentation des Vereins zum Tag der offenen Tür zum Halbjahresende soll in etwas veränderter Form stattfinden, nämlich in der Nähe des Schulcafés und mit dem Angebot, sich auf einer gemütlichen Couch mit interessierten Eltern zu unterhalten.

Und auch einem weiteren Vereinszweck neben der finanziellen Unterstützung der Schule und von Schülern- will sich der Förderverein künftig widmen: Die pädagogische Weiterentwicklung der Schule liegt dem Förderverein am Herzen. Und so soll noch in diesem Jahr ein Arbeitskreis ins Leben gerufen werden, dem neben Mitgliedern des Fördervereins auch Vertreter der verschiedenen Schulgremien angehören sollen. „Wir wollen Ideen, Visionen entwickeln und daran arbeiten“, betonte Scharrer, „da freue ich mich drauf“. Auch die Formalia zur Bezuschussung von Projekten und Unterstützung von Schülern seien verbessert worden, dafür gebe es jetzt einfache Formulare, die gut angenommen würden.

Zur Sprache brachte an diesem Abend Lindemann-Göhler, dass die Vorbereitung der Schüler zur Suche eines Praktikumsplatzes für das Praktikum in der 8. Klasse zu spät beginne. Mindestens ein Jahr vorher müssten sich die Schüler auf interessante Plätze bewerben. Außerdem wurde angeregt, noch einmal darüber zu diskutieren, ob ein Zuschuss von 50 Euro zu einer Klassenfahrt noch zeitgemäß sei oder ob er erhöht werden müsse.

Der Vorstand

Vorsitzender: Andreas Scharrer
Stellv. Vorsitzende: Anja Rehfeld
Schriftführerin: Carola Rahn
Kassiererin: Angelika Beier
Beisitzer: Ramona Ondrovic, Hartmut Ristow, Ulrike Lindemann-Göhler (neu), Natascha Hesselmann (neu)

 

Verkehrs-Sicherheitstraining der 5. Klassen

09.05.2015

„Achtung Auto“

RIEDELBACH - (sn). Verkehrserziehung an der MES in Riedelbach

„Cool“, „gut“ oder sogar „geil“ fanden die Mädchen und Jungs ihre kurze Fahrt. Jeder der Fünftklässler der Max-Ernst-Schule durfte, wenn die Erlaubnis der Eltern vorlag, einmal eine Vollbremsung aus einer Geschwindigkeit von 30 Kilometern in der Stunde mitmachen. Sicher gefahren von ADAC-Mitarbeiter Michael Alexander Lange, der am Dienstagvormittag mit der Aktion „Achtung Auto“ zu Gast in der Haupt- und Realschule war. Zuvor hatte er die Kinder sortiert. Wer unter 1,50 Meter groß war, durfte nur auf dem Rücksitz in einem Kindersitz Platz nehmen, die größeren durften – natürlich angeschnallt – vorne mitfahren. Und dabei merkten die Schüler, betreut von Lehrerin Jutta Oesten-Appelhoff, wie wichtig der Gurt ist. Schon vor dieser eindrucksvollen Demonstration hatte Diplom-Pädagoge Lange den Unterschied zwischen Bremsweg und Anhalteweg deutlich gemacht, denn da komme ja noch der Reaktionsweg hinzu. Am eigenen Leib stellten sie den Unterschied beim Wettrennen fest. Wenn sie an der angezeichneten Linie stoppten, liefen sie nur ein kurzes Stück weiter, reagierten sie aber erst auf das Schwenken der Fahne, dauerte es ein Stück länger. „Ihr rennt auf die Gasse und der Autofahrer träumt“, beschrieb Lange salopp die Realität. Und die Mädchen und Jungs wussten genau, was einen Fahrer ablenkt: Musik, Gespräche oder verbotene Handytelefonate.

Der ADAC-Mitarbeiter ließ die Kinder auch den Anhalteweg nachmessen; aus einer Geschwindigkeit von 50 Kilometer in der Stunde waren es immerhin schon 14 Meter. Und das bei einem aufmerksamen, geschulten Fahrer, der auf die schwarz-weiße Fahne reagierte, die ein Schüler schwenkte. Seit 1996 bietet der ADAC die Aktion „Achtung Auto“ an Schulen kostenfrei an. Grund für die Aktion ist die noch immer hohe Zahl an Verkehrstoten, darunter eben auch vielen Kindern. So kam nach der Statistik 2013 durchschnittlich alle 19 Minuten ein Kind im Straßenverkehr zu Schaden. Noch schlimmer: Jeden Monat starben fünf Kinder im Alter bis 15 Jahren bei einem Verkehrsunfall.

 

Autorenlesung: Dirk Reinhardt

06.05.2015

Wie Kinder kämpfen

RIEDELBACH - (sn). LESUNG Dirk Reinhardt stellt an der MES seine Romane „Train Kids“ und „Edelweißpiraten“ vor

Gebannt, fast ungläubig, lauschten die Jugendlichen der achten Klassen der Max-Ernst-Schule in Riedelbach am Dienstagmorgen den Worten des Autors Dirk Reinhardt. Denn was dieser zu berichten hatte, können sich die in Deutschland in sicheren Verhältnissen aufwachsenden Mädchen und Jungs kaum vorstellen. Mit dem Buch „Train Kids“ erzählt Reinhardt die Geschichte von fünf Jugendlichen, die aus Mittelamerika über Mexiko in die USA emigrieren wollen.

Schon seit 2003 im Magazin Geo ein Artikel über diesen Flüchtlingsstrom erschien, trug der Autor, der aus Münster angereist war, dieses Thema mit sich. Nach einigen Wochen Recherche vor Ort und einem halben bis einem Jahr Schreibarbeit, erschien nun vor wenigen Wochen dieses vierte Jugendbuch Reinhardts. Und aus diesem las er zunächst den Achtklässlern, später auch den neunten Klassen vor. „Der Padre steigt von der Kanzel und versperrt den Polizisten den Weg“, beschrieb der Autor, der den Roman von Miguel, einem der Flüchtlinge, erzählen lässt, in einer Szene die Hilfe, die den Jugendlichen plötzlich zuteil wird. Und auch die Gottesdienstbesucher stellen sich der Staatsgewalt in den Weg, sodass Fernando, Jasmina, genannt Jaz, Angel, Emilio und Miguel eine kurze Ruhepause auf ihrer schwierigen Riese genießen können.

„Train Kids“, so heißen die geschätzt 50 000 Jugendlichen, die jedes Jahr ihre armen Heimatländer Guatemala, Honduras oder El Salvador verlassen und auf den Dächern der Güterzüge durch Mexiko in Richtung USA gelangen wollen, wo ihre Mütter oft als billige Haushaltshilfen arbeiten. Nur etwa einem von hundert gelingt es. Und das unter höllischen Strapazen: Hitze im Dschungel, Kälte im Gebirge, Trockenheit in der Wüste, Gefahren beim Aufspringen auf die Züge, Verfolgung durch Polizei und Banditen. Reinhardt sprach vor Ort mit vielen der „Train Kids“, die ihm ihre Geschichten erzählten. Und diese ließ der Autor in seinen Roman einfließen, sodass obwohl die Protagonisten fiktiv sind, doch die Handlung sehr authentisch ist.

Den Zehntklässlern las Reinhardt einige Textstellen aus dem Vorgängerroman „Edelweißpiraten“ vor. Dieser wird derzeit im Deutschunterricht behandelt. Auch diese Erzählung basiert auf realen Vorkommnissen. Im Zweiten Weltkrieg bildete sich eine jugendliche Widerstandsszene, die sich beispielsweise mit der Hitlerjugend Auseinandersetzungen lieferte und Flugblätter gegen den Krieg verteilte. „Was will ich tun mit meinem Leben? Welchen Weg will ich gehen – mich anpassen oder meiner Überzeugung folgen? Bin ich bereit, für meine Freiheit und für meine Ideale sogar das Leben zu riskieren?“ Solche Fragen werden durch den Roman aufgeworfen und dadurch ist er auch heute noch gerade im Hinblick auf Widerstand gegen Diktaturen und gegen Rechtsextremismus aktuell.

„Die Lesungen sind schon fast zur Tradition geworden“, freute sich Schulleiterin Ramona Ondrovic über das Engagement von Deutschlehrerin Gabriele Vorhagen, die schon mehrmals Autoren an die Schule geholt und somit einen literarischen Schwerpunkt gesetzt hat.

 

Ungarnaustausch 2015

05.05.2015

Schüler aus Ungarn zu Gast

RIEDELBACH/WALDEMS - (sn). AUSTAUSCH 22 Besucher an der Max-Ernst-Schule in Riedelbach begrüßt / Partnerschaft zwischen Waldems und Szikszó

„Der Schüleraustausch mit der ungarischen Partnerkommune Szikszó ist ein wesentlicher Baustein der Partnerschaft“, betonte Brigitte Hörning, Vorsitzende des Partnerschaftskomitees. Denn am Montagmorgen begrüßte Ramona Ondrovic, Schulleiterin der Max-Ernst-Schule in Riedelbach, zusammen mit den gastgebenden Jugendlichen und den betreuenden Lehrerinnen Ricarda Naujok und Marlies Wiedenau die 22 Mädchen und Jungs, die jetzt eine Woche zu Gast im Taunus sein werden. Mit dabei wie schon seit vielen Jahren Deutschlehrerin Ildiko Boza Szakácsné, die in diesem Jahr von Englischlehrerin Viktoria Medvéné unterstützt wird. Denn zwar haben über die Hälfte der mitgereisten Jugendlichen seit zwei bis vier Jahren Deutschunterricht, aber die übrigen sprechen als Fremdsprache nur Englisch.

Die Schüler der Grundschule Általános Iskola, die in Ungarn bis zur achten Klasse geht, und des Gymnasiums, des Szepsi Csombor Márton Gimnasíum, sind zwischen zwölf und 16 Jahren alt. Sie sind bei Gastfamilien in Waldems und Weilrod, aber auch in Schmitten, Usingen und Neu-Anspach, dem gesamten Einzugsbereich der Max-Ernst-Schule untergebracht.

Das Besuchsprogramm sieht wieder viele interessante Punkte vor. Am Dienstag war eine Fahrt nach Frankfurt mit Besuch des Senckenbergmuseums und anschließender Shopping-Tour im Main-Taunus-Zentrum angesetzt. Am Mittwoch wird ein Ausflug in den Rheingau nach Rüdesheim gemacht. Am Donnerstag steht Köln mit Dombesichtigung und Besuch des Schokoladenmuseums auf dem Programm.

Am letzten Tag, dem Freitag, werden die Jugendlichen ins Seedammbad zum Schwimmen gehen, bevor am Nachmittag die Verabschiedung mit einem Grillfest an der Schule stattfindet.

Damit der Schüleraustausch nicht von finanziellen Nöten überschattet wird, hatte Diana Schöneich vom Verein Jugendförderung Weilrod eine großzügige Spende mitgebracht. „Es ist mir ein persönliches Anliegen, die internationalen Verbindungen zu fördern“, betonte Schöneich. Aber auch von der Gemeinde Waldems wird der Schüleraustausch immer unterstützt. Brigitte Hörning hatte auch die Grüße der beiden Bürgermeister von Waldems, Werner Scherf, und Weilrod, Axel Bangert, mitgebracht, die durch die Verschiebung des Begrüßungstermins bis in die Nacht nicht persönlich kommen konnten. Die Aufmunterung zu Beginn der Begrüßung durch die tänzerischen und musikalischen Vorführungen der 5c unter Leitung von Doris Kunselman kam gut an, bevor sich Ondrovic bei den Schülern beider Nationalitäten bedankte: „Ihr seid die Jugend, ihr seid die, die die Freundschaft auf beide Seiten bringen.“

Mittlerweile besteht die Partnerschaft zwischen der Gemeinde Waldems und Szikszó seit 23 Jahren. Und wie Hörning berichtete, sei ein weitere Baustein der Partnerschaft das Angebot an ungarische junge Menschen, in Waldemser Kindergärten ein Praktikum zu absolvieren. In diesem Jahr haben drei junge Leute das Angebot angenommen. Zur Verabschiedung des scheidenden Bürgermeisters Werner Scherf und Amtseinführung von dessen Nachfolger Markus Hies am 21. Mai um 19.30 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus von Waldems-Esch werde auch eine Delegation aus Szikszó erwartet.

 

Tag der offenen Tür 2015

13.02.2015

Legoraum und Schülerlounge heiß begehrt

RIEDELBACH - (mg). SCHULE Tag der offenen Tür der Max-Ernst-Schule in Riedelbach / Offene Ganztagsschule mit großem Regel- und vielfältigem Zusatzangebot

Die Max-Ernst-Schule in Weilrod-Riedelbach hat sich im Rahmen ihres Tages der offenen Tür eindrucksvoll der interessierten Öffentlichkeit präsentiert. Schüler der 9. und 10. Klassen führten die zahlreichen Besucher alle 15 Minuten durch die Schule, damit diese einen ersten Eindruck des modernen Gebäudes und seiner Inhalte erhielten. Besonders gefragt war Schulleiterin Ramona Ondrovic, die unermüdlich verschiedenste Fragen vor allem von Müttern, deren Kinder in weiterführende Schulen wechseln werden, individuell beantwortete. Die Haupt- und Realschule mit etwa 530 Schülern kann als offene Ganztagsschule mit Förderangeboten, Arbeitsgemeinschaften, Hausaufgabenbetreuung und warmem Mittagessen bis zur 10. Klasse besucht werden. Für die Berufswahlvorbereitung helfen externe Fachkräfte aus der Wirtschaft, interne Berufsmessen, Praktika und vieles mehr. Interessen und verborgene Talente versucht die Schule zu fördern, Schwächen zu minimieren. Während einige den Klassenraum R5a mit der Vorstellung des Fachbereichs Mathematik und Mathematikspiele oder Bruchrechnen im Raum der R6a lieber gar nicht erst betreten wollten, mussten sie quasi schon an den Haaren aus dem Biologieraum gezogen werden, so spannend empfanden sie die Ausstellung und die Möglichkeit zum Experimentieren. Informiert wurde über Chemie, Physik, Deutsch, Englisch, Französisch als zweite Fremdsprache oder parallel Naturwissenschaften und Kunst. Die Schule öffnete weit ihre Türen bis hin zur CNC-Maschine im Werkraum. Umfassend auch das Angebot der Schülerbibliothek, der Lehrküche, der Dreifelder-Sporthalle mit Kletterwand oder der Aufenthaltsraum mit Billard, Tischfußball, Dart oder Air Hockey.

In Riedelbach fühlen sich die Schüler gut aufgehoben – auch nach dem regulären Unterricht. „Wir haben seit Oktober ein neues Hausaufgabenkonzept entwickelt, das gut läuft“, berichtete Claudius Swietek, Konrektor und Koordinator der Ganztagsschule. Das individualisierte Modell bietet Schülern bei der Hausaufgabenbetreuung verschiedene Räume mit unterschiedlichen Schwerpunkten wie den Stille-, Team- oder Förderraum. Im Raum des sozialen Lernens unterstützen Sozialpädagoginnen die Kinder im Lernprozess. Neben der Betreuung im eigenen Trakt können die Schüler dort auch ihre Mittagspause mit der Möglichkeit zum Lesen, Ausruhen, Spielen oder Bewegen nutzen.

Heiß begehrt ist der Legoraum vor allem bei den jüngeren Jungs. Ältere Schüler ab der achten Klasse lieben die eigens für sie eingerichtete Schülerlounge mit Gelegenheit Kaffee, Tee oder Gebäck zu verzehren, in Zeitschriften zu blättern oder einfach nur zu chillen. Ferner dürfen sie die Computerplätze nutzen, um im Internet für Referate zu recherchieren.

Wer grundlegende Fertigkeiten und Kenntnisse vertiefen möchte, kann in den Hauptfächern Förderkurse belegen oder sich auf die Abschlussprüfungen vorbereiten. Dass die Schule nicht mit Angeboten im musisch-künstlerischen (Schulband, Musical, Theater) und sportlichen Bereich (Fußball, Klettern, Tischtennis) geizt, zeigten die Vorstellungen in den einzelnen Räumen unter anderem der Foto- oder Bastel-Arbeitsgemeinschaften. Des Weiteren präsentierten sich die Schüler mit viel Engagement als verantwortungsvolle Sanitäter, Köche, Verkehrserzieher, Programmierer und als Landeskundige von England, unterstützt von der Elternschaft, Förderverein, dem Schulelternbeirat und natürlich den Lehrkräften. Weitere Informationen im Internet unter www.max-ernst-schule.de.

 

MES Sieger im Mathematikwettbewerb 2014/15

27.01.2015

Kaiwen Li glänzt

Riedelbach. MATHEWETTBEWERB Max-Ernst-Schule zeichnet Sieger aus

RIEDELBACH - (sn). Am 4. Dezember vergangenen Jahres schwitzten hessenweit die Achtklässler über Matheaufgaben aus den Bereichen Geometrie, Algebra oder Prozentrechnung. Zum 47. Mal begann der landesweite Mathematikwettbewerb in Hessen.

Am Montagmorgen gab an der Max-Ernst-Schule in Riedelbach Mathematiklehrer André Falk die Namen der Schulsieger der ersten Runde vor den versammelten achten Klassen bekannt. In der Hauptschulklasse hatte Kaiwen Li die besten Ergebnisse. In den Realschulklassen landeten Tom Bördner und Leonard Stengel mit gleicher Punktzahl auf Platz drei. Den zweiten Platz belegte Anabel Winrich knapp hinter Luca Rieger, der alle Aufgaben korrekt gelöst hatte.

„Das war keine leichte Angelegenheit“, betonte Schulleiterin Ramona Ondrovic. Und Mathematiklehrerin Annelie Patzke-Joppe lobte ihre Schüler: „Einige von euch haben sich richtig reingekniet und viel dafür geübt.“ Entsprechend viele Einsen habe es gegeben. Die Schulsieger werden die Max-Ernst-Schule jetzt bei der zweiten Runde am 4. März an der Gesamtschule am Gluckenstein in Bad Homburg vertreten.

 

Siegerin im Vorlesewettbewerb der 6. Klassen

18.12.2014

Vorlesewettbewerb an der Max-Ernst-Schule

Riedelbach. Von Sabine Neugebauer
Orientalische Musik und das Stimmengewirr eines Basars erklangen im Musikraum der Max-Ernst-Schule in Riedelbach. Diese Geräusche stimmten die Sechstklässler auf den Vorlesewettbewerb ein, der unter dem Motto „1001 Nacht“ stand.

In einer „Fantasiewelt“

Denn als fremden Text galt es für die Klassensieger, jeweils ein Stück aus „Aladin und die Wunderlampe“ vorzulesen. „Begebt euch in eine Fantasiewelt“, gab die Organisatorin des Lesewettbewerbs, Gabriele Vorhagen, den Zuhörern mit auf den Weg. Aber zunächst war der bekannte Text an der Reihe. Dazu hatte sich Selina Aksu (R6a) das Buch „Level 4 – Die Stadt der Kinder“ von Andreas Schlüter ausgesucht. Durch ein defektes Computerspiel verschwinden alle Erwachsenen. Was für die Kinder zunächst wie das Paradies erschient, versetzt sie später in Angst.

Tommy Elwenn (R6b) entführte die Zuhörer in die Schlacht der fünf Heere aus „Der kleine Hobbit“ von J. R. R. Tolkien. Leona Okosa, die als Klassenzweite aus der H6 den erkrankten Klassensieger Deniz Bazdag vertrat, hatte „Narnia“ von Clive Staples Lewis mitgebracht, aus dem sie den Anfang vorlas. Aus der R6c schließlich war Elisa Heuser dabei, die aus „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“ von John Green las. Die Jury aus den Lehrern Burkhard Weckler und Andrea Schlosser sowie der Mutter Christina Fuchs und Vorjahressiegerin Cosmo Oeste beriet über Aussprache, Lesetempo und Betonung. Wurde der Text inhaltlich und atmosphärisch gut erfasst und umgesetzt?

Die Kriterien

Gelang es, die Stimmung des Textes an das Publikum zu vermitteln? War der Vortrag lebendig und eindrucksvoll gestaltet, nuancenreich und ohne übertriebene Theatralik? Diese Kriterien gibt der Börsenverein des Deutschen Buchhandels zur Bewertung vor. Denn bereits zum 56. Mal wird im Winter 2014/15 der bundesweite Vorlesewettbewerb durchgeführt, der damit eine der größten Aktionen zur Leseförderung ist. Nach der Beratung, in der das übrige Publikum sich einen Buchauszug als Hörspiel und einen Filmausschnitt zum Thema Aladin und die Wunderlampe anschauen durfte, erklärte die Jury Elisa Heuser zur Schulsiegerin. Diese wird die Max-Ernst-Schule nun im Kreisentscheid vertreten.

 

Weihnachtsfeier im Ganztagsbereich

17.12.2014
Quelle: Usinger Anzeiger

Hip-Hop und Gangnam

Riedelbach. Nachmittagsbetreuung des MES feiert Weihnachten

(sn). Die Tanzeinlagen der Tanz-AG gefielen den jungen Zuschauern so gut, dass sie ihre Darbietungen noch einmal wiederholen mussten. Mit Hip-Hop und Gangnam-Style in flotten Choreografien, die die Mädchen und der eine Junge unter Leitung von Jessica Weil einstudiert hatten, sahnten sie den Applaus der anderen Ganztagschüler ab. Am Montagnachmittag trafen sich die Mädchen und Jungs der Nachmittagsbetreuung am Schulcafé und im Musikraum, um sich gemeinsam auf Weihnachten einzustimmen.

Allerdings waren das einzig wirklich Weihnachtliche die Plätzchen und die Tischdekoration. Die Plätzchen hatten die Schüler am Donnerstag zuvor unter Leitung von Elisabeth Sommer und Claudia Neumann, den beiden Schulsozialpädagoginnen, ausgerollt, ausgestochen, dekoriert und gebacken. Und jetzt standen sie auf den Tischen bereit, die von der Papierbastel-AG unter Leitung von Christiane Winkler mit gefalteten Sternen geschmückt waren. Claudius Swietek vom Schulleitungsteam begrüßte Schülerinnen und Schüler, Betreuer und Eltern. Die Gitarren-AG unter Leitung von Friedemann Both steuerte das Lied „Einmal um die Welt“ zur Feier bei, während die Schulband, ebenfalls unter Boths Leitung, mit „Raves“, „Bring me to life“ und „Seven nation army“ den gut gefüllten Musikraum aufmischte. Und zur Feier des Tages hatte auch die Schülerzeitungs-AG eine Sonderausgabe mit Plätzchenrezepten, Rätseln, Witzen, Lustigem und Besinnlichem herausgebracht.

 

White Horse Theatre: Englisches Theater zu Gast an der MES

06.10.2014

Feuchter Beginn, schlimmes Ende

Riedelbach. White-Horse-Theatre warnt Schüler der Max-Ernst-Schule vor Alkoholkonsum

(sn). Jake wird wegen Ruhestörung verhaftet, Zola kommt mit Alkoholvergiftung ins Krankenhaus und Barney wird überfahren. Das drastische Ende des englischen Theaterstücks „Drinking for Dummies“ – gezeigt vom White-Horse-Theatre – führte den achten bis zehnten Klassen der Max-Ernst-Schule in Riedelbach – etwas überspitzt – die Gefahren des Alkoholkonsums vor Augen. Dabei fing alles ganz harmlos an. Zola, neu an der Schule, sucht Anschluss. Sie trifft auf den genauso schüchternen Barney. Jake und Tamsin wollen die beiden zusammenbringen und schlagen vor, auf eine Party zu gehen. Als fünfte „Person“ muss eine Schaufensterpuppe herhalten, die nach Bedarf von den Schauspielern mal mit Weste als Barkeeper, mit Mütze als Busfahrer oder mit roter Perücke als Freundin verkleidet wird. Jake hat seinem Vater drei Flaschen Wodka geklaut, die schon vor der Party die Runde bei den vieren machen. Zola, nicht an Alkohol gewöhnt, will eigentlich gar nichts trinken. Doch Jake bringt sie mit Tricks dazu, der Gruppenzwang tut ein Übriges. Und so kommt es zu dem schlimmen, von den Schauspielern nur noch erzählten Ende.

Damit die Schüler der Handlung besser folgen konnten, wurde im Unterricht vorab eine Zusammenfassung der Stücke gelesen, berichtete Englischlehrerin Sabine Rutner. Ohne jedoch den Ausgang zu verraten. Und natürlich wird auch noch im Unterricht hinterher über die Stücke gesprochen. Die Dialoge der Theaterstücke des White-Horse-Theatre sind der jeweiligen Klassenstufe angepasst, wie auch die Inhalte.

 

Autorenlesung von Maja Nielsen und Jochen Hemmleb

30.09.2014

Detektivische Spurensuche in eisigen Höhen

Riedelbach. LESUNG Maja Nielsen und Jochen Hemmleb stellen den Schülern der Max-Ernst-Schule ihr Buch vor / Wer war der Erstbesteiger des Mount Everest?

RIEDELBACH - (sn). Sie ist immer auf der Suche nach spannenden Geschichten. Und mit der detektivischen Suche nach den möglichen Erstbesteigern des Mount Everest hatte Autorin Maja Nielsen wieder eine gefunden und niedergeschrieben. Geholfen hat ihr dabei Bergsteiger und Geologe Jochen Hemmleb.

Gemeinsam stellten sie das Buch „Mount Everest – Spurensuche in eisigen Höhen“ am Montagmorgen den Schülerinnen und Schülern der Max-Ernst-Schule in Riedelbach vor.

Mit 16 Jahren las Hemmleb, der schon von Kindesbeinen an mit seinem Vater zum Bergsteigen loszog, das erste Buch über die Frage, ob die beiden Engländer George Mallory und Andrew Irvine vielleicht nicht doch den Gipfel des Mount Everest bereits 1924, 29 Jahre vor Sir Edmund Hillary und Sherpa Tenzing Norgay erreicht haben. Und seitdem ließ ihn dieses Rätsel nicht mehr los.

Er sammelte in detektivischer Kleinarbeit Hinweise, befragte Bergsteigerkollegen, wertete Fotos aus. So konnte er das Suchgebiet schließlich eingrenzen. 1999 initiierte Hemmleb mit internationaler Hilfe eine Suchexpedition. Und die fand den Leichnam von George Mallory.

Doch eine Kamera mit einem belichteten Film, dessen Bilder beweisen könnten, dass sie den Gipfel erreichten, wurde nicht entdeckt. „Die Story ist noch nicht zu Ende“, bekannte Hemmleb. Denn es gibt auch Hinweise auf Andrew Irvine, dessen Leiche ein chinesischer Bergsteiger 1960 gesehen haben will. „Der Mount Everest ist wie eine Zeitkapsel“, sagte der Wahlsüdtiroler, der noch drei weitere Male am Mount Everest war.

Im Zwiegespräch brachten Nielsen und Hemmleb diese Geschichte den aufmerksam lauschenden Kindern spannend näher. Die Autorin las Ausschnitte aus dem Buch vor, spielte aus dem Hörbuch ein Tondokument vom Funkverkehr am Mount Everest ab und zeigte Fotos aus dem Buch.

Schließlich gab Deutschlehrerin Gabriele Vorhagen den Kindern die Möglichkeit, Fragen zu stellen, was diese mit Eifer nutzten. So wollten sie wissen, was mit den Dingen passiert sei, die die Forscher vom Fundort Mallorys mitbrachten und warum sie den Leichnam nicht vom Berg geholt hatten. Es sei Wunsch der Familie gewesen ihn dort zu belassen und die Fundstücke, wie Armbanduhr und Bergstiefel seien jetzt im Archiv der National Geographic Society.

Aber auch die Frage, wie viele Menschen denn schon am Mount Everest umgekommen sind, kam auf. Und das ist eine beeindruckende Anzahl von 240. Abschließend umringten die Mädchen und Jungs den Bergsteiger und ließen sich die mitgebrachten Ausrüstungsgegenstände wie die Sauerstoffmaske und Pickel zeigen.

Das Buch aus Reihe „Abenteuer! Maja Nielsen erzählt“ ist mit historischem Bildmaterial, Fotos vom Hemmlebs Expediton, Dokumenten und Grafiken sehr anschaulich aufbereitet und mit vielen Informationen versehen. Und ab jetzt ist es natürlich auch in der Schulbibliothek der Max-Ernst-Schule auszuleihen.

 

Ferienbetreuung an der MES

08.09.2014

Wie der Spitzwegerich zum Heiligenschein kam

Riedelbach. FERIENBETREUUNG Informative Tour für Max-Ernst-Schüler mit Kräuterfachfrau Monika Reuter-Heilhecker

RIEDELBACH - (sn). Schafgarbe, Spitzwegerich, Beifuß, Brennnessel, Labkraut oder Huflattich, was vielen Gartenbesitzern als Unkraut ein Dorn im Auge ist, kann – richtig angewendet – manches Leiden lindern. Kräuterfachfrau Monika Reuter-Heilhecker berichtete den Kindern der Ferienbetreuung an der Max-Ernst-Schule auf einer Wanderung davon.

Den Tipp, sich ein Spitzwegerichblatt in den Schuh zu legen, wenn man sich unterwegs ein Blase läuft, musste glücklicherweise keins der sechs Jungs und ein Mädchen anwenden. Aber dennoch sammelten sie fleißig Blätter dieses Krauts ein, denn einerseits rührten sie später zurück in der Schule eine Salbe davon, aber einige Blätter wurden auch zusammen mit Brennnessel, Sauerampfer, Knoblauchrauke, Schafgarbe und Löwenzahn zu einer schmackhaften, gesunden Kräutersuppe und Kräuterbutter verarbeitet. Ein Tee aus Spitzwegerichblättern helfe auch gegen Husten, erläuterte die Kräuterfachfrau weiter. Und noch mehr gute Eigenschaften besitzt dieses Kraut. Und darum erzählte Heilhecker auch die kleine Geschichte, wie der Spitzwegerich zu seinem Heiligenschein kam. Ein Wanderer, der auf seinem Weg mehrere gesundheitliche Unbilden erlitt, konnte sich immer wieder mit dem Spitzwegerich helfen. Darum bat er Gott, diesem unscheinbaren Kraut doch etwas Schönes zu verleihen und das war der kleine Blütenkranz, der wie ein Heiligenschein um den dunklen Blütenkopf steht.

Auf dem Weg an der Riedelbacher Heide vorbei zeigte die Phytotherapeutin den Schülern aber auch einige Giftpflanzen wie die Eibe, den Rainfarn oder den Fingerhut. „Johanniskraut ist die beste Heilpflanze, die wir haben“, erläuterte Heilhecker und zerrieb derweil einige der gelben Blütenblätter zwischen den Fingern. Und siehe da, sie wurden violett-rot. Sechs Wochen in Olivenöl eingelegt entfalten die Blüten ihre Wirkung bei offenen Wunden und Magenschmerzen.

Moritz kannte auch schon den Trick, wie man Brennnesseln ernten kann, ohne sich zu verbrennen, nämlich die Blätter von unten nach oben zu fassen. „Wenn ihr euch trotzdem mal verbrennt, könnt ihr Spitzwegerich drauf machen“, empfahl die Wanderführerin. Einem Wanderer, der der Gruppe entgegenkam, drückten die Kinder einen Stengel Beifuß in die Hand, denn gerade hatten sie gehört, das diese Pflanze Kraft gebe. Aber eine Salbe davon hilft auch gegen kalte Füße. Auch als Gewürzpflanze für fettes Essen ist sie bekannt. Maurice packte seine „Wundertüte“ voll mit Blättern und schnuppert daran, denn sie entfalteten ihr Aroma.

 

Abschlussfeier 2014

14.07.2014

Abschied von den „süßen Stöpseln“

RIEDELBACH. (sn). „ We will miss you – Wir werden euch vermissen,“ stand in großen Lettern auf den Schildern, die Doris Kunselman, Christian Logan Müller, Burkhardt Weckler und Tobias Weigel hochhielten. „Bilder von euch überdauern bis in alle Zeit“ sangen sie.

Zu Ehren der Schulabgänger hatten die vier Lehrer ein gesangliches und tänzerisches, schwungvoll-rhythmisches Medley einstudiert, für das sie stehende Ovationen der rund 500 Gäste des Abends erhielten. In der Turnhalle der Max-Ernst-Schule in Riedelbach wurden am Freitagabend die insgesamt 96 Schüler der drei Realschulklassen und der Hauptschulklasse verabschiedet. „Ich wusste immer, dass wir tolle Lehrkräfte an der Schule haben“, staunte selbst Schulleiterin Ramona Ondrovic über die Darbietung der vier Lehrer. Sie freute sich, dass 65 Prozent der Hauptschüler aus der Klasse von Tobias Weigel sowie 62 Prozent der Realschüler der Klassen von Jutta Oesten-Appelhoff, Herbert Endlein und Oliver Stengl den qualifizierenden Abschluss erreicht haben. „Wir entlassen euch in eine neue Welt, in eine Welt, die sich rasant entwickelt“, betonte Ondrovic Sie riss die technische Entwicklung von der Dampfmaschine bis zum Smartphone kurz an. Die technische Welt berge jedoch auch Gefahren, mahnte sie. Direkte Kommunikation von Mensch zu Mensch finde immer seltener statt. Stimme, Betonung, Gestik und Mimik gehörten jedoch dazu. „Ich wünsche euch wahre Freunde aus Fleisch und Blut“, so die Schulleiterin abschließend.

Weilrods Bürgermeister Axel Bangert befand, dass Schule mit solchen Lehrern Spaß mache. „Besinnen Sie sich auf Ihre Stärken“, gab er den Schulabgängern mit auf den Weg. Schulelternbeiratsvorsitzender Wolfgang Mairon dankte allen und zitierte den deutschen Rapper Sido: „Sei du selbst, denn die anderen gibt es schon.“ Für alle Klassenlehrer sprach Tobias Weigel, der sich erinnerte, wie die heutigen jungen Damen und Herren als „süße Stöpsel“ in die Max-Ernst-Schule gekommen seien. Ein Jahrgang von freundlichen jungen Menschen sei es, der jetzt vielleicht mit etwas Zukunftsangst auf den neuen Lebensabschnitt blicke. „Viele vor euch haben es geschafft“, beruhigte er sie. Die Klassenbesten aus den vier Klassen -Annalena Hasse (H9), Patrick Gregorius und André Wild (R10a), Rebecca Moses und Jonas Mühle (R10b), Kilian Wietschorke (R10c)- zeichnete der Vorsitzende des Fördervereins Andreas Scharrer mit einem kleinen Präsent aus. Als „eigenständig, mutig, offen“ bezeichnete Vertrauenslehrerin Stephanie Keller das Team der Schulsprecherinnen Sara Hilke, Magdalena Penner und Rebecca Moses. „Ihr habt Schule mitgestaltet“, lobte sie die drei. In feierlicher Zeremonie überreichten Ondrovic und der jeweilige Klassenlehrer die Zeugnisse an die Schulabgänger. Und jede Klasse hatte auch ein Präsent für den Klassenlehrer. Zum Abschluss trugen alle Zehntklässler ein Medley vor, bevor Schüler, Eltern, Großeltern und Lehrer im Schulgebäude das dort vom Team des Schulcafés ausgerichtete Buffet stürmten.

 

Preisverleihung an der Max-Ernst-Schule

09.07.2014

Sport, Englisch, Mathe, Big Challenge und Känguru

RIEDELBACH. (sn). Max-Ernst-Schüler in Riedelbach für Leistungen geehrt / Für Herbst Schach-AG geplant

Ob in Sport, Englisch oder Mathematik, bei den Bundesjugendspielen, der „Big Challenge“ oder dem Känguru-Wettbewerb, die Schülerinnen und Schüler der Max-Ernst-Schule in Riedelbach messen sich in vielen Fächern. In der Schülervollversammlung wurden die Besten geehrt. Nachdem Margrit Sachs die Klassensieger der Bundesjugendspiele vorgestellt hatte, rief sie die Jahrgangssieger jeweils der Mädchen und Jungs auf die Bühne. In der fünften Jahrgangsstufe waren dies Ines Michael und Max Brodkorb, bei den Sechstklässlern Julia Gamm und Jan Unrau. Bei den Siebten siegten Jessica Pauli und Leon Hudert, in der achten Jahrgangsstufe waren Michelle Rose und Sven-Christopher Ludwig am sportlichsten, bei den Neuntklässlern waren Kim Herget und Marvin Wermes am besten und aus der zehnten Klasse Patrick Gregorius. Mit 1296 Punkten errang Jessica Pauli aus der R7a den Schulsieg bei den Mädchen. 1530 Punkte brachten Sven-Christopher Ludwig den Schulsieg bei den Jungs ein.

Englischlehrerin Sabine Rutner bat die Sieger der „Big Challenge“ nach vorne. Von den 70 Teilnehmern aus den Reihen der Sechstklässler freuten sich Sarah Leisinger über den dritten Platz, Rico Hesse über den zweiten Platz und Franziska Hoetschl über den Schulsieg. Der weiteste Känguru-Sprung der nacheinander richtig gelösten Mathematikaufgaben gelang Jana Seel, Klassensiegerin der R7a, die auf dem zweiten Platz in der Schulrangfolge landete. Den ersten Platz errang die Klassensiegerin der R7b Rebecca Horn, wie Mathematiklehrerin Jasmin Schreinert mitteilte. Greta Fries aus der R7b erreichte den dritten Platz der Schulrangfolge. Ben Keiper trug den Klassensieg in der R7c davon.

Aber nicht nur in Schulfächern spornt der Wettbewerb die Schüler zu besseren Leistungen an. Auch die Sieger des Sauberkeitswettbewerbs wurden am Montag ausgezeichnet. Wie Margit Sachs berichtete, hätten die Klassen übers Jahr Punkte gesammelt. So nahmen Klassensprecher Eric für die R7b auf dem dritten Platz, Klassensprecherin Kaja für die R6c als Zweitbeste und Klassensprecherin Vanessa für die R5b als Sieger die Gutscheine über „Hausaufgabenfrei“ als Belohnung entgegen.

 

Ferienbereuung an der Max-Ernst-Schule

05.07.2014

Natur steht im Mittelpunkt der Ferienbetreuung

RIEDELBACH. (sn). In der letzten Woche der Sommerferien, vom 1. bis 5. September, bietet die Max-Ernst-Schule in Riedelbach in Zusammenarbeit mit der Umweltgruppe der Lokalen Agenda 21 Weilrod eine Ferienbetreuung – nicht nur für Schüler der Riedelbacher Schulen – an. Es sind noch wenige Plätze frei. Kinder und Jugendliche ab der dritten Klasse können teilnehmen.

Der thematische Schwerpunkt liegt auf Natur und Umwelt. So werden mit Petra Wittich Fledermauskästen gebaut, Monika Reuter-Heilhecker bietet eine Kräuterwanderung mit anschließendem Verarbeiten der gesammelten Pflanzen an, Bhavana Kaiser vermittelt Wissenswertes über Wald und Windkraft. Die Betreuung beginnt ab 8 Uhr, es wird gemeinsam gefrühstückt, um 9 Uhr sollten alle da sein. Die Betreuung endet um 15 Uhr nach dem gemeinsamen Mittagessen. Wenn jemand länger bleiben muss, bitte bei der Anmeldung angeben. „Wir werden bei hoffentlich gutem Wetter viel draußen unternehmen, also sollten die Kinder entsprechende Kleidung anhaben“, empfiehlt Schulsozialpädagogin Elisabeth Sommer. Mittags wird gemeinsam gekocht und gegessen, also benötigt jedes Kind eine Schürze. Der Beitrag für die Verpflegung und Getränke beträgt 35 Euro pro Person. Der Betrag wird am ersten Tag der Betreuung eingesammelt. Anmeldungen erfolgen über das Schulsekretariat bis zum 24. Juli, Telefon 06083 / 956990 oder per E-Mail unter sommer.elisabeth@mes.hochtaunuskreis.net.

 

Waldtag der fünften Klassen

18.06.2014

Wiedehopfhaue und Wuchshülle

RIEDELBACH Waldtag der fünften Klassen der Max-Ernst-Schule Riedelbach / Forsswirtschaft und Wild

(sn). Wiedehopfhaue und Packhaken, Maßband und Kluppe, Schnittschutzhose und Motorsäge, dies alles gehört zur Ausrüstung eines Forstarbeiters. Forstwirtschaftsmeister Lars Möller führte auch den Umgang damit vor. Beim Schulwaldtag der 5. Klassen der Max-Ernst-Schule in Riedelbach war die Station Wald und Mensch einer von vier Themenbereichen.

In Zusammenarbeit mit dem Forstamt Weilrod hatte Biologielehrer Reinhard Bubenik diese traditionelle Schulveranstaltung organisiert. Die 84 Kinder der drei 5. Klassen wurden in vier Gruppen aufgeteilt, die von Station zu Station zogen. „Die Rehböcke bekommen im Frühjahr ein neues Geweih. Und wenn der Bast juckt, dann wollen sie ihn abschaben“, erklärte der Forstwirtschaftsmeister und zeigte auf einen jungen Ahornbaum, an dem sich die Rinde ablöste. Denn so ein junger Baum eignet sich prima, um das Gehörn zu kratzen. Aber gerne knabbern die Rehe auch an den Triebspitzen. Und dann kann sich der junge Schössling nicht zu einem Baum mit einem vom Forst gewünschten geraden Stamm entwickeln.

Also schützen die Förster entweder den ganzen Jungbestand mit einem Zaun oder sie „verpacken“ jeden Jungbaum einzeln in einer Kunststoffröhre, Wuchshülle genannt. „Das wirkt wie ein Treibhaus“, erklärte Möller. Und er berichtete weiter, dass diese Wuchshüllen aus verrottbarem Kunststoff gefertigt sind und eine Sollbruchstelle haben. So muss die Wuchshülle später nicht mehr eingesammelt werden.

„Wir wollen astfreies Holz“, betonte er und zeigte mit einer teleskopartig ausfahrbaren Astsäge, wie die Zweige dicht am Stamm entfernt werden. Die Motorsägen beeindruckten vor allem die Jungs, denn Möller hatte einige mitgebracht, darunter eine alte von 1960, die noch ein drehbares Schwert besitzt. Und insbesondere bei der Arbeit mit der Motorsäge sei die Ausstattung des Waldarbeiters mit Schutzkleidung nötig. Sicherheitsschuhe mit Stahlkappe und Schnittschutz, Schnittschutzhose und Schutzhelm mit Gehör- und Gesichtschutz seien Pflicht. Aber auch die leuchtend rot-gelbe Kleidung sei sicherheitsrelevant, damit der Waldarbeiterkollege immer sehen könne, wo sich der andere aufhalte.

Und falls doch mal etwas passiere, gebe es im Wald verteilt sogenannte Rettungspunkte mit Nummern. An diesen Punkten gebe es immer Handyempfang. Und sie seien in den Karten der Rettungsdienste eingezeichnet, sodass bei einem Notruf auch von anderen Waldnutzern wie Radfahrern oder Joggern unter Angabe dieser Nummer schnell Hilfe vor Ort eintreffe.

Aber lange vor den Fällen der Bäume komme auch das Pflanzen. Die junge Fichte, die Möller in der Tasche dabei hatte, wurde an diesem Tag etliche Male gepflanzt – und für die nächste Gruppe wieder herausgezogen.

 

Gewinner beim Börsenspiel der Taunussparkasse

04.02.2014

Wirbelwind im Finanzdschungel

Riedelbach. PLANSPIEL BÖRSE Gruppe „Taunussturm“ der Max-Erst-Schule Riedelbach spekuliert sich auf Platz drei

(sn). Eine Rendite von 3,68 Prozent innerhalb von zehn Wochen, das wünscht sich so mancher. Die Gruppe „Taunussturm“ erreichte dies – aber nur fiktiv. Denn von der Klasse R10b der Max-Ernst-Schule in Riedelbach nahmen im Herbst 2013 vier Teams am Börsenspiel der Sparkassen-Finanzgruppe teil. Und Dominik Grossmann, Marvin Moses und Stephan Pankratz („Taunusssturm“) verwalteten ihr Startkapital von 50000 Euro so gut, dass sie zum Spielende 51839,49 Euro Depotwert besaßen. Das reichte für den dritten Platz unter den Mitspielern, die von der Taunus Sparkasse betreut wurden. Am Montagmorgen überreichten Oliver Grundl, Regionalfilialleiter Usingen, und Noel Niklas Hofman, Kundenberater und Jugendbetreuer in der Filiale Neu-Anspach, den Jugendlichen ihre Urkunden und den Gutschein über 150 Euro. Das Planspiel Börse ist eine europaweite Initiative der Sparkassen-Finanzgruppe, die sich in erster Linie an Schüler und Studenten wendet. Gehandelt wird dabei mit den Kursen realer Börsenplätze. „Wir haben voll auf Aktien gesetzt, vor allem auf Celesio, aber auch auf Volkswagen“, blickte Dominik zurück. Grundl freute sich, dass er wieder hierher kommen durfte, denn bereits im vergangenen Jahr konnte er einem Team der Max-Ernst-Schule einen Preis überreichen. Er wies dabei auch auf den Service der Taunus Sparkasse hin, die im Vorfeld einen Spezialisten für Wertpapieranlage zur Vorbereitung des Planspiels in die Klassen schickt. Weitere Informationen unter: www.planspiel-boerse.de.

 

Tag der offenen Tür 2014

03.02.2014

Persönliche Betreuung jedes einzelnen Schülers

Riedelbach. MAX-ERNST-SCHULE Tag der offenen Tür für derzeitige Viertklässler / Angebot: Kunstklasse

(df). Zwar zögerlich, aber am Ende füllten sich die Stuhlreihen zur angesetzten Informationsveranstaltung für interessierte Schüler und Eltern doch: Die Riedelbacher Max-Ernst-Schule hatte am vergangenen Samstag zum Tag der offenen Tür geladen. Demografischer Wandel hin, landesweiter Rückgang der Schülerzahlen her – die Haupt- und Realschule setzt auf die persönliche Betreuung ihrer Schüler: Heike Scharfe-Diebel, die an diesem Vormittag in Vertretung der Schulleitung die Präsentation in der Mensa übernommen hatte, ließ keinen Zweifel daran aufkommen, dass man die Bildungseinrichtung mit einem ausgefeilten Konzept in die Zukunft führen will.

Obwohl sie eine „kleine, überschaubare, persönliche Schule“ sei, meinte die Lehrerin, sei sie mit derzeit 530 Schülern dennoch die zweitgrößte Haupt- und Realschule im Hochtaunuskreis. Dass die Schülerzahlen trotz rückläufiger Geburtenzahlen stiegen, bestätige das Konzept der Schule und die Arbeit des Lehrkörpers.

Top Ausstattung

Die Schulausstattung kann sich sehen lassen: Große Mensa, die als Veranstaltungsraum mit Bühne und entsprechender Technik genutzt werden kann, Schulküche, ein „super ausgestatteter“ Werkstattbereich, EDV-Räume mit 30 PC-Arbeitsplätzen und Whiteboard, Outdoor-Kletterfelsen sind da nur einige Beispiele.

Überhaupt werde den Eleven der neuen fünften Klassen die Eingewöhnung leichtgemacht. Der Klassenlehrer werde zur Bezugsperson, der Klassenverband gefördert und nach dem Fachlehrerprinzip erfolge später die Ausweitung des Fächerkanons. Und wer Schwierigkeiten habe, für den gebe es Förderkurse.

Für Viertklässler mit einem eindeutigen Hang zur Kunst und zum Kreativen bestehe auch die Möglichkeit, sich für die Kunstklasse zu bewerben. Die allerdings habe nachmittags dann zusätzlichen Unterricht.

Und als Ganztagsschule wird den Schülern auch nachmittags etwas geboten. Nach dem Mittagessen kann man sich in verschiedene Angebote, einschließlich Hausaufgabenbetreuung, einwählen.

Mit vielen Informationen im Kopf konnten sich dann vor allem die angehenden Fünftklässler im Schulgebäude einen handfesten Eindruck verschaffen. Denn Lehrer und Schüler hatten einiges vorbereitet. Pennäler führten die Besucher in kleinen Gruppen alle 15 Minuten durch die Schule.

In den Klassenräumen stellten sich die einzelnen Fachbereiche vor und die potenziellen Newcomer konnten viel selbst ausprobieren, vor allem in der Werkstatt, wo die Arbeit einer CNC-Maschine bestaunt werden konnte, und im Kunstraum, während fetzige Rockmusik der Schülerband durch das Foyer hallte.

Für Leseratten hielt die Schülerbibliothek Infos bereit – auch zur Arbeit der Schülervertretung. Zusätzlich gab es Infostände vom Förderverein und vom Elternbeirat.

Recht anschaulich wurde den potenziellen Debütanten im Sanitätsraum nähergebracht, was das von der Schule geförderte Konzept „Schüler übernehmen Verantwortung“ eigentlich bedeutet: Ein bereits ausgebildeter Schulsanitäter stand erstaunten Eltern mit ihren Kindern an diesem Vormittag Rede und Antwort zu lebenserhaltenden Sofortmaßnahmen und demonstrierte Herzmassage sowie künstliche Beatmung.

Auch das ist an der Max-Ernst-Schule möglich: Eine qualifizierte Ausbildung zum Schulsanitäter, in über 40 Unterrichtsstunden durch den Malteser Hilfsdienst durchgeführt, könnte einen Einstieg in einen zukünftigen Beruf darstellen.

 

Weihnachtsfeier an der Max-Ernst-Schule

18.12.2013

Moderne Version der Weihnachtsgeschichte

Riedelbach. SCHULE Weihnachtsfeier der pädagogischen Nachmittagsbetreuung an der Max-Ernst-Schule in Riedelbach

(sn). Selbstbewusst stand Leadsängerin Viktoria auf der Bühne im Musikraum der Max-Ernst-Schule. Zusammen mit der Schulband unter Leitung von Friedemann Both interpretierte sie Rocksongs wie „Seven nation army“ und „What do you want from me“. Und das Publikum aus rund 70 Kindern und Jugendlichen ging mit.

Die Weihnachtsfeier der pädagogischen Nachmittagsbetreuung an der Riedelbacher Haupt- und Realschule wurde aus den Angeboten des Nachmittags heraus gestaltet. So sorgte die Schulband, die in dieser Zusammensetzung erst ein halbes Jahr zusammen spielt, für die fetzige Untermalung. Die Tanz-AG von Jessica Weil hatte einen kleinen Weihnachtstanz einstudiert und bot so etwas fürs Auge. Gemeindepädagoge Volkmar Janke hatte mit einer Handvoll Schülern ein kleines Theaterstück einstudiert, eine moderne Version der Weihnachtsgeschichte. Und unter Leitung von Christiane Winkler war die Tischdekoration im Kurs „Kreatives Gestalten mit Papier“ entstanden. Auch die Schülerzeitungs-AG hatte ihre erste Sonderausgabe mit Rätseln, Plätzchenrezepten und Interviews fertiggestellt und verteilte sie. Einige Tage zuvor hatten die beiden Sozialpädagoginnen Claudia Neumann und Elisabeth Sommer mit den Kindern die Plätzchen gebacken, die nun bereitstanden. Konrektor Claudius Swietek begrüßte die Kinder und bedankte sich bei den Betreuern und AG-Leitern der pädagogischen Nachmittagsbetreuung. Und Schulleiterin Ramona Ondrovic nutze die Gelegenheit sich von Doris Köppe zu verabschieden, die seit zwölf Jahren in der Nachmittagbetreuung tätig war. Sie lobte ihre Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit.

 

Sponsorenlauf "Gesunde Kinder wandern für kranke Kinder"

06.12.2013

Wenn gelehrige Hunde zu Händen werden

Riedelbach. SCHULE Vita Assistenzhunde bedankt sich in Max-Ernst-Schule

(sn). „Wir sind sehr, sehr stolz auf euch“, wandte sich Ramona Ondrovic, Schulleiterin der Max-Ernst-Schule in Riedelbach, an die in der Mensa versammelten Kinder. Die Schülerinnen und Schüler der 5. und 6. Klassen hatten gemeinsam mit den Kindern der benachbarten Grundschule „Am Sommerberg“ am 26. September eine Wohltätigkeitswanderung durchgeführt und damit die beachtliche Summe von 12 100 Euro erlaufen.

Am Donnerstagvormittag kamen nun die Empfänger der einzelnen Spendensummen nach Riedelbach, um sich zu bedanken. Da die vom Rotary-Club Usingen organisierte Wohltätigkeitswanderung unter dem Motto „Gesunde Kinder wandern für kranke Kinder“ stand, hatten die Kinder zusammen mit den Kollegien der Schulen mehrere Einrichtungen ausgewählt, an die das Geld fließt.

Den größten Anteil mit 6 000 Euro erhält der Verein Vita Assistenzhunde, der Hunde zur Begleitung schwer behinderter Kinder ausbildet. Thorsten Hormann und sein Sohn Can (11), der auf den Rollstuhl angewiesen ist, führten mit Golden Retriever Mr. Winter vor, was so ein Assistenzhund leisten kann. Besonders das Aufheben und Holen von Gegenständen macht dem Hund sehr viel Freude, da dies seinen Anlagen entgegenkommt. „Hunde lernen am besten durch Belohnungen“, erläuterte Hormann den jungen Zuhörern. Auch das Mithelfen beim An- und Ablegen der Leine gehört zu den etwa 50 Kommandos, die Mr. Winter beherrscht. 2 100 Euro gehen an die Initiative zur weltweiten Ausrottung der Kinderlähmung. Hier arbeitet der Rotary Club mit dem UN-Kinderhilfswerk UNICEF und der Weltgesundheitsorganisation WHO zusammen.

Wie Donald Fitzgerald vom Rotary Club, der den Sponsorenlauf maßgeblich organisiert hat, mitteilte, gebe die Bill Gates Stiftung noch einmal das Doppelte des erlaufenen Geldes hinzu. Für das Gesundheitszentrum des Kinderdorfes Munaychay in Peru konnte Dr. Dieter Arnold 1 400 Euro in Empfang nehmen. Und er bedankte sich mit einem kleinen Zaubertrick als Vorgeschmack auf die angekündigte Zauberschau. Dann wolle er auch Bilder aus Peru mitbringen.

 

Vorlesewettbewerb der 6. Klassen

05.12.2013

Nur Lesen beflügelt Fantasie

Riedelbach. VORLESEWETTBEWERB Max-Ernst-Schule Riedelbach ermittelt ihre Schulsieger

(sn). Eine kunterbunte Decke, die Geschichten erzählen kann, ein spannender Schwertkampf, ein ungeliebter Besuch, ein ekliges Tintenmonster und die beiden Zwillinge Luise und Lotte, die sich vorher noch nie gesehen hatten – davon lasen die fünf Klassensieger vor. Am Dienstagvormittag fand die Ausscheidungsrunde im Vorlesewettbewerb an der Max-Ernst-Schule in Riedelbach statt, um die Schulsieger zu ermitteln. Im Musikraum der Schule hatten sich die Mitschüler der Klassensieger aus den sechsten Klassen eingefunden. Und auch die Jury, die sich aus den beiden Müttern Cordula Irrgang und Christina Fuchs, den beiden Vorjahressiegerinnen Alicia Pohle und Selina Horn sowie den Lehrern Ramona Ondrovic, Marlies Wiedenau und Oliver Stengl zusammensetzte.

Deutschlehrerin Gabriele Vorhagen hatte alles organisiert. Zunächst stellten Paul Demel, Cosmo Oeste, Tim Blecher, Jasmin Schumann und Natalie Kraus knapp ihre Lieblingsbücher vor, aus denen sie kurze Szenen vorlasen. In der nächsten Runde lag ein unbekannter Text als Leseaufgabe vor. Vorhagen hatte hier das Kapitel „Clodwig hat eine Brille“ aus „Der kleine Nick“ ausgewählt. Während sich die Jury zur Beratung zurückzog, hörten die Kinder eine weitere Stelle aus diesem Hörbuch, vorgetragen von Rufus Beck. Nach einer langen Viertelstunde kehrte die Jury aus der „Klausur“ zurück. Aus den Realschulklassen hatte Cosmo Oeste überzeugt, während sich aus der Hauptschulklasse Tim Blecher durchsetzte. Beide erhielten ihre Urkunden und Buchgeschenke aus den Händen von Vorhagen. Die kommissarische Schulleiterin Ramona Ondrovic findet den Vorlesewettbewerb, der seit 1959 bundesweit durchgeführt wird, „total klasse“. „Nur durchs Lesen kann man seine Fantasie entwickeln“, betonte sie. Der Vorlesewettbewerb, der jährlich vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels ausgeschrieben wird, mache auf Bücher aufmerksam. „Gute Leser können für andere Schüler ein Vorbild sein“, sah Ondrovic einen weiteren Effekt dieser Aktion.

 

Schülerausstellung im Rathaus Rod an der Weil

05.12.2013

Schüler-Kunst bereichert Rathaus

Rod. SCHULE Erste Kunstklasse der MES stellt in Rod an der Weil aus

ROD AN DER WEIL - (sn). Kunterbunte „Durchblicke“ begleiten derzeit die Besucher des Weilroder Rathauses ins Obergeschoss. Die erste Kunstklasse der Riedelbacher Max-Ernst-Schule (MES) -jetzt bereits in der 9. Jahrgangstufe- hat sich im Kunstunterricht mit dem Thema Parallelperspektive beschäftigt. Sorgfältig mit Bleistift und Lineal konstruiert, gewähren die gezackten Löcher Durchblicke in tiefere Ebenen. Mit knalligen Deckfarben und feinen Pinseln gestaltet leuchten sie jetzt bis Ende Januar im Treppenhaus des Rathauses.

Sehr im Gegensatz dazu stehen die Arbeiten der 10. Klassen. Nach dem Vorbild des deutschen Malers Gerhard Richter sind die Schwarz-Weiß-Arbeiten zum Thema „Leere“ entstanden. Ein einsames Boot am Strand, eine verfallende Kirche mit leeren Fenstern, ein weites Meer haben die Schüler hierzu thematisiert. Im Bürgerbüro stimmen die Bilder „Dorf im Winter“ der fünften Klassen die Besucher auf die kalte Jahreszeit ein. Und zwei Masken aus dem Wahlpflichtunterricht der neunten Klassen „beobachten“ alles, was im Bürgerbüro vor sich geht.

„Ihr seid wirklich Künstler“, lobte Bürgermeister Axel Bangert die Jugendlichen. „Das ist eine Riesen-Bereicherung und verschönert das Rathaus“, betonte der Bürgermeister. Burkhard Weckler, Fachbereichsleiter Kunst an der MES, freute sich, jetzt die Früchte ernten zu können, die in der 5. Klasse gesät wurden. Es habe sich richtig gelohnt, die Kunstklasse an der Schule installiert zu haben. Auch die Schülerinnen und Schüler blickten gerne zurück.

 

Berufsbildungsmesse in der Max-Ernst-Schule

29.11.2013

Attraktive Berufe ganz in der Nähe

Riedelbach. BERUFSMESSE Schüler der Max-Ernst-Schule informieren sich über mögliche Jobs im Usinger Land / Bangert dankt Firmen

(sn). Zerspanungs- oder Werkzeugmechaniker, Elektroniker oder Bodenleger, hauswirtschaftlicher Helfer oder Altenpflegehelferin, Bankkaufmann oder Verwaltungsfachangestellte, einen kleinen Ausschnitt vieler möglicher Berufe konnten die Schüler der Max-Ernst-Schule am Mittwochvormittag kennenlernen. Zum vierten Mal hatte die Riedelbacher Haupt- und Realschule eine Berufsmesse in der Mensa organisiert.

Konrektor Claudius Swietek begrüßte die Vertreter der Firmen aus Weilrod und dem Umkreis bis nach Usingen und bedankte sich bei ihnen, dass sie sich die Zeit genommen hatten. Auch Bürgermeister Axel Bangert freute sich über das Engagement der Firmen „die in und um Weilrod ihrem Handwerk nachgehen“. Das könne den Jugendlichen den Start in die Arbeitswelt erleichtern, ohne dass diese bis nach Frankfurt oder in die „große, weite Welt“ fahren müssten. Auch hier gebe es attraktive Arbeits- und Ausbildungsplätze. „Bewaffnet“ mit den gemeinsam erarbeiteten Fragelisten arbeiteten sich die Neunt- und Zehntklässler von Stand zu Stand. Die von Arbeitslehre-lehrerin Angelika Beier gestellte Aufgabe war, sich einen Beruf auszuwählen und möglichst viel über ihn herauszufinden. Als Hausarbeit war dann auch mit weiteren Informationen ein ausführliches Berufsbild zu erstellen. „Es heißt ja schließlich, sich viele Gedanken zu machen, bevor man einen Beruf wählt“, betonte Beier. Firma Spieß aus Gemünden und Elektro-Schultheis aus Merzhausen hatten jeweils ihre Auszubildenden mitgebracht, die noch vor einem Jahr auf der Schülerseite hier standen. So erläuterte der Auszubildende zum Zerspanungsmechaniker Fabian Mickler, wie aus einem Aluminiumklotz mithilfe einer CNC-Fräse Teile für LKW hergestellt werden. „Das muss sehr genau sein, damit es passt“, hob er hervor. Nach den Aufstiegschancen im Bereich der Altenpflege gefragt, erläutete die Leiterin des Seniorenparks „carpe diem“ in Hasselbach, Heike Homann, dass man es mit den entsprechenden Weiterbildungen bis zur Einrichtungsleitung schaffen könne. Aber sie stellte auch fest, dass der Schichtdienst die jungen Leute abschrecke. Obwohl die recht flexible Zeiteinteilung gerade auch Chancen für die Verbindung von Beruf und Familie biete. Derzeit gebe es im Pflegebereich vier Auszubildende, eine weitere komme ab Januar hinzu. Aber zukünftig will das „carpe diem“ auch im Bereich Hauswirtschaft und Verwaltung Ausbildungen anbieten. Gefragter waren die Ausbildungen bei der Nassauischen Sparkasse, beim Bildungsunternehmen Freund und Dirks und im Ausbildungsverbund der Kommunen Usingen, Wehrheim, Schmitten, Weilrod und Neu-Anspach.

 

Beauftragung von Frau Ondrovic mit Dienstobliegenheiten der Rektorin

10.10.2013

Auf dem Weg zur Schulleiterin

Riedelbach. MAX-ERNST-SCHULE Ramona Ondrovic „mit den Dienstobliegenheiten einer Rektorin beauftagt“ (sn). In einer kurzen Feierstunde überreichte Schulamtsdirektor Peter Walter die Urkunde zur Beauftragung mit den Dienstobliegenheiten einer Rektorin an Ramona Ondrovic. Damit ist ein weiterer Schritt getan, damit die Max-Ernst-Schule in Riedelbach endlich wieder eine vollständige Schulleitung bekommt.

Denn nach der Abordnung von Schulleiterin Hildegunde Gier vor fast zwei Jahren hatte Ondrovic zeitweise alle drei regulären Stellen in der Schulleitung bedient.

Seit Anfang August ist nunmehr Claudius Swietek als Konrektor zur Wahrnehmung von Schulleitungsaufgaben beauftragt. Und durch den Wechsel von Ondrovic an die Rektorenstelle, wenn auch bis zur endgültigen Ernennung erst einmal kommissarisch, ist der Weg frei für die Ausschreibung der Konrektorenstelle.

Die Ernennung Ondrovics erfolge „nach erfolgreich absolvierter Beauftragungszeit“, einer Art Probezeit, die bei Schulleitern normalerweise einen Jahrgangswechsel umfassen soll. Seit Februar 2010 ist Ramona Ondrovic (44) neben ihren Aufgaben in der Schulleitung auch noch Lehrerin für Biologie und Chemie an der Haupt- und Realschule in Riedelbach. Vorher war sie im Kollegium der Johann-Christian-Senckenberg-Schule in Runkel Mitglied der erweiterten Schulleitung. Zuvor hatte sie bereits an der Mittelpunktschule in Waldkappel als Konrektorin Erfahrungen in der Schulleitung gesammelt. Die aus dem Erzgebirge bei Schneeberg stammende Lehrerin absolvierte ihr zweites Staatsexamen bereits in Hessen.

„Das Bekanntmachen erübrigt sich“, schmunzelte Walter bei der Feierstunde im Kreise des Kollegiums. Und er wünschte Ondrovic: „Mut zur Entscheidung und ein glückliches Händchen.“

Sie habe schon immer Lehrerin werden wollen, blickte Ondrovic zurück. Die frischgebackene Schulleiterin freut sich über ihre Beauftragung an dieser lebendigen und regen Schule. Nach diesen zwei sehr anstrengenden Jahren sei somit der Weg frei für die zeitnahe Besetzung der anderen Schulleiterstelle. Im Namen des Kollegiums wünschte Heike Scharfe-Diebel viele gute Ideen für die Schule. Und auch Bürgermeister Axel Bangert freute sich: „Als Zivilgemeinde sind wir stolz, so eine tolle Schule hier zu haben.“ Sie habe mittlerweile einen Ruf der nach außen trage. Nicht umsonst sind die Schülerzahlen von rund 350 Schülern vor dem Bau der neuen Schule auf mittlerweile etwa 550 gestiegen.

 

Viel Spaß in der Ferienbetreuung an der MES

19.08.2013

Urlaubsmodus neigt sich dem Ende

Riedelbach. FERIENSPIELE Viel Abwechslung erlebten die Ferienspielkinder / Insektenhotels wurden gebaut und Kräutersalben gebraut

(sn). Am Freitagmittag qualmte ein Lagerfeuer auf dem Schulhof. Und eifrig buken die Kinder und Jugendlichen ihr Stockbrot, grillten Würstchen und karamellisierten Marshmallows über der Glut. Zum Abschluss der Ferienspiele an der Max-Ernst-Schule machten es sich die neun Teilnehmer und die Betreuer gemütlich.

„Wir sind noch im Urlaubsmodus“, beschrieb es Schulsozialpädagogin Elisabeth Sommer treffend. An den anderen vier Tagen der Woche stand vormittags jeweils ein anderes Thema auf dem Programm.

Die Umweltgruppe der Lokalen Agenda 21 hatte organisiert, dass an einem Tag Bhavana Kaiser vom Forstamt Weilrod mit den Kindern in den Wald ging (der Usinger Anzeiger berichtete), dass an zwei Tagen Reinhard Walther mit seinen Schützlingen Insektenhotels baute und dass Phytotherapeutin und Naturparkwanderführerin Monika Reuter-Heilhecker eine Kräuterwanderung leitete.

Obwohl es zu dieser Jahreszeit nicht mehr so viele geeignete Kräuter gibt, fanden die Ferienspielteilnehmer unter Leitung der Kräuterfrau genug frische Blätter für eine Kräutersuppe und für Kräuterbutter. „Der ganze große Topf war leer“, staunte Elisabeth Sommer über den Appetit der Kinder.

Aber auch eine Kräutersalbe mit Spitzwegerich mischten die angehenden Kräuterkundigen an. Gegen Insektenstiche und Entzündungen sei diese Salbe gut, erläuterte die Phytotherapeutin. Aber auch einen Tee für ein Mädchen mit Bauchschmerzen zauberte Monika Reuter-Heilhecker aus der Wiese.

Am Montag hatten die neun unter Leitung von Reinhard Walter in der Holzwerkstatt der Schule gemessen, gesägt, geklebt, geschraubt und geschmirgelt, bis das Grundgerüst des Insektenhotels fertig war.

Am anderen Tag ging es dann hinaus in Feld und Wald, um geeignetes Material für die Füllung zu besorgen. Holzstücke, Äste, Zapfen, hohle Pflanzenstängel und Stroh wurden gesammelt und in die einzelnen Fächer gefüllt. Mit Stolz zeigte Caroline ihr selbst gebautes Werk. Und jeder durfte sein Insektenhotel für Wildbienen und Wespen, Ohrwürmer und Marienkäfer und, was sonst noch sechs Beine hat und sich darin wohlfühlt, mit nach Hause nehmen.

Den Rahmen der Ferienspiele gestaltete Elisabeth Sommer zusammen mit dem Gemeindepädagogen Volkmar Janke. Gerne kamen die Kinder schon kurz nach acht in die Schule, um dort gemeinsam leckeres, selbst gemachtes Müsli mit frisch gequetschten Getreideflocken zu frühstücken.

Positive Rückmeldung

Und mittags wurde gemeinsam in der Schulküche gekocht. Pizza, Spaghetti mit drei verschiedenen Bolognese-Saucen, Tacos und Tortillas schmeckten allen. „Beim Mittagessen haben wir Witze erzählt“, berichtete Sommer und sie freute sich über die positiven Rückmeldungen der Eltern und der Schüler. Nach dem Mittagessen wurde der Küchendienst eingeteilt. Die Übrigen gingen mit Janke ins Gelände, um sich dort auszutoben, bis sie von ihren Eltern abgeholt wurden.

 

Entlassung der Schulabgänger

01.07.2013

Entlassungspapiere erhalten

Riedelbach.
MAX-ERNST-SCHULE Erstmals gehen eine Haupt- und drei Realschulklassen ab

(sn). „Ich habe die Anstaltsleitung überzeugt, dass man Ihnen Papiere ausstellt, richtige Papiere“, machte die Gefängniswärterin den am Boden hockenden Gefangenen Hoffnung. Und sie fragte in militärischem Ton ab, was denn nach der Entlassung geplant sei. „Chillen“, „Abhängen“ oder „Rumlungern“ waren die nicht zufriedenstellenden Antworten. „Ham Se nix gelernt in der Anstalt?“, stauchte die Wärterin, alias Klassenlehrerin Heike Scharfe-Diebel, ihre Gefangenen zusammen.

Bei der Abschlussfeier der Max-Ernst-Schule in Riedelbach brachte die Klasse R10b zusammen mit ihrer Klassenlehrerin eine umgestaltete Szene aus dem kürzlich dort aufgeführten Stück „Der Hauptmann von Köpenick“ auf die Bühne. Und anschließend nahmen die Schülerinnen und Schüler ihre Papiere, die Abschlusszeugnisse, aus den Händen der kommissarischen Schulleiterin Ramona Ondrovic sowie ihrer Klassenlehrerin entgegen. Die R10b war eine von vier Klassen, die ihren Abschied von der Haupt- und Realschule begingen. „Diese Abschlussfeier ist etwas ganz Besonderes“, erklärte Ondrovic in ihrer Ansprache, denn es sei das erste Mal, dass vier Klassen, eine Hauptschul- und gleich drei Realschulklassen mit insgesamt 88 Schülern von der Max-Ernst-Schule in einem Jahrgang abgingen. Und entsprechend der großen Anzahl der Absolventen und Gäste fand die Feier auch in der Turnhalle statt.

Schon am Morgen hatten die Schulabgänger mit ihren Mitschülern mit lauter Musik gefeiert. Aber dabei sei es „amüsant und lustig, höflich und freundlich“ zugegangen, berichtete die Schulleiterin.

„Wir sind sehr stolz auf unsere Schule“, betonte Weilrods Bürgermeister Axel Bangert. Und er gab den Schülern mit auf den Weg, dass Erwachsen sein auch bedeute, in der Gesellschaft zu bestehen, sich einzumischen, mit zu diskutieren und die Zukunft zu gestalten. Werner Scherf, Bürgermeister von Waldems, hob hervor, dass Bildung das Wichtigste im Leben und lebenslanges Lernen gefragt sei.

Schulelternbeiratsvorsitzender Wolfgang Mairon zollte den Absolventen seinen Respekt. Aber er bedankte sich auch bei der Schulleitung, den Klassenlehrerinnen und dem Kollegium, dass sie die Kinder dahin gebracht hätten, wo sie jetzt seien.

Auch die anderen Klassenlehrerinnen Margrit Sachs (H9), Stefanie Keller (R10a) und Angelika Beier (R10c) entließen ihre Schülerinnen und Schüler mit einem lachenden und einem weinenden Auge.

Traditionell überreichte der Förderverein der Max-Ernst-Schule, vertreten durch dessen Vorsitzende Heike Boss, Auszeichnungen an Schüler für besondere Leistungen. Für ihr soziales Engagement wurden Andreas Ohly (R10a), Nils Pütsch (R10c), Marvin Ziegler (R10b) und Maurice Tessarek (H9) ausgezeichnet.

Als Klassenbeste erhielten Christian Bender (R10a), David Guckes (R10b), Marcel Schnabel (R10c) und Simon Feller (H9) je einen Buchgutschein.

Musikalisch umrahmt wurde die schöne Feier von Theresa Triebel am Klavier sowie mit zwei Liedbeiträgen der Klasse R7c unter Leitung von Anke Balschun.

 

ADAC-Sicherheitstraining „Achtung Auto“ für die 5. Klassen

24.04.2013

Zur Demonstration eine Vollbremsung hingelegt

Riedelbach. „Achtung Auto“ mit Andreas Metzner vom ADAC in der Max-Ernst-Schule

(sn). Mit quietschenden Reifen fuhr der silberne Kleinwagen an, um nur ein kurzes Stück den Weg entlangzurasen. Dann legte er mit ebenso quietschenden Reifen eine Vollbremsung hin. „Das war geil“, juchzten die Kinder, die aus dem Auto ausstiegen, und berichteten den anderen aufgeregt von ihrer Fahrt.

Am Dienstagvormittag war Andreas Metzner, Mitarbeiter des ADAC, mit dem Sicherheitstraining „Achtung Auto“ in der Max-Ernst-Schule in Riedelbach zu Gast. Jeweils zwei Schulstunden lang ging es für die fünften Klassen um das Thema Sicherheit im Straßenverkehr. „Wann darf ich vorne sitzen und wann brauche ich keine Sitzerhöhung mehr?“, fragte Metzner in die Runde der Zehn- bis Zwölfjährigen. Und sie wussten richtig, dass die Größe von 150 Zentimetern oder das Alter von zwölf Jahren entscheidend sind. „Wenn man zu klein ist, dann liegt der Gurt am Hals“, begründete ein Schüler das genannte Maß. Wenn man größer sei, dann liege der Gurt über dem Schlüsselbein. Und das Alter sei entscheidend, weil dann die Knochen härter seien. Und dann sortierte Metzner die Kinder. Alle Zwölfjährigen und alle über 150 Zentimeter großen Mädchen oder Jungen durften vorne bei ihm mitfahren. Alle anderen mussten auf dem Rücksitz Platz nehmen. Und dann erfuhren alle eine Vollbremsung aus einer Geschwindigkeit von nur 30 Kilometern in der Stunde. „Der bremst mit voller Pulle“, erzählte Laurine (10) mit Begeisterung. „Das war richtig spannend und cool.“ Und „richtig krass“ fand sie auch die schnelle Rückwärtsfahrt zum Startpunkt. „Dürfen wir noch mal, können wir Englisch ausfallen lassen, Frau Rutner?“, wandten sich die Kinder an ihre Lehrerin Sabine Rutner. Und von Metzner wollten Sie wissen: „Fahren sie immer so?“ Doch dieser verneinte, denn sonst würden ihm dauernd die anderen Leute hinten drauffahren. Vor diesem Highlight der Aktion hatte er den Schülerinnen und Schülern aber noch den Unterschied zwischen Bremsweg und Anhalteweg deutlich gemacht, denn da komme ja noch der Reaktionsweg hinzu. Am eigenen Leib stellten sie den Unterschied beim Wettrennen fest. Wenn sie an der angezeichneten Linie stoppten, liefen sie nur ein kurzes Stück weiter, reagierten sie aber erst auf das Schwenken der Fahne, dauerte es ein Stück länger.

 

Ausstellung "Kunst aus Schulen": Zweiter Platz für MES

02.03.2013

Max-Ernst-Schule ausgezeichnet

Riedelbach. (red). „Leere“ lautet in diesem Jahr das Gemeinschaftsthema von Arbeiten aus dem Kunstunterricht der weiterführenden Schulen im Hochtaunuskreis.

Die insgesamt 13 teilnehmenden Schulen haben kleine Werkserien eingereicht, die nun von einer Jury gesichtet wurden. Zu den Jurymitgliedern zählen Christa Boiselle (Fachberaterin für kulturelle Bildung im Staatlichen Schulamt Friedberg), Martina Czeran (Künstlerin und Mitglied im künstlerischen Beirat der Galerie Artlantis) und Brigitte Mayr (Vorsitzende des Verbandes Hessischer Jugendkunstschulen). „Die prämierten Projekte sind wieder beeindruckend“, sagte Landrat Ulrich Krebs: „Sie zeigen die Bandbreite und Vielfalt der kulturellen Bildung und künstlerischen Aktivität von Schülern im Hochtaunuskreis.“ Bei der gestrigen Ausstellungseröffnung wurden die besten Arbeiten mit dotierten Preisen, die dem Kunstunterricht zugutekommen, gewürdigt: Einen der zweiten Preise haben Schüler der Max-Ernst-Schule in Weilrod-Riedelbach für ihre Arbeit „Der leere Raum“ bekommen. Die Arbeiten des zehnten Jahrgangs unter Anleitung von Daniela Helms-Derfert und Burkhard Weckler.

Die Ausstellung ist bis zum 17. März in der Galerie Artlantis, Tannenwaldweg in Bad Homburg, freitags von 15 bis 18 Uhr und samstags und sonntags von 11 bis 18 Uhr zu sehen.

 

Mathematikwettbewerb der 8. Klassen

19.02.2013

Maximilian Rogge kann einfach glänzend rechnen

Riedelbach. Max-Ernst-Schule kürt Schulsieger im Mathe-Wettbewerb

(sn). „Einer aktuellen Statistik zufolge bekommen zehn- bis 13-Jährige in Deutschland pro Monat im Durchschnitt 34,30 Euro Taschengeld. Darüber hinaus belaufen sich die Geldgeschenke zu besonderen Anlässen auf insgesamt 241 Euro. Berechne die „Jahreseinnahmen“ eines Kindes.“

Diese und andere Aufgaben mussten die Achtklässler aller hessischen Schulen am 6. Dezember lösen. Denn der 45. Mathematik-Wettbewerb des Landes Hessen fand an diesem Tag statt.

An der Max-Ernst-Schule in Riedelbach wurden jetzt die Schulsieger geehrt, nachdem die Mathelehrer André Falk, Tobias Weigel und Dr. Hardy Seifert die Arbeiten korrigiert und die Ergebnisse weitergemeldet hatten.

Die kommissarische Schulleiterin Ramona Ondrovic freute sich über das gute Abschneiden der Schüler. Fachbereichsleiterin Jasmin Schreinert nahm die Ehrungen vor. Aus der H8 wird Lukas Kämpfe die Schule in der zweiten Runde am 6. März auf Kreisebene vertreten. Aus der R8a hatte Cedric Graf mit 43,5 von 48 Punkten das zweitbeste Ergebnis. Und Schulsieger ist Maximilian Rogge mit 44,5 Punkten.

 

Tag der offenen Tür an der Max-Ernst-Schule

04.02.2013

Kunstklasse ab fünftem Schuljahr

Riedelbach. Informationen für Viertklässler und Eltern in der Max-Ernst-Schule in Riedelbach

(sn). „Die Puste des Backpulvers“ ließ den Luftballon immer dicker werden. Robin führte im Chemieraum den interessierten Besuchern vor, was passiert, wenn man Essig und Backpulver mischt. Nebenan wurde durch Papierchromatografie schwarzer Filzstiftfarbe sichtbar, dass sich diese aus vielen Farben zusammensetzt.

In den Fachräumen der Max-Ernst-Schule in Riedelbach herrschte beim Tag der offenen Tür am Samstagvormittag reges Treiben. Nach anfangs etwas zögerlichem Besuch kamen dann doch noch zahlreiche Eltern mit ihren Viertklässern, um sich ein Bild von der Haupt- und Realschule zu machen. „Wir haben einen sehr guten Eindruck gewonnen“, berichtete Familie Präger aus Grävenwiesbach. Es werde sehr viel angeboten für die Schüler. Aber positiv sei auch aufgefallen, dass die Schüler stark in die Verantwortung einbezogen würden. So boten an diesem Tag die älteren Schüler Führungen durch die Schule an. „Eine schöne, neue und moderne Schule“, darin waren sich Prägers mit der Familie Hanke aus Riedelbach einig. „Hier braucht man keinen Routenplaner“, lobte Thorsten Hanke die Übersichtlichkeit der Schule. Und die Schule sei für ihre Tochter optimal, da sie die Kunstklasse besuchen wolle.

Wie die kommissarische Schulleiterin Ramona Ondrovic bei der Informationsveranstaltung in der Mensa erläuterte, wird hier an der Max-Ernst-Schule in der fünften und sechsten Klassenstufe eine spezielle Kunstklasse angeboten, in der wöchentlich zwei Stunden Kunst mehr unterrichtet werden. Außerdem werden fachübergreifende Projekte beispielsweise mit dem Deutschunterricht durchgeführt, um Theaterstücke mit dem entsprechenden Bühnenbild zu entwickeln. Im vergangenen Schuljahr habe die Schülerzahl um elf Prozent auf derzeit 540 zugenommen, berichtete Ondrovic. Aber dennoch sei diese Schule im Vergleich zu anderen immer noch eine „persönliche, überschaubare Schule“. Sie sei vierzügig aufgebaut mit jeweils drei Realschul- und einer Hauptschulklasse je Jahrgangsstufe. Insbesondere für die Hauptschüler sei die berufsbezogene Ausbildung im Arbeitslehretrakt mit dem Metall- und dem Holzwerkraum sowie seiner Schulküche wichtig.

Hier mixten an diesem Tag mit Blumenketten geschmückte Mädchen farbenfrohe, alkoholfreie Drinks. Aber auch in den anderen Fach- und Klassenräumen stellten Schüler und Lehrer gemeinsam die Arbeit in den einzelnen Fächern vor. „Sieh die Verpackungen genau an. Welchem geometrischen Körper sehen sie ähnlich?“, so lautete eine Aufgabe des Fachbereichs Mathematik. Dorothea, Jacob und Maurice knobelten hier und erfuhren so eine praktische Anwendung der Mathematik.

Plötzlich war aus dem Gang schwungvoll-rhythmische Musik zu hören und einige Mädchen hüpften und schwangen die Beine. Verstreut über das Schulgelände riefen sie so zum „Jumpstyle-Flashmob“ auf. Aber auch die Schulband stellte sich vor, das Trainigsraumkonzept wurde erläutert, der Förderverein und die Elternvertretung begrüßten die interessierten Eltern, die Nachmittagsbetreuung im Ganztageszentrum wurde dargestellt und die Besucher konnten einen Blick in Freizeit- und Ruheräume der Riedelbacher Schule werfen.

 

Gewinnerinnen beim Börsenspiel der Taunussparkasse

02.02.2013

„Irrenanstalt“ spekuliert sich auf 1. Platz

Riedelbach. Mädchengruppe der M.-E.-Schule Riedelbach siegt bei Börsenspiel der Tausnussparkasse

(sn). Innerhalb von zwei Monaten haben sie aus dem Grundkapital von 50000 Euro einen Gewinn von 2914,78 Euro erwirtschaftet. Die Mädchen-Gruppe der Max-Ernst-Schule in Riedelbach, die sich „Irrenanstalt R10c“ nennt, hat damit den ersten Preis beim Börsenspiel der Taunussparkasse gewonnen. Nun überreichten Oliver Grundl, Regionalfilialleiter Usingen, und Noel Niklas Homann, Kundenberater, den Gutschein über 500 Euro. 100 Euro davon spenden die Mädchen der Klassenkasse.

Aber auch die übrigen vier Gruppen der R10 c haben bei dem Börsenspiel gut abgeschnitten. Insgesamt haben im Gebiet der Taunussparkasse 27 Gruppen beim Börsenspiel mitgemacht, bei dem vom 1. Oktober bis 11. Dezember fiktiv mit einer Auswahl aus 175 börsennotierten Aktien spekuliert werden konnte, wie Grundl berichtete. Das Siegerteam aus Anna-Katharina Schwartzkopff, Ronja Volkmar und Mira Nachmann setzte dabei auf die Douglas-Aktie „weil vor Weihnachten viel Parfüm gekauft wird“, die Porsche-Aktie, da sie gelesen hatten, dass Autoaktien immer zum Jahresende steigen sowie die BASF-Aktie. Und mit dieser Strategie lagen sie richtig. „Das ist ein tolles Ergebnis“ lobte Grundl die Mädchen.

Und auch die kommissarische Schulleiterin Ramona Ondrovic zeigte sich stolz auf die Klasse. Mit ihrer Lehrerin Angelika Beier hatten sie, nachdem ein Fachmann der Taunusparkasse der Klasse zwei Stunden lang Grundlagen vermittelt und sie beraten hatte, sich im Unterrichtsfach Politik und Wirtschaft während dieser Zeit jeweils eine Wochenstunde mit den Vorgängen an der Börse beschäftigt.

Während dieser Zeit konnten die Schülerinnen und Schüler im EDV-Raum online ihre „Aktienkäufe“ tätigen. „Hierbei konntet ihr Erfahrungen sammeln, ohne dass es weh tut“, hob Grundl die Vorteile des Börsenspiels hervor, das es schon seit vielen Jahren gibt. Er selber habe als Schüler auch schon daran teilgenommen. Und er betonte, dass man beim Umgang mit Aktien beachten solle, niemals Geld auf Pump oder Geld, das man zum Lebensunterhalt brauche, in Aktien zu investieren.

 

Weihnachtsfeier in der Nachmittagsbetreuung

19.12.2012

Premiere für neue Schulband

Riedelbach. Weihnachtsfeier der Nachmittagsbetreuung an der Max-Ernst-Schule in Riedelbach

(sn). Ihren ersten Auftritt in neuer Besetzung hatte die Schulband der Max-Ernst-Schule in Riedelbach am Montagnachmittag.

Im Rahmen der Weihnachtsfeier der Nachmittagsbetreuung traten die vier Mädchen und zwei Jungs zusammen mit ihrem Lehrer Friedemann Both auf die Bühne des Musikraumes. Drei Lieder der H2O-Serie hatten sie einstudiert. „Es ist schwierig, in so kurzer Zeit ein Repertoire aufzubauen“, sagte Both. Denn alle halbe Jahre wechselt zumindest ein Teil der Band-AG-Teilnehmer. Aber auch seine Gitarren-AG trug mit zwei Liedern zur Gestaltung der Weihnachtsfeier bei. „You don’t know“ von Milow und „Nothing else matters“ von Metallica stimmten die Jung-Gitarristen an.

Die stellvertretende Schulleiterin Ramona Ondrovic bedankte sich in diesem Rahmen bei dem „Motor unseres Nachmittagprogramms“, Schulsozialpädagogin Elisabeth Sommer, sowie den weiteren Verantwortlichen und Mitgestaltern der Weihnachtfeier.

Gemeindepädagoge Volkmar Janke hatte in einem „spontanen Projekt“, das einen Vorgeschmack auf die Theater-AG bot, die er im kommenden Halbjahr anbieten will, mit vier Jugendlichen ein kleines Theaterstück einstudiert. Die dargestellte Bettlerszene hatte er passend zum Fest der Nächstenliebe ausgewählt.

Und auch Walburga Kliem trug zum Gelingen des Nachmittags bei. Sie erzählte den Mädchen und Jungs die Geschichte von dem Waisenjungen und der Apfelsine, die sie selbst sehr an ihre Jugend in der ehemaligen DDR erinnerte, in der Apfelsinen etwas ganz Besonderes waren. In einer kleinen Pause durften sich die etwa 60 Kinder und Jugendlichen Weihnachtsplätzchen und Getränke holen, um so die Feier abzurunden.

 

Neue Busverbindung nach Merzhausen ab 10. 12. 2012

05.12.2012

Statt einer Stunde nur noch 19 Minuten bis in die Schule

MERZHAUSEN. Merzhausen erhält günstigere Busanbindung für Schüler zur Max-Ernst-Schule

(sar). Mit dem Fahrplanwechsel zum 10. Dezember (Montag) werden nun auch Schülerinnen und Schüler aus Merzhausen, die die Max-Ernst-Schule im rund acht Kilometer entfernten Weilroder Ortsteil Riedelbach besuchen, schnellere Busverbindungen erhalten.

Sie sind dann nicht mehr auf zeit- und kostenintensive Ersatzlösungen, die bislang durch einen über 20 Kilometer langen Umweg entstanden sind, oder auf Mitfahrgelegenheiten angewiesen, die seither von den betroffenen Eltern untereinander organisiert werden mussten.

Die Riedelbacher Max-Ernst-Schule hat momentan unter anderem neun Schülerinnen und Schüler aus Merzhausen und weitere 17 aus anderen Usinger Stadtteilen. Die Kinder aus Merzhausen sind mit ihnen bislang mit dem Bus morgens eine Stunde unterwegs, mittags nach der sechsten Schulstunde benötigen sie für die Heimfahrt anderthalb, nachmittags nach der achten Stunde sogar fast zwei Stunden.

Das Problem brannte nicht nur den direkt Betroffenen, sondern auch dem damit konfrontierten Ortsbeirat schon seit geraumer Zeit auf den Nägeln, doch die gemeinsame Suche nach besseren Lösungen gestaltete sich für alle Beteiligten bis zuletzt recht schwierig - für die Initiative von Eltern und Ortsbeirat ebenso wie für den zuständigen Verkehrsverband Hochtaunus.

Die Eltern kamen schließlich über das Schreiben einer betroffenen Mutter mit Landrat Ulrich Krebs ins Gespräch und wurden in ihrem Anliegen von Ortsvorsteher Hansjörg Göttl und Bürgermeister Steffen Wernard nachdrücklich unterstützt. Monika Reinhard hatte im Brief an den Landrat als Vorsitzenden des Verkehrsverbandes die wichtigsten Gründe für den Elternwunsch nach einer angemessenen Schulbusverbindung zwischen Merzhausen und Riedelbach zusammengetragen und dabei betont, dass die Kinder morgens und mittags unzumutbar lange unterwegs seien. Diese Belastungen entstünden, weil die Busse von Merzhausen (Linie 62) über Usingen nach Neu-Anspach fahren, wo die Schüler umsteigen müssen und dann mit der Linie 82 über Hausen, Rod am Berg, Hunoldstal, Treisberg, Landstein, Finstern-thal und Mauloff nach Riedelbach gefahren werden. Für diesen 21 Kilometer langen Umweg inklusive Wartezeiten müssten für die Jahreskarte 516 Euro (drei Tarifzonen) statt 397 Euro (2 Tarifzonen) entrichtet werden.

Die betroffene Mutter schilderte auch, welcher belastende Alltag für Kinder und Familien aus dieser Busverbindung resultiere (wenn das Ganztagsangebot wahrgenommen wurde, waren die Kinder nach einem Elf-Stunden-Tag für sie erst kurz nach 18 Uhr zu Hause) und begründete damit gleichzeitig, warum fast alle Eltern aus Merzhausen ihre Kinder mit dem eigenen Auto oder gelegentlich auch in Fahrgemeinschaften nach Riedelbach brachten und von dort wieder abholten.

Nachdem die bisherigen Bemühungen von einzelnen Eltern, Vertretern der Max-Ernst-Schule, des Elternbeirats und von Merzhausens Ortsvorsteher Göttl um eine andere Lösung ohne konkretes Ergebnis geblieben waren, freuen sich jetzt die Beteiligten umso mehr, dass endlich der Durchbruch geschafft ist. Zum Fahrplanwechsel habe der Verkehrsverband eine direkte Fahrt auf der Linie 65 (ab Merzhausen, Weilstraße, um 7.42 Uhr nach Riedelbach Schule - an um 8.01 Uhr) eingerichtet, teilte Landrat Krebs den Eltern mit.

Auch nach dem Ende der 6. und der 8. Unterrichtsstunde fahre um 13.56 Uhr und um 16.11 Uhr ein Bus ab Max-Ernst-Schule direkt nach Merzhausen. Nur die Rückfahrt nach Ende der 4. Unterrichtsstunde lasse sich auf dem direkten Weg nicht realisieren, weil diese Zeitlage nur für maximal acht bis zehn Prozent der gesamten Schülerzahl zutreffe, schränkt der Verkehrsverband ein.

 

Hauptschul-Projektprüfung

27.11.2012

Seit 1896 sind Sträucher auf dem Fußballfeld verboten

Riedelbach. Frappierendes und Beeindruckendes bei Projektpräsentation der Schule in Riedelbach

(sn). Vier Gruppen und vier Themen, die wieder einmal die große Bandbreite der Interessen Jugendlicher zeigten. In der vergangenen Woche arbeiteten die 17 Schülerinnen und Schüler der Hauptschul-Abschlussklasse der Max-Ernst-Schule in Riedelbach an ihren Projekten, die sie am Montag in den Prüfungen präsentierten.

Alexander Arnold, Robin Weiß, Lukas Merten und Jan-Eric Ewertz waren in der Holzwerkstatt der Schule tätig. Sie hatten sich für die Herstellung einer Relax-Liege entschieden. Ihr Baumaterial Lärchenholz, denn das ist besonders witterungsbeständig, wurde aus den Einnahmen der „Offenen Gärten Oberes Weiltal“ gesponsert, denn ihre Liege ist für den „Pfad der Sinne“ vorgesehen.

Relaxliege, Modellautos...

Und so besorgten sie sich im Holzhandel rohe Lärchenbohlen. Diese galt es nun zu zersägen, zu verleimen, zu hobeln, zu schleifen und abschließend zu lackieren. Dafür konnten sie unter Anleitung von Thomas Betz die gute Ausstattung der Schulwerkstatt nutzen, denn dort gibt es ja Bandsäge, Kreissäge, Hobelmaschine Schleifmaschine und vieles mehr.

Nebenan in der Metallwerkstatt arbeiteten derweil Dominik Halter, Simon Feller, Benjamin Horn und Maurice Tessarek an ihrem fernsteuerbaren Modellauto. Als Grundlage verwendeten sie ein drei Millimeter starkes Aluminiumblech, das sie zuschnitten, aufkanteten und Löcher für die Achsen hineinbohrten sowie Gewinde hineinschnitten. Als Karosserie verwendeten sie einen Styropor-Block, aus dem Benjamin anhand einer groben Skizze die Form des Autos mit Säge und Messer herausschnitt, mit der Holzraspel und der Feile weiter bearbeitete. Anschließend spachtelte und schliff er die Karosserie mehrfach ab, bevor er sie grundierte und lackierte. In der Prüfung erläuterten die vier Jungs anhand der CAD-Pläne und der Teileliste ihre Vorgehensweise.

Vier Mädchen der Klasse - Lara Wassum, Sabrina Glück, Tamara Schmahl und Yasmin Stolz - hatten sich zu einer Gruppe zusammengeschlossen, die sich mit einem Modegetränk beschäftigte: Bubble Tea. Mithilfe einer Power-Point-Präsentation erläuterten sie die Geschichte des stark aromatisierten Getränks, stellten aber auch die Gefahren heraus. Denn es kann Hyperaktivität auslösen, Krebs auslösende Stoffe wurden schon darin gefunden und bei Kleinkindern besteht Verschluckungsgefahr. Und sie boten den Prüfern und den Zuhörern eine Kostprobe selbst hergestellten Bubble-Teas an. Dazu hatten sie Tee vorbereitet, ihn mit Sirup aromatisiert und Bubbles zugefügt. Die selbst aus Tapioka-Mehl hergestellten „Blasen“ wiesen jedoch nicht die Konsistenz der vorgefertigten Bubbles auf.

.. und Fußball-Historie

Die vierte Gruppe, bestehend aus Ignazio Bonacconso, Leon Moses, Matlup Alamri und Diana Trampert, hatte sich der Geschichte des Fußballs gewidmet. Entsprechend liefen die vier zur Prüfung in Trikots, mit Schienbeinschützern und Fußballschuhen ein. Ignazio hatte sich dabei um die Aufgaben des Schiedsrichters, den es 1873 noch gar nicht gab, gekümmert.

Wie Matlup herausfand, der sich mit den Veränderungen des Spielfeldes und des Zubehörs befasste, wurde erst 1896 ins Regelwerk aufgenommen, dass auf dem Spielfeld keine Bäume und Sträucher vorhanden sein dürfen. Diana erläuterte die Regeländerungen und Leon erklärte die Taktiken über den Lauf der Jahre.

 

Übernachten in der Max-Ernst-Schule

15.10.2012

Wenig Schlaf bei der ersten langen Schulübernachtung

Riedelbach. Fünft-, Sechst- und Siebtklässler verbrachten eine Nacht in der Max-Ernst-Schule

(sn). Ob Menschenmemory oder Massen-Schnick-Schnack-Schnuck, die 40 Kids hatten schon bei den Kennenlernspielen in der Mensa der Max-Ernst-Schule ihren Spaß. 60 hatten sich eigentlich zu diesem „Experiment“, so Schulsozialpädagogin Elisabeth Sommer, angemeldet. Doch bei dieser ersten Übernachtung in der Schule sollte die Menge der Teilnehmenden überschaubar bleiben.

„Warum übernachten wir nicht mal in Schule?“, diese Frage stellte Max bei der Ferienbetreuung im Sommer. Und so hatte Elisabeth Sommer diese Idee für den letzten Schultag vor den Herbstferien aufgegriffen.

Zur Unterstützung konnte sie die Sozialpädagogin Claudia Neumann, den Gemeindepädagogen Volkmar Janke, die Vorsitzende des Jugendfördervereins Carola Rühl, Geschichtenerzählerin Walburga Kliem und Deborah Hasselbächer, Nachmittagsbetreuerin und Studentin der Sozialpädagogik, gewinnen. So trafen die Fünft-, Sechst- und Siebtklässler - Initiator Max war der einzige Achtklässler - bewaffnet mit Schlafsäcken, Köfferchen, Feldbetten und Kuscheltieren beim Dunkelwerden im Ganztagszentrum der Schule ein. Im großen Kreis in der Mensa waren zunächst eine Vorstellungsrunde und die Kennenlernspiele angesagt, bevor es dann die von den „guten Küchengeistern“ vorbereiteten Pizzabrötchen gab.

Die Geschichtenerzählerin berichtete von ihrer Wanderung nach Potsdam. Und als die Kinder dann wieder unruhig wurden, gab es noch einmal eine Runde Bewegungsspiele. Später teilten sich die Kinder in Gruppen auf und konnten entweder bei Walburga Kliem eine Geschichte erfinden und aufschreiben, bei Volkmar Janke Quizfragen lösen, bei Deborah Hasselbächer ganz althergebracht mit Kastanien basteln oder bei Claudia Neumann Gesellschaftsspiele spielen. „Klar, es wurde nicht viel geschlafen, das hatte ich auch gar nicht erwartet“, berichtete Sommer. Aber gegen Mitternacht kehrte langsam Ruhe ein. „Mit autogenem Training habe ich die Jungs ruhig bekommen“, schmunzelte die Schulsozialpädagogin.

Bei den Mädchen sei noch etwas länger gebabbelt worden. Und ab sieben Uhr morgens kam wieder Bewegung in die Kinder. Dann wurden die Haferflocken für das Müsli gequetscht und das Obst geschnippelt. Und Kliem erzählte die von den zehn Kindern erfundene Geschichte über ein Ungeheuer. Gegen halb zehn verließen alle die geputzte Schule. „Alles ruft nach Wiederholung“, zeigte sich Elisabeth Sommer zufrieden mit ihrem geglückten Experiment.

 

Ausstellung von Schülerarbeiten im Rathaus Weilrod

22.09.2012

„Hellboy“ grüßt vor dem Büro des Bürgermeisters

Rod an der Weil. Max-Ernst-Schüler stellen ihre Kunstwerke im Rathaus aus

(sn). „Hier geht’s ans Herz“, kommentierte Bürgermeister Axel Bangert die Auswahl der Mitarbeiterinnen des Bürgerbüros für ihre Wirkungsstätte. Aus den Bildern, die die Schülerinnen und Schüler der Max-Ernst-Schule (MES) jetzt im Rathaus ausstellen, hatten sich die Damen die Liebesmotive ausgesucht.

Pop Art nach Andy Warhol war das Thema der neunten Klassen gewesen. Die Jugendlichen hatten sich Fotos ausgewählt, diese im Rastervergrößerungsverfahren auf das gewünschte Format gebracht, die Umrisse mit Konturlinien hervorgehoben und die Flächen mit grellen Farben gestaltet. Und heraus kamen ansprechende, farbenfrohe Bilder. Die fünf ausgebildeten Kunstlehrer machen die Schüler auch mit den Techniken nach Max Ernst, dem Werk von Edvard Munch oder Kurt Halbritter vertraut. Die „Grattage“, das Abkratzen aufgebrachter Farbschichten, setzten die jungen Künstler bei den Werken ein, die jetzt im Sitzungssaal zu sehen sind. Da klebten sie Naturmaterialien, Alltagsgegenstände und Abfall auf Styroporplatten, kaschierten das Ganze mit Pappmache und brachten Farbe auf, die sie dann teilweise mit Spachteln wieder entfernten, wie Kunstlehrerin Daniela Rolshoven erläuterte. Thema war „Der große Wald“ nach dem Namensgeber der Schule.

„Wenn wir uns die Köpfe heiß reden, werden wir mal von einem Bild abgelenkt“, schmunzelte der Rathauschef. Überhaupt freute er sich, den jungen Leuten die Plattform bieten zu können, ihre Bilder auch mal außerhalb der Schule zu zeigen. Denn durch den Besucherverkehr im Rathaus werde so die Kunst der Bürgerschaft nahe gebracht. Und auch Burkhard Weckler, Fachbereichsleiter Kunst an der MES, freute sich, dass die Schule hier regelmäßig einmal im Jahr die Werke der Schüler präsentieren kann. Noch bis Ende Oktober sind hier im Treppenhaus die gespachtelten Stillleben, die Zeichnungen von Mischwesen nach Halbritter mit Parallel- und Kreuzschraffuren und die Weiterentwicklungen von Munchs „Der Schrei“ zu bewundern, wozu sich die Klassen Inspiration bei der Ausstellung in der Frankfurter Schirn „Der moderne Blick“ holten. Und vor dem Bürgermeisterbüro grüßen „Hellboy“, die „Rockband“ und der „Heavy-Metal“-Gitarrist. „Das macht das Rathaus bunter“, resümierte Bangert.

 

Ferienbetreuung in der MES

23.08.2012

„Schule ist auch zum Wohlfühlen da“

Riedelbach. Gelungene Ferienbetreuung an der Max-Ernst-Schule

(ek). „Keine Klassenarbeiten, keine Noten, stattdessen familienähnliche Strukturen und das Gefühl, dass Schule auch zum Wohlfühlen da ist,“ so beschreibt Sozialpädagogin Elisabeth Sommer die Ferienbetreuung, die in der letzten Ferienwoche an der Max-Ernst-Schule in Riedelbach stattfand.

Jeweils von 8 Uhr bis 15 Uhr durften die sechs Schüler, drei weitere waren kurzfristig abgesprungen, Schule einmal anders erleben. Die Schüler haben Algen aus dem Schulteich gefischt und den Ganztagesbereich der Schule wie den Kicker, Billardtisch und Lego-Raum genutzt. Sie sind zur Mini-Golf-Anlage in Neuweilnau gewandert und haben einen Ausflug zum Tierpark in Weilburg gemacht. Nicht nur der Luchs, auch die Meerschweinchen und Wildschweine haben alle begeistert. Jeder Tag wurde jeweils mit einem Mittagessen beschlossen, bei dem sich alle beim gemeinsamen Kochen nützlich machten und dabei jede Menge Spaß hatten. Zum Abschluss der Woche haben sich alle um ein kleines Lagerfeuer, das in einer Feuerschale loderte, versammelt, um Stockbrot zu backen, und Würstchen und Marshmallows zu braten. Wie Elisabeth Sommer mitteilte, kam von den Schülern prompt der Vorschlag, in den Herbstferien gemeinsam ein Wochenende mit Übernachtung in der Schule zu verbringen.

 

Einschulung der neuen 5. Klassen

16.08.2012

Appelle auch an das Engagement der Eltern

Riedelbach. Einschulung in der Max-Ernst-Schule in Riedelbach

(ek). Die Max-Ernst-Schule (MES) in Riedelbach hat viel zu bieten: In modernen Räumen mit hervorragender Ausstattung setzt ein engagiertes Lehrerkollegium ein ausgereiftes pädagogisches Konzept um. Gestern Vormittag wurden 96 Fünftklässler neu in die Gemeinschaft aufgenommen.

Konrektorin Ramona Ondrovic machten den neuen Schülern klar, dass auch von ihnen einiges verlangt werde: unter anderem Höflichkeit, Respekt, freundlicher Umgang, Lernbereitschaft, Fleiß, Pünktlichkeit und gutes Sozialverhalten. „Wir sind alle für euch da“, erklärte sie und wies darauf hin, dass auch die beiden Sozialpädagoginnen jederzeit zur Verfügung stehen.

An die Eltern appellierte sie, sich im Elternbeirat, Schulelternbeirat oder im Förderverein zu engagieren. Vertreter dieser Institutionen standen zum Einschulungstermin für Fragen zu den Abläufen in der Schule und der pädagogischen Nachmittagsbetreuung zur Verfügung und hatten einen Imbiss für die Neulinge und ihre Eltern vorbereitet.

„Gut aufgepasst, im nächsten Jahr seid ihr dran“, kündigte Ondrovic den Fünftklässlern die Bühnenschau ihrer Vorgänger an. Die ehemaligen Neuen und jetzigen Sechstklässler hatten auf ihrer gemeinsamen Klassenfahrt im vergangenen Schuljahr die Idee für eine Zirkusaufführung aufgegriffen und wünschten ihrem Publikum viel Spaß mit dem Zirkus Rabatzi. Sportliche Akrobaten und Tänzer, geschickte Jongleure und lustige Clowns begeisterten ihre Nachfolger und deren Eltern, Omas, Opas und Paten mit ihren Vorführungen. Wenn es so auch in der MES zugeht, dann muss Schule einfach Spaß machen, mochten viele denken.

Dies gilt es in den nächsten Jahren in Erfahrung zu bringen. Der erste Schultag gab lediglich einen Vorgeschmack. Klassenlehrer der Hauptschulklasse ist Rainer Brechtel, Klassenlehrerinnen der drei Realschulklassen sind Riccarda Naujok, Anna Patzke-Joppe und Sabine Rutner.

 

Entlassungsfeier der Abschlussklassen

25.06.2012

„Ihr müsst das Leben erobern, es kommt nicht zu euch“

Riedelbach. 65 Haupt- und Realschüler der Max-Ernst-Schule verabschiedet - Schule mit Stil

(sn). Den Eltern bescheinigte die stellvertretende Schulleiterin Ramona Ondrovic gute Nerven und eine große Portion Durchhaltevermögen, den Kolleginnen und Kollegen Einfühlungsvermögen, Engagement und Weitblick sowie den Klassenlehrern unermüdlichen Einsatz. Und den Absolventen der Max-Ernst Schule (MES) in Riedelbach mit der Übergabe ihrer Abschlusszeugnisse erworbenes Wissen und Kompetenzen.

65 Haupt- und Realschüler wurden am Freitagabend in einer Feierstunde in der Mensa der MES verabschiedet. Davon haben 83 Prozent der Hauptschüler den qualifizierenden Hauptschulabschluss und 42 Prozent der Realschüler den qualifizierenden Realschulabschluss erreicht. „Ihr müsst kämpfen und das Leben erobern, das Leben kommt nicht zu euch“, wandte sich der Erste Beigeordnete der Gemeinde Weilrod, Klaus Wilke, an die Schulabgänger. Und der Vorsitzende des Schulelternbeirats, Peter Geyer, verglich die heutige Schule mit der Schule aus der Zeit der „Feuerzangenbowle“. Er nannte die Max-Ernst-Schule eine Schule mit Stil, Charisma und lebender Kultur.

Und dass Kultur an dieser Schule gepflegt wird, bewies jede der Abgangsklassen mit einer Darbietung. Die H9 hatte unter Leitung von Heike Scharfe-Diebel eine Präsentation erarbeitet. Aus den Buchstaben „A“ wie Abschlussfahrt; „L“ wie lustige Momente, „S“ wie sexy Mädels und „S“ wie super Jungs, die sie mit Bildern oder kleinen Darbietungen untermalten, bildeten sie das Wort „Abschluss“. Die R10 a hatte unter Leitung von Musiklehrer Tobias Weigel das Lied „Wir gehen von der Schule“ einstudiert, während die R10b „Die Schule ist für uns vorbei“ intonierte. Christopher Jung, Nico Wardakus und Julian Lauther sorgten für den musikalischen Auftakt sowie ein Zwischenspiel. „Es ist ein klasse Gefühl, es geschafft zu haben“, sprach Schulsprecher Marcel Mühle den Schülern aus der Seele. Die Klassensprecher bedankten sich bei den Klassenlehrern mit Abschiedsgeschenken. Besondere Mühe hatte sich hier die Klasse R10a mit ihrem Geschenk für Mathematiklehrerin Angelika Beier gemacht, die ihre Schüler immer mit karierten Blättern versorgt hatte. 24 Blöcke warteten auf sie, deren erste Seite jeweils von den Schülern gestaltet war. Aber auch die Klassenlehrer Sabine Rutner, Ricarda Naujok und Rainer Brechtel gaben ihren Gedanken zum Abschied Ausdruck. „Ich war sehr, sehr gerne eure Klassenlehrerin, ich bin stolz auf euch“, wandte sich Rutner an die H9. Und Naujok betonte: „Ihr seid wundervolle Persönlichkeiten mit ganz individuellen Stärken und Neigungen.“

Sportlehrer Brechtel betrachtete das Trainingslager Schule als beendet. „Wenn ihr nicht gleich ein Tor erzielt, verzagt nicht“, gab er seinen Schützlingen auf den Weg. Die Kassenbesten Samantha Schmidt (R10a), Christian Brandt (R10b) und Sarah Götz (H9) zeichnete die Vorsitzende des Schulfördervereins, Heike Boss, jeweils mit einem Präsent aus. Abgerundet wurde der Abend mit Schnappschüssen aus Schulalltag und Klassenfahrten, die die Klassen zusammengestellt hatten.

 

Waldtag der 5. Klassen

21.06.2012

Unterwegs im Wald der vielen Fragen

Riedelbach. Schüler der fünften Klassen der Max-Ernst-Schule in Riedelbach erforschen den Lebens- und Wirtschaftsraum Wald

(sn). 60 Prozent der Gesamtfläche der Weilroder Gemarkung werden von Wald eingenommen. Und doch ist er vielen fremd. Was lebt dort, wozu ist er gut und wie kann er genutzt werden? Diesen Fragen gingen die Schüler der fünften Klassen der Max-Ernst-Schule in Riedelbach am Dienstagvormittag nach.

Und da sich kaum ein anderer besser im Wald auskennt als die Förster, hatte Biologielehrer Reinhard Bubenik in Zusammenarbeit mit Waldpädagogin Bhavana Kaiser Mitarbeiter von Hessen-Forst eingeladen, den Kindern einiges über ihren Arbeitsbereich zu erzählen. „Was war denn das größte Raubtier, das vor etwa 200 Jahren ausgerottet wurde?“, fragte Thomas Götz, der an seiner Station das Thema Wildkatze und andere heimische Raubtiere vertrat, in die Runde. Schnell kamen die Kinder auf den Bären, genauer den Braunbären, der allerdings größtenteils Vegetarier ist. Wolf und Luchs seien wieder auf dem Vormarsch, berichtete Götz. Und auch die Wildkatze sei dank mäusereicher Jahre wieder recht weit verbreitet.

Und damit das Thema nicht zu trocken wurde, durften die Kinder bei einem Fangen-Spiel erfahren, wie eine Wildkatzenpopulation auf eine Mäuseschwemme reagiert. Dass auch der Fuchs ein guter und bei Förstern beliebter Mäusejäger ist, erstaunte die Schüler. Über die Beutetiere des Waldes, auch für den Menschen, hatte Revierförster Klaus Bangert allerlei Wissenswertes im Gepäck. Was ist der Unterschied zwischen Rotwild und Rehwild? Was ist eigentlich Schwarzwild? Diese Fragen und viele mehr um Hirsche, Rehe, Wildschweine, aber auch Muffelwild beantwortete der erfahrene Jäger. Aber was wäre der Wald ohne Bäume? Bhavana Kaiser ließ die Mädchen und Jungs verschiedene Baumarten ausfindig machen.

Aber sie ließ auch zusammentragen, was der Mensch alles aus Holz herstellt. Ob Bauholz, Brennholz oder Papier, das Material ist aus dem menschlichen Leben nicht wegzudenken. Dass aber Holz auch einen positiven Einfluss auf das Klima hat, da es das ungeliebte Kohlendioxid speichert, macht die Wälder zu einem wichtigen Bestandteil des Klimaschutzes.

Wie aber kommt das Holz aus dem Wald ins Sägewerk oder in die Fabrik? Hierüber gab Forstwirtschaftsmeister Lars Möller Auskunft. Er hatte Motorsäge, Bandmass, Kluppe und anderes Gerät mitgebracht, das die Forstarbeiter so brauchen. Kluppe? Das hatten die Kinder noch nicht gehört. Mit diesem Gerät misst der Forstarbeiter den Durchmesser eines Baumes, ohne ihn vorher absägen zu müssen. Und sägen, das durften die Mädchen und Jungs dann auch noch, allerdings nicht mit der Motorsäge, sondern zu zweit mit der Bügelsäge. Nach so viel frischer Luft und Bewegung - die Stationen waren mit einigem Abstand im Wald verteilt - schmeckten die gegrillten Würstchen, für die Simone Mathias verantwortlich war, besonders gut.

 

Premiere beim Frühlingskonzert: Neues Musical von Tobias Weigel und der Musical-AG

05.06.2012

„Crazy, hazy feelings“ und mehr an der Max-Ernst-Schule

Riedelbach. Sommerkonzert an der Max-Ernst-Schule in Riedelbach - Burkhard Weckler hat mit Musical AG wieder ein Singstück einstudiert

(sn). Von Ludwig van Beethoven bis Bruno Mars, von den Comedian Harmonists bis Michael Jackson reichte das Spektrum der Komponisten, deren Werke die Schüler der Max-Ernst-Schule in Riedelbach vortrugen. Aber auch Tobias Weigel reihte sich dort ein. Der Musiklehrer des MES zeichnete wieder für ein Musical verantwortlich, das er zum Sommerkonzert mit der Musical-AG einstudiert hatte.

Und auch das gefühlvolle Lied „Down by the River“, das Burkhard Weckler und er vortrugen, begleitet von Musiklehrerin Anke Balschun auf der Geige, stammt aus seiner Feder. „Musik wird zu etwas Besonderem, wenn man sie mit anderen teilt“, sagte Marlien Kölsch, die zusammen mit Janina Grün und Mirko Born durchs Programm führte. Und teilen konnten die Schüler ihre Musik mit all den Eltern, Großeltern und Freunden, die sich in der voll besetzten Mensa zusammengefunden hatten.

Und eindrucksvoll stellten die Jugendlichen dar, wie die Max-Ernst-Schule auch ihren musikalischen Schwerpunkt ausbaut, wie Janina betonte. Den Auftakt des Abends in der Mensa der MES stellte das Musical dar, das die Musical-AG seit Februar geprobt hatte, wie Mirko berichtete. „Crazy, hazy feelings“, in diesem Stück um Oberflächlichkeit, Eifersucht und Mobbing, aber auch um Zuneigung, Freundschaft und Ehrlichkeit, zeigten die Schülerinnen und Schüler Rhythmusgefühl und stimmliche Sicherheit. Mit Liedern aus den Charts von „Dynamite“ von Tajo Cruz bis „Dieser Weg“ von Xavier Naidoo traten die Klassen R10a und R10b an. Auch Jonas Beuth am Flügel hatte sich der modernen Musik verschrieben und intonierte mit Einfühlungsvermögen Songs wie „New Age“ von Marlon Roudette.

Der Flügel war auch das Instrument von Johanna Haibach, die mit Bravour die Stücke von Barbo Kuru „Kleine Träumerei“ und „Rondo in C-Dur“ interpretierte. „Freude schöner Götterfunken“ von Beethoven hatte Carina Olschewski dem Publikum, ebenfalls auf dem Flügel, mitgebracht. Eher klassisch begannen auch Jana Rehfeld und Juliane Schmitt, unterstützt von Musiklehrerin Anke Balschun, alle drei Geige, ihren Vortrag mit der Europa-Hymne, um über das Allegro von Suzuki mit „Old head of Kinsale“ irisch zu enden.

In die 1930er Jahre wagte sich die R6c mit „Mein kleiner grüner Kaktus“, um über „Lemon Tree“ aus den 1990ern in die Jetztzeit mit „Someone like you“ von Adele zu kommen. „Das Orchester in mir“ ließ die Klasse H6 zu Worte kommen, die aber auch die Körper beim „2000 Watts“-Tanz und dem „Monsta-Tanz“ sprechen ließ. Michelle Häußer und Maxi Windhaus stimmten „Valerie“ an, um bei „A-Teams“ Unterstützung von Larissa Rumpf zu erhalten. Und Kevin Lauth, begleitet von Tobias Weigel am Flügel, intonierte „Eternal Flame“ von den Bangels. Samantha Cevelik ließ beim Schlagzeugsolo „Disda“ die Stöcke fliegen und wirbeln. Zum Abschluss dieses abwechslungsreichen Konzerts zeigte Friedemann Both mit „Grenade“ die Fortschritte seiner Gitarren- und Cajon-AG sowie mit „No ordinary Girl“ die der Band-AG. Die stellvertretende Schulleiterin Ramona Ondrovic und die Vorsitzende des Schulfördervereins, Heike Boss, bedankten sich bei den Musiklehrern sowie den für die Technik verantwortlich zeichnenden Schülern Nils Pütsch und Sebastian Maurer für ihr Engagement und die geopferte Freizeit.

 

Hauptversammlung des Fördervereins

23.05.2012

„Ohne Förderverein kann eine Schule nicht mehr existieren“

Riedelbach. Hauptversammlung des Fördervereins der Max-Ernst-Schule - Neuer zweiter Vorsitzender

(sn). Mit Andreas Schacher bekam der Förderverein der Max-Ernst-Schule (MES) am Montagabend einen neuen, aber erfahrenen zweiten Vorsitzenden. Schacher ist noch Vorsitzender des Fördervereins der Limesschule in Wehrheim. Neu im Vorstand sind auch Carola Rahn als Schriftführerin sowie die Konrektorin der Schule, Ramona Ondrovic, als Beisitzerin.

Monika Henrici, Sabine Wagner und Schulleiterin Hildegunde Gier schieden aus dem Vorstand aus. Wie Ondrovic in ihrem Bericht mitteilte, ist die Abordnung Giers um zwei Jahre bis Juli 2014 verlängert worden.

Mit 98 Anmeldungen für die fünften Klassen gebe es eine neue Hauptschulklasse sowie drei Realschulklassen im kommenden Schuljahr, blickte die Konrektorin in die nahe Zukunft. Damit sei die Kapazität der Schule, die für maximal 520 Schüler ausgelegt sei, erschöpft, zumal sich abzeichne, dass die achten Klassen geteilt und im sechsten Schuljahr eine Hauptschulklasse eingerichtet werde. „Es fehlen noch über 70 Lehrerstunden“, betonte Ondrovic besorgt, denn es gebe keine Lehrer mehr auf dem Markt. Die nächste Veranstaltung sei das Frühlingskonzert am 31. Mai um 18.30 Uhr, zu dem Musiklehrer Tobias Weigel wieder ein Musical komponiert habe.

Am 22. Juni finde die Entlassungsfeier der Schulabgänger statt und am Dienstag, den 14. August die Einschulung der Fünftklässler. „Ohne Förderverein kann eine Schule heute nicht mehr existieren“, wandte sich Ondrovic dankend an die Vorsitzende des Fördervereins, Heike Boss. Diese zählte kurz die Leistungen des Fördervereins im vergangenen Jahr auf. Von der Auszeichnung von Schülern für ihr besonderes Engagement, über Zuschüsse zum Ungarnaustausch sowie für Klassenfahrten, die Anschaffung von Legosteinen, Musikinstrumenten und anderem technischen Gerät bis hin zur Mikroskopkamera für den Fachbereich Biologie habe die Unterstützung gereicht. Dies sei aber nur dank der Einnahmen aus zum Teil zweckgebundenen Spenden verschiedener Stiftungen, Firmen und Privatpersonen möglich gewesen. Der Verein habe aber auch die Schul-T-Shirts verkauft sowie Kunstpostkarten mit Werken von Schülern. Außerdem gebe es Einnahmen von der Initiative „Schulengel“ sowie aus dem Einschulungscafé. Die Zahl der Mitglieder habe von 116 auf 125 erhöht werden können, freute sich Heike Boss. Außerdem sei der Verein dem Bundesverband der Schulfördervereine beigetreten, was Vorteile insbesondere bei der Haftpflichtversicherung habe. „Wir stehen finanziell gut da“, freute sich Kassiererin Angelika Beier. Nach ihrem Bericht und dem Bericht der Kassenprüferin Elisabeth Sommer wurde der Vorstand entlastet.

Und noch ist die Wunschliste der Schule nicht allzu lang, darum wurde die Anschaffung von Badminton-Schlägern und Bällen sowie von Mini-Volley-Handbällen für den Fachbereich Sport und die Anschaffung von Zeichengeräten für die Tafeln für den Fachbereich Mathematik von den zwölf anwesenden Mitgliedern gut geheißen.

Es schloss sich eine Diskussion über die beschränkten Mittel der Schule an, von denen selbst die Reparatur des Hausmeister-Traktors bestritten werden muss. Abschließend dankte Boss für die gute Zusammenarbeit mit Konrektorin Ramona Ondrovic, Schulsekretärin Eifert sowie dem Hausmeisterehepaar Kersten und Wolfgang Küster.

1. Vorsitzende: Heike Boss 2. Vorsitzender: Andreas Schacher (neu) Kassiererin: Angelika Beier Schriftführerin: Carola Rahn (neu) Beisitzer: Heidi Schmitz, Ramona Ondrovic (neu), Hartmut Ristow, Peter Schweikart, Anja Rehfeld

 

MES Hessentags-Fahnenlauf für Kenia-Kinder-Hilfe

27.04.2012

Vom Usinger Geld gibt es eine Kuh

Usingen. Hessentags-Spendenläufer im Usinger Land unterstützt (ek). Der erste Hessentags-Fahnenlauf in der Geschichte des Hessentags erregte auch in den Kommunen des Usinger Landes einiges Aufsehen. Immer wieder wunderten sich Bürger über einen Tross von Polizei und Rettungsdienst. Die Ordnungs- und Rettungskräfte eskortierten die Benefizläufer, die ab Montag die Hessentagsfahne aus der letztjährigen Hessentagsstadt Oberursel in die Hessentagsstadt 2012 nach Wetzlar brachten und unterwegs Spenden für ein neues Waisenhaus der Kenia-Kinder-Hilfe (KKH) sammelten.

Stammläufer waren Werner Krah, Winfried Schmidt, Georg Thoma und Stefan Beyer, die für den sechstägigen Etappenlauf Urlaub genommen hatten. Zu ihnen gesellten sich täglich wechselnd weitere Läufer. Für jede Tagesetappe wurde ein Startgeld von 20 Euro erhoben. Doch es waren nicht nur 60 Tagesetappenläufer unterwegs, sondern auch Kinder und Jugendliche oder Verwaltungsmitarbeiter, die kurze Teilstrecken mitliefen. Sie unterstützten mit Teilstartgeldern die gute Sache und verliehen den Stammläufern quasi Flügel. Auch wenn es nicht um Zeiten ging, sondern wie beim olympischen Feuer darum, die Fahne an den Zielort zu bringen, waren die Läufer am ersten Tag schneller als vorgesehen.

Alle sechs Kommunen des Usinger Landes unterstützten die Läufer und damit die Kenia-Kinder-Hilfe auf ihre Weise. Nach dem Start in Oberursel war am Montag in der Wehrheimer Mitte der erste Zwischenstopp im Usinger Land. Bereits ab der Lochmühle lief Dr. Paul Freiling mit, der in Wehrheim Ansprechpartner für die Aktion war. In der Mitte gab es Erfrischungen und Bananen für die Läufer, und dort warteten auch Kinder von der Kindertagesstätte Große Lache, Bürgermeister Gregor Sommer und Apfelblütenkönigin Peggy I. Hier wie an allen anderen Raststationen reichten die Begleiter der Tour das Spendenhaus der KKH herum. Immer dabei war Lutz Krücke aus Oberursel mit seiner Frau Mathilde, der sich als Initiator des internationalen Vereins mit der Förderung und Ausbildung von verwaisten Kindern und Jugendlichen in Kenia befasst und die Tour organisiert hatte.

An der Abzweigung der Heisterbachstraße gesellte sich Anke Ludwig aus der Neu-Anspacher Verwaltung zu den Läufern und begleitete sie bis zum Rathaus. Nach einer Erfrischung und Stärkung der Läufer stellten sich Neu-Anspachs Ordnungspolizistin Tanja Bonzelius und Forst-Außendienstmitarbeiter Uwe Paul als Zugpferde bis hinauf zur Jammerhecke in den Dienst der guten Sache. Endstation am Montag war am Rathaus in Schmitten, wo Kinder vom benachbarten Kindergarten Eden und Hartmut Müller aus dem Gemeindevorstand auf die ausgelaugten Läufer warteten, die von Marion Dietrich aus der Verwaltung verpflegt wurden. Am Dienstag wurde die Fahne weiter nach Bad Camberg getragen und am Mittwoch wieder über Weilrod ins Usinger Land.

Von der Max-Ernst-Schule in Riedelbach gingen am Mittwochmorgen 69 Schüler aus den 9. und 10. Klassen für den guten Zweck auf einer Teiletappe bis zur Erbismühle an den Start. Sie hatten 290 Euro gesammelt. Konrektorin Ramona Ondrovic hatte allen Grund stolz zu sein, nicht zuletzt auf Rainer Brechtel, der als Fachbereichsleiter Schulport Hauptmotivator war und zusätzlich als Abteilungsleiter Lauf und Triathlon beim TuS Weilnau Mitläufer vom Lauftreff mit auf die Teilstr!ecke geholt hatte. In Merzhausen wartete schon Ortsvorsteher Hansjörg Göttl mit Obst und Getränken auf die fünf Stammläufer, deren Tagesetappe in Usingen am Rathaus endete. Dort überreichte Bürgermeister Steffen Wernard (CDU) den Läufern einen Gutschein über 95 Euro. Dieser Betrag reicht aus, um für das neue Waisenhaus vor Ort eine Milchkuh zur Selbstversorgung anzuschaffen. Als Göttl später davon hörte, rief er gleich die Organisatoren an und sagte seitens des Ortsbeirates Merzhausen 40 Euro für den Kauf einer Ziege in Kenia zu.

„Kinder laufen für Kinder“ hieß es gestern Morgen an der Usinger Astrid-Lindgren-Schule, von wo aus 30 Schüler der 4. Klassen die Läufer ein Teilstück in Richtung Hattsteinweiher begleiteten. In Grävenwiesbach am Rathaus war der letzte Stopp im Usinger Land. Hie reichten Chris Dannewitz, Matthias Vollberg, Anita Hofmann und Heiko Buhlmann aus der Verwaltung eine Stärkung und Erfrischung. Nach 195 Kilometern werden die Benefiz-Läufer am Samstag die Fahne dem Hessentags-Paar und dem Wetzlarer Oberbürgermeister überreichen.

 

Girls' und Boys' Day

27.04.2012

Abgassonderuntersuchung: Die Mädels wissen nun Bescheid

Riedelbach. Girls/Boys Day an der Riedelbacher Max-Ernst-Schule - Jungs arbeiten im Kindergarten

(sn). Von der Riedelbacher Max-Ernst-Schule nahmen 29 Prozent der Mädchen, das sind 55 an der Zahl und 58 Jungs, was 20 Prozent ausmacht, am Girls/Boys Day teil. Wie Angela Knoll, die den Girls/Boys Day für die MES organisiert, mitteilte, beteiligten sich überwiegend die Jahrgangsstufen fünf bis sieben an dieser Aktion, da in den achten und neunten Klassen ohnehin Praktika stattfänden.

In den fünften Klassen erkundeten die restlichen Schüler mithilfe des Internets jeweils einen Beruf und stellten ihn anschließend den Klassenkameraden vor. Aber auch die Mädchen und Jungs, die einem Betrieb besucht haben, sollen danach über ihre Erfahrungen berichten. So blickten die Jungs hinter die Kulissen des Seniorenparks „carpe diem“, schauten sich im Kindergarten Hasselbach um, lernten, was ein Bäckereifachverkäufer macht oder banden beim Floristen einen Strauß.

Die Mädchen schnupperten bei einem Klavierbauer, bei der Luftsicherheit am Frankfurter Flughafen und beim Brandschutzservice rein, erkundeten die Arbeit eines Malers und Lackierers oder machten sich beim Autoservice Tim Jung oder Otfried Mohr die Finger schmutzig. Jessica Repp (13) aus Mauloff, die die Neu-Anspacher Adolf-Reichwein-Schule besucht, und Angie Hoffmann aus Hasselbach (12), die auf der MES die Mittlere Reife anstrebt, machten sich bei Opel-Mohr ein Bild von den Berufen des Kfz-Mechatronikers, der Fachkraft im Tankstellenbereich und der Einzelhandelskauffrau. So konnten die beiden bei einer Autogaslieferung dabei sein oder bei der Annahme von Autoteilen, was jeweils am Computer verbucht wurde. Dann wurde ein Auto mit der Abgassonderuntersuchung für den TÜV fertiggemacht. Aber auch beim Reifenwechsel durften sie mit anpacken, lernten, was es mit den Bezeichnungen auf einem Reifen auf sich hat, und wie man einen Reifen auswuchtet. Aber ihren Traumberuf fanden sie hier am Autohaus doch noch nicht.

 

Schüleraustausch mit Szikszó/Ungarn

16.03.2012

Für ein paar Tage wurden Riedelbacher Schüler zu Ungarn

Weilrod. Schüleraustausch der Max-Ernst-Schule in Riedelbach mit dem „Szepsi Csombor Márton Gymnazium“ in Szikszó - Umfangreiches Programm

/WALDEMS/SZIKSZÓ (sn). Debrecen, Hortobagy, Budapest und die Puszta, wer das hört, weiß gleich, es geht um Ungarn. Diese Ziele standen in diesem Jahr auf dem Besuchsprogramm im Rahmen des Schüleraustauschs der Max-Ernst-Schule in Riedelbach. Denn schon seit über zehn Jahren verbinden das „Szepsi Csombor Márton Gymnazium“ in Szikszó und die MES freundschaftliche Beziehungen.

Anfang März starteten 20 Schüler der Klassen 6 bis 10 mit Anke Balschun, die schon seit 2001 den Ungarnaustausch leitet, und Tobias Weigel gen Ungarn. Am Sonntagabend wurden die Jugendlichen noch auf ihre Gastfamilien verteilt, bevor am Montag die offizielle Begrüßung in der Schule stattfand. Dort nahmen die Mädchen und Jungs auch am Englisch-, Mathematik- und Deutschunterricht teil und besuchten den 2006 gepflanzten Freundschaftsbaum. In einer gemeinsamen Aktion wurden Wettspiele veranstaltet, ungarische Lieder gesungen und zu traditionell ungarischer Volksmusik getanzt.

Nachmittags blieb Zeit für einen Besuch der Jugendlichen mit ihren Gastgeberkindern im örtlichen Hallenbad. Debrecen mit Stadtführung und am Nachmittag ein Besuch in Hortobagy (Puszta) mit einer Reitervorführung und einer Kutschenfahrt bildeten das Dienstagsprogramm. Eine Fahrt in die ungarische Hauptstadt Budapest durfte natürlich nicht fehlen. Bei strahlendem Sonnenschein und ordentlicher Kälte besichtigten die Deutschen die Fischerbastei, das Parlament, die Basilika und das Felsenkrankenhaus, das nach seiner abwechslungsreichen Krankenhausgeschichte nunmehr als Museum dient. Der Donnerstag stand im Zeichen der Türken und des Marzipans. In Eger besichtigte die Gruppe die Burg, die in der Zeit der Türkenkriege eine wichtige Rolle spielte, aber auch das Marzipanmuseum, in dem den meisten das Wasser im Munde zusammenlief.

Am letzten Tag standen die Komitatsstadt Miskolc mit Stadtrundgang und ein Besuch des Thermal-Höhlenbades in Tapolca auf dem Programm.

Aber auch Unternehmungen mit den Gastfamilien kamen nicht zu kurz, wobei die Shoppingtouren sehr beliebt waren. Die Gemeinde Waldems - als Partnergemeinde der Stadt Szikszó - förderte die Fahrt mit einer Reisekostenunterstützung.

 

Besuch des People's Theatre an der MES

15.03.2012

„Glaubt ihr, dass Vadim auf diese Art Freunde findet?“

Riedelbach. Konflikte spielerisch und gewaltfrei lösen: Das „Peoples Theater“ aus Offenbach ist wieder zu Gast in der Max-Ernst-Schule in Riedelbach

(sn). Vadim nervt seine Mitschüler. Laut singend unterbricht er ein Gespräch, aufdringlich lustig nennt er die neue Mitschülerin Maja „Biene Maja“ und stimmt das entsprechende Lied an oder lädt sich selbst zu Finns Geburtstagsbowlingparty ein. Das bringt Finn natürlich auf die Palme, so dass er Vadim angreifen will...

Hier stoppt Moderatorin Lena mit ihrem Gong das Spiel. Das „Peoples Theater“ aus Offenbach ist zu Gast in der Max-Ernst-Schule in Riedelbach. Zusammen mit den Schülern sucht die Moderatorin in dieser etwas entgleisten Situation nach Lösungsmöglichkeiten. An diesem Tag steht das Thema „nervig sein“ auf dem Programm. So wird in jeder Stunde, die das junge Team vom Peoples Theater mit einer Klasse arbeitet, ein vorher mit den Lehrern abgestimmtes Thema behandelt.

Mobbing, Störungen im Unterricht oder Ausgrenzung werden unter dem übergeordneten Thema der Gewaltprävention behandelt. Und da sich das Peoples Theater das Motto „Mitdenken, mitbewegen“ gegeben hat, werden die Schüler bei der Konfliktlösung miteinbezogen. Aber vorher werden für die Veranstaltung Regeln wie „andere ausreden lassen“, „respektvoll sein“ oder „niemanden auszulachen“ festgelegt. Die vier jungen Schauspieler, die ehrenamtlich für den Offenbacher Verein arbeiten, spielen jeweils eine kurze Szene vor, in der ein Konflikt entsteht. An dem Punkt, wo Gewalt auszubrechen droht, greift jeweils die Moderatorin ein. Zunächst fordert sie die Mädchen und Jungs auf, das Vorgefallene zusammenzufassen, um dann zu analysieren.

Am Mittwochvormittag ist die R6a der MES an der Reihe. „Glaubt ihr, dass Vadim auf diese Art Freunde findet?“, fragt Lena in die Runde der Jugendlichen. Denn diese hatten festgestellt, dass der nervende Junge eigentlich nur nach Aufmerksamkeit strebt und wahrscheinlich Kontakt sucht. Die Vorschläge reichen von ignorieren, mitlachen bis freundlicher, respektvoller reagieren oder den Lehrer hinzuziehen. Christian traut sich als erster einen der Schauspieler zu ersetzen und die Szene weiterzuspielen, ohne Aggression aufkommen zu lassen. „Das war super mutig, dass du nach vorne gekommen bist“, lobt Lena den „Nachwuchsschauspieler“. Aber sie findet es auch gut, dass er so ruhig geblieben und nicht aggressiv geworden ist. Nach und nach wird in der gleichen Szene jede der handelnden Personen von einem der Schüler ersetzt, die sich von den Zuschauern noch Tipps für die Konfliktlösung geben lassen.

Fünf Mal kam das Peoples Theater bislang an die MES, um mit den sechsten Klassen Konfliktlösungsmodelle zu erarbeiten und die soziale Kompetenz der Jugendlichen zu stärken. Gesponsert wird die Veranstaltung vom Rotary Club Usingen, aber jeder Schüler gibt noch einen Obolus von fünf Euro hinzu. Die Teams des Peoples Theaters, die aus sechs jungen Leuten bestehen, werden jeweils für ein Jahr „engagiert“. In dieser Zeit leben sie zusammen in einer Wohngemeinschaft, erhalten Schauspielunterricht und Rhetorik-Training, bevor sie in die Schulen gehen, um dort konstruktive Konfliktbewältigungsstrategien zu vermitteln.

Weitere Informationen im Internet unter: www.peoples-theater.de.

 

Musical-Premiere an der MES

08.02.2012

MES als Tor in die Unterwasserwelt

Riedelbach. Musik-AG der Max-Ernst-Schule bringt ihr Musical „Another World“ auf die Bühne (sn). Es ging um Freundschaft, erste Liebe und Eifersucht, um eine Mutprobe, eine zerrüttete Ehe und den Egoismus in der Welt. Zusammen mit etwas Mystery hatte die Musik-AG der Max-Ernst-Schule in Riedelbach daraus das Musical „Another World“ gemacht.

„Es war schon als Student mein Traum, mit Schülern mal ein Musical aufzuführen“, berichtete Musiklehrer Tobias Weigel. Deshalb ging er in den Sommerferien zwei Wochen lang in Klausur, schrieb die Geschichte, Texte und Melodien. Einige autobiografische Züge habe die Handlung, gab Weigel zu. Als dann die Musik-AG nach den Sommerferien das erste Mal zusammenkam, fragte er die 13 Mädchen, ob sie das Musical einstudieren wollten. Nach der Zustimmung feilte die Gruppe noch an den Dialogen, übte die Lieder ein und wie man sich auf der Bühne bewegt, malte die Bühnenbilder mit Unterstützung von Kunstlehrer Burkhard Weckler und Weigel spielte die Musik ein.

Beim Tag der offenen Tür am Samstag standen Kim, Maxi, Katrin, Laura, Alicia, Theresa, Victoria, Mirka, Sharleen, Patrizia und Michelle dann das erste und das zweite Mal auf der Bühne. Am Montagmorgen führten die Mädchen das Stück noch zwei Mal für ihre Mitschüler auf: Tim (Kim Herget) ist traurig, dass der Vater seine Mutter und ihn verlassen hat.

Aber trotzdem verabredet er sich mit seinen Freunden Frank (Katrin Ax), Maria (Maxi Windhaus) und Mehmet (Alicia Lichtnecker) zum Schwimmen. Um Maria zu beeindrucken, veranstalten Frank und Tim ein Wettschwimmen. Als sie sich dabei überschätzen, wollen ihnen Mehmet und Maria zu Hilfe kommen, doch alle werden in die Unterwasserwelt gezogen, wo ihnen seltsame Wesen begegnen und „der Graf“ (Michelle Häuser) sie gefangen nimmt. Aber sie können sich befreien und den Grafen durch ihre selbstlose Freundschaft überzeugen, sie zurückkehren zu lassen...

„Es gehört schon etwas dazu, sich auf die Bühne zu stellen“, betonte Weigel. Er freute sich, dass das Mammutprojekt so gut über die Bühne ging. Auch Konrektorin Ramona Ondrovic war begeistert von so viel Engagement bei den Schülerinnen, die oft länger geblieben waren und auch zu Hause noch geübt hatten. Aber auch ohne Nils und Sebastian, die die Technik von Ton, Licht und Nebelmaschine bedient hatten, wäre die Aufführung nicht möglich gewesen.

 

Erfolgreicher Informationstag

07.02.2012

Hochspannung nicht nur im Physik-Raum

Riedelbach. Max-Ernst-Schule stellt sich beim Tag der offenen Tür zukünftigen Schülern vor

RIEDELBACH (sn). In den vergangenen Jahren ist die Schülerzahl der Max-Ernst-Schule in Riedelbach konstant gestiegen. Jetzt sind es gut 480 Mädchen und Jungs, die hier an der Haupt- und Realschule unterrichtet werden. Die Eltern schätzen die Überschaubarkeit der Schule, die gute Ausstattung des Neubaus und das pädagogische Konzept.

Am Samstagvormittag konnten sich beim Tag der offenen Tür Interessierte, vor allem Eltern und zukünftige Schüler, ein Bild vom Angebot und den Räumlichkeiten machen. Konrektorin Ramona Ondrovic stellte in der Mensa zunächst die drei- bis vierzügige Schule vor. Sie berichtete über den Übergang in Klasse 5, in der der Klassenlehrer noch eine starke Stellung innehabe, aber die hinzukommenden Fächer durch entsprechende Fachlehrer abgedeckt werden.

Das Angebot der Kunstklasse, der Walderlebnistag, die Berufsorientierung, die Klassenfahrten, das Trainingsraumkonzept, Leseförderung und Rechtschreibtraining, das Projekt zur Schulreinhaltung, das Mittagessenangebot und die drei Säulen der Nachmittagsbetreuung riss Ondrovic kurz an und lud ein, sie bei Fragen am Stand der Schulleitung anzusprechen. Auch der Elternbeirat und der Förderverein stellten sich im Eingangsbereich der Schule vor. „Schon ganze Klassen haben das Schul-T-Shirt bestellt“, freute sich Monika Henrici, die stellvertretende Vorsitzende des Fördervereins, die die in poppigen Farben leuchtenden Kleidungsstücke mit dem Schullogo anbot. Hier starteten auch die Rundgänge durch das Gebäude, die von Neunt- und Zehntklässlern geführt wurden und die von den zahlreichen Besuchern gern angenommen wurden. Dabei wurden das Ganztagszentrum, die Bibliothek, die Mensa und die Fachräume vorgestellt.

Im Chemieraum flambierten unter den neugierigen Blicken der zukünftigen Fünftklässler Anne-Sophie und Jennifer gerade ein Taschentuch, ohne es zu verbrennen. Im Nachbarraum ließ Physiklehrerin Angelika Beier die Funken fliegen, als sie die Auswirkungen von Hochspannung demonstrierte. In der Küche duftete es nach Waffeln, denn hier waren Schüler am Werke, backten die Leckereien und verkauften sie. Gegenüber im Werkraum durften sich Sammy, Sophie und Corinna unter von Anleitung Thomas Betz an der CNC-Fräse Namenschilder aus Holz herstellen. Und im anderen Werkraum waren die Steinklopfer bei der Arbeit. Stefanie Noh stellte ihr Steinzeitprojekt vor und bot an, sich eine eigene Speerspitze herzustellen. Aber auch die Sprachen kommen nicht zu kurz. Die Kunstklasse R6c hatte unter Leitung von Richarda Zorn-Peter das englische Theaterstück „Robin Hood“ einstudiert, das sie auf der Bühne der Mensa aufführte. Und im Musikraum war das Musical „Another World“ angesagt, später präsentierte sich hier die Schulband.

In den einzelnen Klassenräumen konnten die Besucher sich an der „British Snackbar“ mit buntem Kuchen, Cookies und Sandwiches versorgen, mathematische Knobeleien lösen, die interaktiven Whiteboards kennenlernen oder sich über das Goethe-Projekt und das American-Projekt informieren. Aber nicht nur gelernt wird hier an der Schule. Auf dem Weg zur Ganztagsschule gibt es auch Angebote für die Freizeit, wie den Ruheraum, die Sporthalle, den Billardraum und die Schülerlounge, die alle ebenfalls zu besichtigen waren.

 

Tag der offenen Tür

21.01.2012

Tag der offenen Tür an der MES in Riedelbach

Riedelbach. (sn). Wer die Wahl hat, hat die Qual, aber auch die Möglichkeit zur Information und Meinungsbildung. Die Schulwahl für den Nachwuchs will gut bedacht sein. Deswegen lädt die Max-Ernst-Schule in Riedelbach für Samstag, 4. Februar, zu ihrem Tag der offenen Tür ein. Hier können sich Eltern von Viertklässlern, aber auch die Schüler selbst über die Angebote der Schule informieren. Um 9.30 Uhr geht es los. Zu Beginn wird die stellvertretende Schulleiterin Ramona Ondrovic in der Mensa über alles Wissenswerte rund um die Schule sprechen. Bis 12.30 Uhr besteht dann die Möglichkeit, die Schule zu besichtigen. Zehntklässler bieten Führungen an. Im Ganztagsbereich stehen Betreuungsmöglichkeiten mit Bastel- und Spielangeboten für die jüngeren Geschwister zur Verfügung, damit sich die Eltern in Ruhe umsehen können. Im ganzen Schulgebäude verteilt werden Ausschnitte aus dem Schulprogramm dargestellt. Ein englisches Theaterstück, eine Darbietung der Musical-AG, mathematische Projekte und vieles mehr werden zu sehen sein. Das Trainingsraumprogramm wird vorgestellt. Ein Infostand informiert über den Umgang mit der Lese-Rechtschreib-Schwäche hier an der Schule. Für das leibliche Wohl wird mit Waffeln, englischem Essen und Snacks vom Schulkiosk gesorgt.

Lehrer und Schulleitung, Förderverein und Elternvertretung stehen für Informationen zur Verfügung.

 

MES Schulband "Emporer" nimmt professionelle CD auf

12.01.2012

Und dann war doch alles ganz anders

NEU-ANSPACH. Von Evelyn Kreutz

Die heimische Band „Emporer“ löst ihren Gewinn ein und nimmt ihre erste professionelle CD im Tonstudio von Ralf Wagner in Nieder-Erlenbach auf

Mit Coversongs und eigenen Titeln hatten die fünf Jungs der Gruppe „Emporer“ im vergangenen Frühjahr in der Aula der Adolf-Reichwein-Schule (ARS) den dritten Bandcontest der Musikschule Musikpalast gewonnen. Als Sieger durfte die Band einen Tag in Ralf Wagners Tonstudio „Tonstelle“ in Nieder-Erlenbach verbringen und mit dessen Hilfe ihre erste professionelle CD aufnehmen.

Friedemann Both, der Leiter der Musikschule Musikpalast, hatte die hoch motivierten Nachwuchsmusiker intensiv vorbereitet und begleitete sie natürlich ins Studio. Obwohl sich die jungen Musiker bei Liveauftritten schon ziemlich routiniert präsentieren, und Both mit ihnen in den Proben die besonderen Abläufe für die Aufnahme einstudiert hatte, war dann nach dem Stimmen der Instrumente und dem Soundcheck alles doch irgendwie anders.

Jeder Musiker bestimmte selbst, was über seinen Kopfhörer laufen sollte. Wenn nicht die komplette Band zu hören war, klangen Titel, die sie schon zigmal gespielt hatten „irgendwie fremd“. Aber die Jungs gingen zielstrebig zur Sache, wollten sie doch drei eigene Titel und als vierte Nummer ihre Coverversion von „Seven Nation Army“ aufnehmen. Ralf Wagner startete mit einem kurzen „Band läuft“ die erste Aufnahme, um erst einmal festzustellen, wie sich das Ganze überhaupt anhört. Als Nächstes spielten Schlagzeuger Janis Weidner und Bassist Nils Pütsch eine Grundversion ein und im nächsten Schritt spielten Fabian König und Marcel Schnabel darüber die Gitarrenlinien. Als Letzter war dann Sänger Fabian Henrici gefordert.

Auf den Punkt

„Hier muss man alles ganz genau machen“, erklärte der Bassist. Nur wenn jeder einen ganzen Titel lang seine Einsätze auf den Punkt brachte und Groove und Tempo durchhielt, war die Aufnahme optimal verwertbar. Der Tontechniker könne beim Mischen noch einiges retten, erklärte Wagner, aber je exakter die Band spiele, desto besser werde die Version. Das klappte schon gut beim ersten Song, der eigenen Nummer „Was soll das“, spontan gut und in nicht einmal eineinhalb Stunden war die Aufnahme erledigt. Auch der „Wandsong“ und eine weitere Eigenkomposition mit dem Titel „Em-porer“ gingen recht flott über die Bühne.

Der letzte Song war zwar musikalisch der einfachste aber in Sachen Aufnahme der schwierigste. Die Konzentration ließ bei „Seven Nation Army“ hörbar nach. Nach dem ersten Durchspielen und der Frage der Musiker aus dem Aufnahmeraum: „Was jetzt? War das gut?“, meinte Both gnadenlos, sie könnten das besser. „Das Timing schlabbert, die Gitarren sind nicht auf dem Punkt und treiben das Tempo. Das Schlagzeug muss das Timing klarer vorgeben, die Gitarrenlinien müssen ruhiger werden.“ Natürlich sei es schwierig, drei Minuten lang dasselbe präzise wie ein Computer zu spielen, gab Both zu und empfahl den Musikern nicht nach vorne, sondern mehr zurückgelehnt zu spielen. „Das klang ja richtig philosophisch“, war die erste Reaktion. Dann gaben sich die Jungs noch einen Ruck.

„Die sind echt gut drauf“, attestierte Wagner zum Schluss. Laut Both sei die Studioarbeit für die jungen Musiker nicht nur eine einmalige Erfahrung, die CD könne auch auf You Tube eingestellt werden. Als Hörprobe helfe eine solche Demo-CD an weitere Engagements zu kommen und sich einen Namen zu machen. Erst einmal reicht das knapp einstündige Repertoire von „Emporer“ für kleine Auftritte oder für ein Konzert, das sie mit einer anderen Gruppe gestalten. Aber die Jungs sind ehrgeizig und wollen weitere Titel einstudieren.

Als Siegerband werden sie unter anderem beim diesjährigen Musikpalast Bandcontest außerhalb der Konkurrenz die Besucher unterhalten und zum 20-jährigen Jubiläum des Kindergartens Abenteuerland sind sie auch schon gebucht.

 

Vorlesewettbewerb der 6. Klassen

09.12.2011

„Ich mag Pferdebücher“

Riedelbach. Vorlesewettbewerb an der Max-Ernst-Schule in Riedelbach - Siegerin Sharon Felderhoff

(sn). Die Bücher „Heißgeliebte Pferde“ von Miriam Stoffers und „Skulduggery pleasant“ von Derek Landy führten Sharon Felderhoff von der R6c zum Sieg. Besonders beim unbekannten Text um das Skelett, das als Detektiv auftritt, setzte sie sich deutlich vom Zweitplatzierten, Lorenz Wolter, R6a, und der dritten im Bunde, Wiebke Wawarta, R6b, ab.

Tina Fukner kristallisierte sich bei der Hauptschulklasse als Beste heraus. Die Schulsiegerin im Lesewettbewerb der sechsten Klassen an der Max-Ernst-Schule (MES) in Riedelbach, Sharon, wird die Schule beim Regionalentscheid im Februar vertreten. „Sie hat am besten betont, die Satzzeichen mitgelesen und auch sehr gleichmäßig gelesen“, befand Stefanie Keller, die den Wettbewerb an der MES organisiert hat und die Schulbibliothek betreut.

Im Musikraum der Schule hatten am Mittwoch die vier Kinder ihre Lieblingsbücher vor allen sechsten Klassen, der Jury aus den Deutschlehrern Heike Scharfe-Diebel, Tobias Weigel, Gabriele Vorhagen und der Vorjahressiegerin Maxi Windhaus sowie Keller vorgestellt. Außer ihrem Wahltext lasen sie den unbekannten Text aus der preisgekrönten Jugendbuchreihe. „Ich mag Pferdebücher“, begründete Sharon ihre Buchwahl. Sie las das erste Kapitel des Buches vor, damit die Zuhörer den Einstieg in die Geschichte fanden. Der bundesweite Lesewettbewerb über mehrere Runden wird jährlich vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels ausgeschrieben. Zunächst wird dabei in jeder sechsten Klasse der Klassensieger ermittelt. Diese treten dann in jeder Schule gegeneinander an um den Schulsieger zu ermitteln, der dann zur nächsten Runde fährt.

 

Projektprüfungen der 9. Hauptschulklasse

30.11.2011

Köstlich, gemütlich, sozial und historisch

Riedelbach. Hauptschüler der Max-Ernst-Schule in Riedelbach stellen ihre Abschlussprojekte vor

(sn). Zwei köstliche Projekte, zwei gemütliche, zwei geschichtliche und ein soziales hatten sich die Hauptschüler der Max-Ernst-Schule in Riedelbach für ihre Abschlussprüfungen vorgenommen. In der vergangenen Woche setzten sie diese in die Tat um. Und am Montag präsentierten sie ihre Ergebnisse der Prüfungskommission.

In der Schulküche duftete es nach Lebkuchengewürzen und Schokolade. Die Gruppe aus Stephanie Kunz, Jasmin Czische und Therese Eckhardt hatte es sich zur Aufgabe gemacht, die Geschichte des Lebkuchens zu beleuchten. Dazu stellten sie ein zauberhaftes, mit viel Zuckerguss „verschneites“ und von innen erleuchtetes Lebkuchenhaus her. In ihrer Präsentation berichteten sie von den dazugehörigen Gewürzen von Anis bis Zimt.

Die drei Leckermäuler Adis Palamar, Lars Dreyer und Tobias Hedwig zeigten den Weg von der Kakaobohne bis zur Praline auf. Dazu hatten sie die Chocolaterie in Gießen besucht, um sich dort das nötige Know-how anzueignen und die Zutaten zu besorgen. „Die aufgekochte, heiße Sahne wird über die Bitterschokolade gegossen. Dann wird langsam umgerührt, bis eine cremige Masse entsteht“, erläuterte Adis den Vorgang. Und dann durften sich die Prüfer die Süßigkeit auf der Zunge zergehen lassen.

Gegenüber der Schulküche in den Werkräumen duftete es auch, und zwar nach frischem Holz. „Wir wollten von Anfang an etwas aus Holz machen“, sagte Lukas Reiter, der gemeinsam mit Marcus Giessmann, Marcel Knippler und Dominik Krahl eine Holzbank gebaut hatte. Aus heimischem witterungsbeständigen Lärchen- und Douglasienholz hatten sie ihr Sitzmöbel gesägt, gehobelt, geschliffen und geschraubt. Clou war der darauf passende, verschiebbare, kleine Tisch.

Auch Jens Mathias, Merlin Setzer und Christian Nickolai hatten sich eine Holzbank vorgenommen, doch sie fertigten diese aus einem Naturholzstamm. Die besondere Schwierigkeit hierbei war die Anpassung der Rückenlehne an die Sitzfläche durch die ebenfalls wie gewachsen verwendeten Stützen der Lehne. Die Befestigungsschrauben wurden verdeckt eingearbeitet. Und damit das Holz nicht reißt, hatten sie Bandeisen eingeschlagen.

Holz war auch der Werkstoff der Gruppe aus Daniel Unrau, Lear Barta, Alexander Arnold und Robin Feigl. Sie hatten sich von einem Film inspirieren lassen und sich als Thema das Trojanische Pferd ausgesucht. Während zwei der jungen Männer sich eher dem historischen Hintergrund widmeten, machten sich die beiden anderen ans Werk. Sie bauten ein Gerüst aus Dachlatten, das sie dann verschalten. Und so entstand ein hohles Holzpferd, in das sogar eine zierliche Person hineinpasste.

Ein geschichtliches Thema, verknüpft mit viel handwerklichem Geschick war „Die Burg im Spätmittelalter“. Mit viel Geduld und viel Zeitaufwand hatten Natalie Löw, Fabrizio Moles und Janis Nickel das Modell einer Burganlage hergestellt. Alles, was damals in einer solchen Burg zu finden war, Burgfried, Palas, Wehrtürme, Burgmauer mit Schießscharten, Kirche, Schmiede, Brunnen, Gesindehaus, hatten sie aus Hasendraht, Gips, Pappmaché, Holz und Farbe nachgebildet. Mit Bäumen aus dem Modellbau und Burgtoren aus der Spielzeugkiste vervollständigten sie das Ganze.

Mit dem Hospiz hatten sich Jan Schneider, Sarah Götz und Antonia Vetter aufgrund persönlicher Erfahrungen ein Thema gewählt, das auch als Thema einer Realschulpräsentation akzeptiert worden wäre. „Wir wollten damit auch falsche Vorstellungen vom Hospiz zurechtrücken, die sich viele Leute machen“, sagte Antonia. Dazu besichtigten sie das Hospiz „Arche Noah“ in Niederreifenberg und stellten dort viele Fragen. Aber sie interviewten auch andere Jugendliche, um deren Wissen und Ansichten zum Thema zu erfassen.

Ramona Ondrovic, stellvertretende Schulleiterin, zeigte sich mit dem Ablauf der Prüfungen, vor allem auch mit der Disziplin der zuhörenden Achtklässler und den Leistungen der Schüler sehr zufrieden.

 

Rückschau auf den Weilroder Kunstmarkt

07.11.2011

„Der Mensch ist nur da ganz Mensch, wo er spielt“

Riedelbach. 5. Weilroder Kunstmarkt in der Riedelbacher Max-Ernst-Schule zieht viele Besucher an

(sn). Ein vielfältiger Querschnitt durch zahlreiche Kunstrichtungen wurde am Wochenende in Riedelbach präsentiert. Bilder und Skulpturen, Tanz und Musik, Theater und Literatur, Kunsthandwerk und Bastelarbeiten, Weilroder Bürger und auswärtige Gäste zeigten die verschiedenen Facetten ihre Kreativität. Denn die Gemeinde Weilrod hatte zum 5. Weilroder Kunstmarkt in die Max-Ernst-Schule eingeladen.

Vor acht Jahren wurde der erste Weilroder Kunstmarkt abgehalten, damals von der Lokalen Agenda 21 initiiert, wie Lotte Ruiter vom Organisationsteam in ihrer Begrüßung berichtete. Ziel war einerseits das Gemeinschaftsgefühl Weilrods zu festigen, andererseits zur bürgernahen Vermittlung von Kunst und Kultur beizutragen.

„Der Mensch ist nur da ganz Mensch, wo er spielt“, dieses Zitat von Schiller nahm Landrat Ulrich Krebs, Schirmherr der Veranstaltung, zum Anlass, über das kreative Potenzial im Taunus und speziell in Weilrod zu philosophieren. Angesichts der guten Resonanz rief er zum Weitermachen auf. Denn mit so einer Veranstaltung sei positive Werbung für den Ort verbunden.

Weilrods Bürgermeister Axel Bangert begrüßte auch die Künstler der französischen Partnergemeinde Billy-Berclau, die immerhin einen Weg von 600 Kilometern auf sich genommen hätten, um am Kunstmarkt teilzunehmen. Solch eine Plattform wie der Kunstmarkt diene den Künstlern dazu, sich darzustellen. Als Hausherrin lobte Konrektorin Ramona Ondrovic, in Vertretung der für einige Monate an das Kultusministerium abgeordneten Schulleiterin Hildegunde Gier, die engagierten Kunstlehrer der Schule, die die Kunst auch aus der Schule zu zahlreichen Ausstellungen herausbrächten. Aber an diesem Tag konnten sich die Besucher auch hier in der Schule von der Qualität der Leistungen im Kunstunterricht überzeugen, denn alle drei Weilroder Schulen stellten hier aus. Und eine der Kunstklassen der Max-Ernst-Schule bereicherte das Programm des Kunstmarkts um das Theaterstück „Konferenz der Tiere“.

Immer wieder fand auf der Bühne der Mensa oder im kuscheligen Leseraum ein Programmpunkt statt. Tänzerisch begeisterten die Danzerey Burg Weilnau mit ihren mittelalterlichen Tänzen, die „Töchter der Bastet“ und die „Juwelen des Abendlands“ mit ihren orientalischen Rhythmen und Bewegungen. „Wie Blumen“, schwärmte eine Besucherin von den farbenfrohen Kostümen der Tänzerinnen. Die Musik brachten Fabian Henrici mit Gitarre und Gesang sowie der Posaunenchor Weilnau auf die Bühne. Die Literatur vertraten die Weilroder Autorinnen Michaela Santowski, Sabine Preusser und Elfi Schöniger, die aus ihren Werken lasen.

Bei Uschi Flacke am Stand ließen sich zahlreiche ihrer Fans die Bücher der Altweilnauer Kabarettistin und Autorin signieren. Schöniger nutzte die Anwesenheit der Autorinnen und knüpfte Kontakte zu den Gleichgesinnten, um einen Autorenstammtisch zum Erfahrungsaustausch ins Leben zu rufen. Die Weilroder Aussteller waren zum größten Teil Stammgäste, aber auch einige neue Aussteller hatten sich darunter gemischt. Hannelore Schweitzer aus Winden präsentierte massiv wirkenden, aber dennoch leicht zu tragenden Schmuck aus dickem, eloxiertem Aluminiumdraht in Verbindung mit Schmuckelementen aus Glas, Edelsteinen oder Holz. Holz ist auch das Element von Diethard Herbst aus Emmershausen, der knollenartige Auswüchse von Bäumen sammelt und bearbeitet. Diesen „Gnubbeln“ oder „Waldperlen“ verleiht er eine glatte, schimmernde Oberfläche und verarbeitet sie zu Kunstobjekten, Flaschenkorken, Schalen oder lässt sie einfach nur für sich wirken.

Gastkünstler Ingmar Becker aus Usingen ist Oldtimerfan, er fährt und malt diese Schmuckstücke. In seinen Bildern bringt er die charakteristischen Gesichter, Linien und Formen der alten Autos zum Ausdruck. Die von Sabine Toussaint aus Rod an der Weil getöpferten Dachreiter zogen viel Blicke auf sich und ließen manchen schmunzeln. Denn ihre Schlafwandlerin, ihr Zimmermann oder ihr Zauberer, die man sich auf den First setzen kann, sind humorvolle Figuren. Fröhlich ging es auch an den Ständen der französischen Gastkünstler zu, die dort mit den Mitgliedern des Freundeskreises Billy-Berclau zusammentrafen und das Wiedersehen feierten. Warmes für die Ohren und Warmes für den Magen, Strickmützen und Liköre, schöne und praktische Dinge, Gemälde vom schwarzen Hengst, über Mohnblumen bis zu Abstraktem und Handytaschen oder Weihnachtskarten, ein vielseitiges Angebot lockte zahlreiche Kunden zum Kauf.

Abgerundet wurde die Veranstaltung von den kulinarischen Angeboten der Weilroder Kindergärten, für die der Erlös der Veranstaltung bestimmt ist.

 

Halloween an der Max-Ernst-Schule

03.11.2011

MES-Lehrer verteilen Süßes statt Saures

Riedelbach. (sn). Grinsende und grimmige Kürbisköpfe flankierten am Montagmorgen die Treppe ins Schulobergeschoss der Max-Ernst-Schule in Riedelbach. Und oben warteten schon Schulsozialpädagogin Elisabeth Sommer und Betreuerin Carmen Rohe, um Süßes an die Schüler zu verteilen, damit es nichts Saures gab. Auch die Mitglieder des Kollegiums gingen nicht leer aus, auch sie freuten sich über eine weiße Schaummaus oder eine süße Gummischlange.

Schüler schnitzten Gesichter

In der Woche zuvor hatten Schüler der Nachmittagsbetreuung die orangefarbenen Früchte ausgehöhlt und die Gesichter geschnitzt. Übers Wochenende kühl gelagert, boten sie den Kindern und Jugendlichen, aber auch den Lehrkräften, eine leuchtende Halloween-Überraschung.

Die Schnitzer nahmen am Mittag ihre Kürbis-Kunstwerke mit nach Hause, damit sie dort abends noch einmal zum Einsatz kommen konnten.

 

Architekturrundgang an der Max-Ernst-Schule

01.11.2011

Der Raum als dritter Lehrmeister der Schüler

Riedelbach. Im Detail stecken 1000 Ideen: Architekturrundgang in der Max-Ernst-Schule in Riedelbach

(sn). Der Raum als dritter, heimlicher Lehrmeister der Schüler stand im Mittelpunkt des Architekturrundgangs, zu dem der Hochtaunuskreis für Samstagnachmittag eingeladen hatte. Im Rahmen des Bauprogramms „Schulen für das 21. Jahrhundert“, das im Jahr 2000 vom Kreistag beschlossen worden war, war auch die Max-Ernst-Schule in Riedelbach neu errichtet worden.

Helmut Kotyrba, stellvertretender Fachbereichsleiter Hochbau, Cornelia Kalinowski, stellvertretende Fachbereichsleiterin Kultur, Schulleiterin Hildegunde Gier und Architekt Martin Neugebauer führten eine gute Handvoll Interessierter durch die Räume. Darunter befanden sich einige Architekten, die mit ähnlichen Aufgaben befasst sind, aber auch Kreistagsmitglied Bettina Mertgen (CDU), Mitglied des Schulausschusses, die diese Schule noch nicht persönlich gesehen hatte. Sie staunte vor allem darüber, dass die Schule jetzt nach etwa fünf Jahren noch so gut wie neu aussah. Wie Gier erläuterte, liege das vor allem daran, dass sich die Schüler hier in den lichtdurchfluteten Räumen wohlfühlten. Aber auch die Schulkultur mit den Verantwortlichkeiten der Schüler und der Sozialkontrolle durch die Schülerschaft trägt zu dem guten Erhaltungszustand bei. Andererseits sei auf die Wände ein Graffiti-Schutz aufgebracht worden. Neugebauer ergänzte, dass die gewählte Oberfläche der Fertigbetonteile vor Ort sandgestrahlt worden sei. Schon daher eigne sich die Fläche durch ihre Struktur nicht zum Bemalen. „Im Detail stecken 1000 Ideen“, schwärmte Kotyrba von dem Bau. Bei dem Rundgang, der die Gruppe von der Zentralgarderobe mit Spind für jeden Schüler, über die Bibliothek mit Ausblick auf den Innenhof mit Teich, den Mehrzweckraum mit Bühne, die Kunsträume mit reichlichen Lagermöglichkeiten bis hin zum Trakt mit den Arbeitslehre-Räumen führte, beantwortete Neugebauer viele Fragen der Kollegen. So erläuterte er, dass die Schule mit einem Blockheizkraftwerk ausgestattet sei, das durch zwei Ölbrenner ergänzt werde. Die öffentlichen Zonen würden über den Fußboden beheizt, während die Klassenräume mit einer Deckenheizung ausgestattet seien. An der Decke fielen daraufhin die Lochbleche auf, hinter denen sich die Heizschlangen verstecken. Diese wiederum liegen vor einer schalldämmenden Schicht. Auch in den Wandnischen auf den Fluren, verdeckt durch die Kunstwerke der Schüler sind schalldämmende Werkstoffe verarbeitet, was zu der angeehmen Akkustik in der Schule beiträgt. Und diese Wandnischen bieten außerdem die Möglichkeit ohne viel Aufwand weitere Zugänge zu den dahinterliegenden Räumen zu schaffen, falls ein Umbau gewünscht ist. Von der „Sternküche“ im Arbeitslehrebereich, in der vier Gruppen gleichzeitig arbeiten können - jeder Bereich und die dazugehörigen Schränke sind farblich markiert - ging es ins Obergeschoss mit den Klassenräumen, der Verwaltung und den Fachräumen. Schmale seitliche Fenster mit Einbruchschutz erlauben hier eine nächtliche Lüftung.

Zum Schluss wurde noch ein Abstecher ins Ganztagszentrum mit Mensa, Küche und den Freizeitbereich mit Billardtischen, Airhockey, Legoraum, Ruheraum und Schülerlounge gemacht. Die hohe Qualität und die damit verbundenen hohen Kosten erklärte Kotyrba mit der Philosophie des damaligen Landrats: „Je besser die Schule gebaut ist, umso länger hält sie.“

 

5. Weilroder Kunstmarkt in der Mensa der Max-Ernst-Schule

25.10.2011

Kunstwerke zum Anfassen, Kaufen, Hören und Sehen

Riedelbach. Der fünfte Weilroder Kunstmarkt in Riedelbach startet am ersten Novemberwochenende

(sn). Bereits zum fünften Mal wird am ersten Novemberwochenende, am Samstag, den 5. und Sonntag, 6. November, der Weilroder Kunstmarkt stattfinden. In der Mensa der Max-Ernst-Schule in Riedelbach und umliegenden Räumen wird ein breit gefächertes Angebot zu vielfältigen Aspekten von Kunst geboten. In der Mensa selbst werden Künstler und Kunsthandwerker, überwiegend aus Weilrod, ausstellen.

Aber auch Gastkünstler aus der französischen Partnergemeinde Billy-Berclau werden wieder erwartet. Einige Aussteller aus umliegenden Gemeinden runden das Spektrum ab. Denn von Bildern in verschiedensten Techniken über Skulpturen, Glaskunst, Schmuck, handgeschöpftes Papier, künstlerisch gestaltete Dachziegel, Holz- und Tonarbeiten bis hin zu Näh-, Hand- und Bastelarbeiten gibt es zahlreiche schöne Dinge zu bestaunen und zu erwerben. Auch die Weilroder Schulen werden ihre künstlerische Arbeit präsentieren. Und nicht nur das, was im herkömmlichen Kunstunterricht geleistet wird.

Denn auch eine der Kunstklassen der Max-Ernst-Schule wird das in fächerübergreifendem Unterricht erarbeitete Theaterstück „Konferenz der Tiere“ im Musikraum vorführen. Auf der Bühne der Mensa wird es kurze Auftritte einheimischer Künstler geben. Ob Tanz, Musik oder Gesang, auch hier wird es abwechslungsreich zugehen. In den Nebenräumen werden Weilroder Autoren Lesungen anbieten.

Aber auch der eine oder andere Workshop, beispielsweise eine Schnupperstunde mittelalterlicher oder orientalischer Tanz, können besucht werden. Am Samstag beginnt der Markt um 14 Uhr.

Zur Vernissage um 14.30 Uhr werden Schirmherr Landrat Ulrich Krebs sowie Bürgermeister Axel Bangert erwartet. Das Chorensemble „Cantamos“ wird die Vernissage musikalisch umrahmen. Um 15 Uhr wird Elfi Schöniger aus einem ihrer Bücher lesen, um 15.30 Uhr wird das Theaterstück „Konferenz der Tiere“ im Musikraum aufgeführt, um 16.30 Uhr ist orientalischer Tanz mit den „Juwelen des Abendlands“ angesagt. Anschließend bietet Evelyn Gräff, die Leiterin der Gruppe, einen Workshop zu schwingenden und kreisenden Hüften an, um 17 Uhr findet eine Lesung der Weilroder Autorin Michaela Santowski statt. Am Samstagabend werden die Pforten des Kunstmarktes um 18 Uhr geschlossen, um am Sonntag um 11 Uhr wieder geöffnet zu werden. Bis 17 Uhr sind dann wieder die Gäste willkommen. Um 11 Uhr wird noch einmal Michaela Santowski lesen, um 13 Uhr wird Fabian Henrici mit Gitarre und Gesang das Publikum erfreuen, um 13.30 Uhr liest Sabine Preusser für Kinder, um 14 Uhr werden die „Danzerey Burg Weilnau“ und die „Reifenberger Härmleins“ mittelalterliche Tänze zeigen.

Wem es anschließend in den Füßen zuckt, der kann bei einem Workshop selbst mal einige Schritte ausprobieren. Um 15 Uhr spielt der Posaunenchor Altweilnau auf, um 16.30 Uhr liest Elfi Schöniger. Der Eintritt zu beiden Tagen der Veranstaltung ist frei. Für das leibliche Wohl sorgen die Kindergärten Weilrods, denen auch der Erlös der Veranstaltung zukommen wird.

 

Golf-AG an der Max-Ernst-Schule

20.10.2011

Bangert lobt Weilroder Golfer

WEILROD. (ek/red).

Im Rahmen des jüngsten Vereins-Mini-Turniers (der Usinger Anzeiger berichtete) lobte Bürgermeister Axel Bangert den Golfclub Taunus Weilrod für sein besonderes Engagement in Sachen Jugendarbeit. Derzeit laufen Gespräche über eine Kooperation des Golfclubs mit der Max-Ernst-Schule in Riedelbach. Im Rahmen der Nachmittagsbetreuung soll als Förderprojekt des Deutschen Golfverbands eine Golf-AG, die sogenannte „Abschlagschule“, eingerichtet werden. Damit interessierte Schüler nicht auf den Fahrdienst der Eltern angewiesen sind, gibt es mit der Änderung der Busfahrpläne ab 11. Dezember für die Buslinie 62 an der Kreisstraße 753 zunächst als einjährigen Test eine zusätzliche Haltestelle Golfclub/Friedwald. Außerdem will der Golfclub über Sponsoring den Jugend- und Mannschaftssport im Verein weiter ausbauen.

 

Seit über 20 Jahren Hausmeister: Kerstin und Wolfgang Küster

15.10.2011

Ihre Vielseitigkeit ist rund um die Uhr gefragt

Riedelbach. Von Sabine Neugebauer

Kersten und Wolfgang Küster sind seit zwei Jahrzehnten die Hausmeister in Riedelbach

Ihr Markenzeichen ist der dicke Schlüsselbund. Oft sieht man sie damit geschäftig durch die Räume der Schulen eilen. Kersten und Wolfgang Küster sind seit über 20 Jahren Hausmeister am Riedelbacher Schulkomplex mit der Grundschule „Am Sommerberg“ und der Max-Ernst-Schule mit Ganztagszentrum und Dreifeldersporthalle. Seit Kurzem erst ist auch Kersten Küster als Vollzeitkraft in diesem Job angestellt.

Und ein Vollzeitjob ist es auf jeden Fall, manchmal sogar mehr als das. An einem normalen Schultag beginnt ihre Arbeitszeit um sieben Uhr morgens. Zunächst gilt es alle Räume und Einrichtungen zu kontrollieren. Kersten Küster kümmert sich dabei vor allem darum nachzusehen, ob die Reinigungskräfte alles ordentlich gesäubert haben. Wenn nicht, wird ein Mängelschein geschrieben. Aber sie sorgt beispielweise auch dafür, dass immer genügend Toilettenpapier da ist.

Wolfgang Küster kümmert sich bei seinem Rundgang eher um die technischen Anlagen. Er überprüft die Entsalzungsanlage in der Küche, das Heizhaus mit dem Blockheizkraftwerk, die Lüftungsanlage. Später sind Arbeiten auf dem 40 000 Quadratmeter großen Außengelände angesagt. Da gilt es die Rasenflächen der Grünanlagen und des Sportplatzes zu mähen, Rasenkanten zu stechen, Sträucher und Hecken zu schneiden, Unkraut zu jäten - und das auch noch auf dem Gründach. Im Herbst steht natürlich auch die Beseitigung des Laubs auf der Tagesordnung. In den Gebäuden führen sie kleinere Reparaturen selbst durch, für größere organisieren sie Handwerker. Bis 500 Euro dürfen sie dabei selbst entscheiden, bis 2500 Euro in Absprache mit der Schulleitung und darüber ist der Kreis als Schulträger gefragt. Und natürlich heißt es mindestens drei Angebote einzuholen, um dem Günstigsten den Auftrag zu erteilen.

Wartungsarbeiten

Dann gibt es Aufgaben, die in größeren Abständen wiederkehren, wie die thermische Desinfektion der Duschen und andere Wartungsarbeiten. Auf der langen Liste ihrer Aufgaben stehen auch die Annahme von Lieferungen, die Verwaltung von Fundsachen, die Müllentsorgung, das Erledigen von Botengängen, das Kontrollieren und Auffüllen von Schulmaterialien, Zählerstände prüfen und Nebenkostenabrechnungen durchführen, die Verwaltung der 500 Schülerspinde, die Kontrolle und Instandhaltung der Sportgeräte.

Sind dann nach 16 Uhr die Schulräume leer, gilt es für eventuelle Elternabende, Versammlungen oder Veranstaltungen die Bestuhlung in der Mensa oder der Bibliothek vorzubereiten. Und später wieder für den Schulbetrieb herzurichten und die Räume abzuschließen. Heizung und Beleuchtung müssen ebenfalls entsprechend programmiert werden. Das kann dann schon mal bis spät in die Nacht dauern.

Veranstaltungen finden natürlich auch am Wochenende statt. Und die technischen Kontrollgänge sind auch samstags und sonntags nötig. Im Winter kommt zu den Aufgaben noch die Beseitigung des Schnees auf Parkplätzen, Wegen, Treppen und Fluchtbalkonen hinzu. Da fangen beide auch schon mal um fünf Uhr morgens an.

„Es steht nichts mehr da von dem, was wir übernommen haben“, beschreibt Kersten Küster die großen baulichen Veränderungen am Schulkomplex, seit sie 1990 hier angefangen haben. Es sei allerdings spannend gewesen zu sehen, wie eins nach dem anderen abgerissen und neu gebaut wurde. Wolfgang Küster ist auch bei allen Baubesprechungen dabei gewesen, hat manche Anregung eingebracht und auch mitbekommen, wie alles zusammenhängt und funktioniert.

Die 51-jährige gelernte Bauzeichnerin und der 54-jährige Maschinenbauschlosser machen ihre Arbeit gerne. „Wir haben ein gutes Verhältnis zu den Lehrern“, betont Kersten Küster. Zu Veranstaltungen und Fahrten würden sie selbstverständlich eingeladen. Und gegenseitige Unterstützung gebe es auch immer wieder. Wollen sie mal in Urlaub fahren, werden sie von den Hausmeistern der Grundschulen Rod an der Weil oder Grävenwiesbach vertreten. Aber auch sie übernehmen deren Vertretung.

In den Ferien stehen immer größere Wartungsarbeiten an, wie beispielweise jedes Mal das Abschleifen und neu Versiegeln des Parketts, das eine Firma durchführt. „Es gehört viel Logistik dazu“, schildert Kersten Küster die Anforderung an ihren Beruf. Aber der Vorteil sei die doch recht freie Zeiteinteilung.

 

Berufsbildungsmesse in der Mensa der Max-Ernst-Schule

24.09.2011

Auf der Suche nach dem richtigen Beruf

Riedelbach.

Berufsinformationstag an der Max-Ernst-Schule - Zahlreiche heimische Unternehmen informieren Jugendliche

(sn). Der Forstwirt arbeitet mit Spalthammer, Maßband, Motorsäge und Kluppe. Letzteres ist ein Messinstrument zur Ermittlung des Durchmessers von Rundholz. Lars Möller, Forstwirtschaftsmeister der Gemeinde Weilrod, stellte diese Gerätschaften, aber auch die Schutzkleidung des Forstwirtes, vor und erzählte den interessierten Schülern der Max-Ernst-Schule (MES) noch einiges mehr rund um diesen Beruf.

Und die Jugendlichen hatten viele Fragen an diesem 2. Berufsinformationstag in der Mensa der Riedelbacher Haupt- und Realschule.

Schulleiterin Hildegunde Gier und Bürgermeister Axel Bangert freuten sich, dass wieder so viele örtliche Unternehmen aus Dienstleistung und Handwerk den Weg nach Riedelbach gefunden hatten. Da hatte es Otfried Mohr mit seinem Unternehmen des Kraftfahrzeughandwerks nicht weit. Er hatte gleich als Anschauungsobjekt einen Opel mitgebracht, an dem Peter Schafferhans die verschiedenen Ausbildungsberufe erläuterte. Claudia Mohr-Messinger zeigte, dass dies nicht nur ein Beruf für Männer ist. Aber Vanessa bedauerte: „Es ist schade, dass hier mehr Berufe für Männer vorgestellt werden“. So fanden sich vor allem an den Ständen der Weiltalapotheke „Aposanum“ und dem Ausbildungsverbund der Kommunen Usingen, Neu-Anspach, Schmitten, Weilrod und Wehrheim die Mädchen wieder, während Fliesen-Neurohr, Kanalreinigung Vetter, Scholler Bagger- und Erdarbeiten, Gebäude- und Grundstücksinstandhaltung Arenz, Elektro-Schultheis, Sanitär Stiebeling doch eher die Jungs anzog. Stefan Neurohr bot den Jugendlichen an, selbst Fliesen zu schneiden. Druckerei Esser und Metzgerei Rühl wurden sowohl von Mädchen als auch Jungs gut besucht, zumal Gerhard Rühl selbst gemachte heiße Würstchen anbot. „Es ist gut und informativ“, befand Kevin, „und man findet vielleicht sogar einen Ausbildungsplatz“. Denn jedes der anwesenden Unternehmen hatte entweder einen Ausbildungs- oder aber einen Praktikumsplatz zu bieten. Aber sie hatten auch viele ihrer derzeitigen Auszubildenden mitgebracht, die zum Teil ehemalige Schüler der MES waren. So kam auch schnell Kontakt zwischen den Schülern und den Betrieben zustande.

So berichtete unter anderem Manuel Klug, der vor einem halben Jahr als Fachkraft für Rohr-, Kanal- und Industrieservice ausgelernt hat, von seiner Arbeit. Gemeinsam mit Isabelle Vollberg von Vollberg Maschinenbau hatte Gerd Arenz von der Gemeindeverwaltung Weilrod diese Berufsinformationsmesse, bei der auch die Bundesagentur für Arbeit ihre Dienste anbot, organisiert. „Ziel ist es, Weilroder Unternehmen bekannter zu machen und Ausbildungs- oder Praktikumsplätze zu vermitteln“, betonte Arenz. Und der Bürgermeister wünschte sich, dass „nicht allzu viele von euch das Weite suchen“, sondern ihre Ausbildung in einem örtlichen Betrieb absolvieren.

 

Theaterstück der Kunstklasse R6c am Weiroder Kunstmarkt

08.09.2011

Konferenz der Tiere am 5. November in Riedelbach

Riedelbach.

(sn). Nie wieder Krieg, Not und Revolution, das fordern die Tiere von den Menschen. Und nachdem einige Tricks nichts nützen, entführen die Tiere alle Kinder dieser Welt. Da erst werden die Menschen einsichtig und beschließen auf ihrer 87. Konferenz in Kapstadt, dass alle Grenzen aufgehoben, das Militär und alle Schuss- und Sprengwaffen abgeschafft werden und garantiert wird, dass alle künftigen Bestrebungen der Menschheit auf den Frieden und das Wohl der Kinder ausgerichtet sein sollen.

Diese Geschichte von Erich Kästner, „Konferenz der Tiere“, hatte sich Mitte des vergangenen Schuljahrs die R5c ausgewählt, um sie auf die Bühne der Max-Ernst-Schule (MES) zu bringen.

Die R5c, jetzt die R6c, ist eine der Kunstklassen der Riedelbacher Haupt- und Realschule, die mit vier Stunden Kunstunterricht am Stück die Kreativität der Kinder fördert. Unter Leitung von Klassen- und Kunstlehrerin Daniela Rolshoven wurde im letzten halben Jahr gebastelt, gewerkelt, gemalt und einstudiert. Da entstanden die Masken für die Tierdarsteller aus Pappmaché. Und in Gruppenarbeit wurden die sechs Bühnenbilder gefertigt. Ab Mai bis Juli wurden dann die einzelnen Szenen probiert. Und jetzt nach den Sommerferien war es so weit. Alle fünften und sechsten Klassen wurden in die Mensa der MES eingeladen, um zu sehen, wie die Tiere es schaffen mit nur einer Konferenz, das fertigzubringen, was die Menschen auf 86 vorhergehenden Zusammenkünften nicht geschafft haben. Zuerst schicken die Tiere die Mäuse, um alle Akten der Konferenz zu vernichten, da sie diese als störend für eine Einigung empfinden. Doch die Menschen schaffen sofort Kopien herbei. Auch das Problem der von den Motten zerfressenen Uniformen hatten sie schnell gelöst. Da fiel den Tieren nichts anders ein, als die Kinder ihren Eltern zu entziehen, um sie von den Tieren betreuen zu lassen. Nachdem die Erwachsenen gemerkt haben, wie leer eine Welt ohne Kinder ist, stimmen sie den Forderungen der Tiere zu.

Dieses kleine Theaterstück wird am Samstag, 5. November, um 15.30 Uhr im Musikraum der Schule im Rahmen des 5. Weilroder Kunstmarktes noch einmal aufgeführt.

 

Sozialpädagogin an der Max-Ernst-Schule

06.05.2011

Weilrod und Waldems helfen in der Schule mit

Riedelbach. Elisabeth Sommer ist die erste Sozialpädagogin an der Riedelbacher Max-Ernst-Schule

(sn). Eine Unbekannte ist sie an der Schule nicht. Elisabeth Sommer hat hier bereits als Elternbeiratsvorsitzende, im Förderverein und im Trainingsraum mitgearbeitet. Jetzt hat sich die Diplom-Pädagogin auf die Stelle des Sozialpädagogen an der Max-Ernst-Schule (MES) in Riedelbach beworben - und wurde mit Freuden eingestellt.

„Es war ein ziemlich langer Weg, bis die Stelle installiert und besetzt wurde“, blickte Schulleiterin Hildegunde Gier zurück. Etwa ein Jahr lang habe die Schule nach einer geeigneten Person gesucht, nur wenige hätten sich beworben. Im Beisein von Weilrods Bürgermeister Axel Bangert und des Waldemser Bürgermeisters Werner Scherf begrüßte Gier jetzt die 53-jährige Hasselbacherin an der Schule.

„Ich komme so richtig gerne hierher“, strahlte Sommer. Viele Ideen habe sie auch schon, wie das Angebot der Ferienbetreuung für jüngere Schüler in der letzten Woche der Sommerferien. Dabei wolle sie die Küche der Schule nutzen, um dort gemeinsam mit den Schülern die Mittagsverpflegung zuzubereiten. Sie möchte den Schülern hier ein zweites Zuhause schaffen, betont sie, die Kinder und Jugendlichen sollen sich wohlfühlen.

Längere Öffnungszeit

Denn nach den Sommerferien wird die MES einen weiteren Schritt in Richtung Ganztagsschule machen. Die Mittagspause wird auf eine Stunde verlängert und somit die Betreuungszeit bis 16 Uhr ausgedehnt. Gerade die Entwicklung zur Ganztagschule machte auch die Schaffung der Stelle des Sozialpädagogen wichtig und möglich. Die MES hat dadurch weitere Mittel vom Land Hessen zugewiesen bekommen. Doch diese reichen nicht aus, um eine ganze Stelle zu schaffen. Und da sprangen die Gemeinden Weilrod und Waldems in die Bresche und stockten das Geld auf eine ganze Stelle auf. „Das ist Geld, das gut angelegt ist“, betonte die Schulleiterin, denn es sei eine Investition in die Kinder. Der Aufgabenbereich Sommers liege in der Organisation der Hausaufgabenbetreuung sowie der Angebote der Arbeitsgemeinschaften und der Freizeitangebote am Nachmittag und in der Mittagspause. Für die unterschiedlichen Temperamente der Kinder werden hier zukünftig Angebote gemacht vom Lego-Bau-Raum über den Ruheraum bis hin zum Bewegungsangebot in der Turnhalle. Daneben steht natürlich die Einzelfallhilfe für die Schüler - beispielweise bei Trennung der Eltern - , die Beratung der Eltern und die Unterstützung des Kollegiums.

„Ganztagsschule ist das Modell der Zukunft“, hob Scherf hervor. Die gesellschaftliche Entwicklung sei hierfür maßgebend, die Betreuungszeiten würden weiter auf die Bedürfnisse der Eltern abgestimmt. Er freute sich auch über die interkommunale und kreisübergreifende Zusammenarbeit mit der Gemeinde Weilrod. Diese sei strukturell und historisch bedingt. Bangert betonte, dass an den Schulen „alle Kinder mit ihren Problemen und Schwierigkeiten zu kriegen“ seien. Dies sei in den Weilroder Jugendzentren nicht der Fall. Die Stelle des Jugendreferenten der Gemeinden Weilrod und Grävenwiesbach sei zwar leider noch nicht wieder besetzt, aber er hoffe trotzdem in Zukunft auf eine Zusammenarbeit des Jugendpflegers mit der Sozialpädagogin. Für die Hauptschulklassen und im Internetcafé steht außerdem Sozialpädagogin Claudia Neumann von der Jugendberufshilfe als Ansprechpartnerin zur Verfügung.

 

Schulband gewinnt Aufnahmetag im Tonstudio Hanau

08.04.2011

Professionelle Aufnahme für die fünf Jungs von „Emporer“

Neu-Anspach. Die Gruppe „Slainte“ gewinnt beim Wettbewerb einen Auftritt beim Hessentag

(ek). Die fünf Jungs der Gruppe „Emporer“, die bis vor Kurzem noch unter dem Namen „Earthquake“ auftraten, waren die Publikumslieblinge in der Aula der Adolf-Reichwein-Schule (ARS). Sie gewannen am Samstag mit Coversongs und eigenen Titeln den dritten Bandcontest der Musikschule Musikpalast und setzten sich dabei gegen drei weitere Schülerbands durch.

Alle Nachwuchsmusiker der Musikschule ließen richtig die Post abgehen. Alle waren auf ihre Weise gut drauf und zeigten viel Musikalität und Kreativität, zum Teil auch viel Lampenfieber, aber auf jeden Fall riesig viel Spaß an der Musik. Den hatten auch die Besucher und nicht zuletzt Friedemann Both, der Leiter der Musikschule Musikpalast, der mit dem Bandcontest den jungen Musikern nicht nur Auftrittsmöglichkeiten, sondern auch einen besonderen Anreiz bieten möchte.

Lampenfieber

Zu gewinnen gab es als ersten Preis einen Aufnahmetag im professionellen Tonstudio „Tonstelle“ aus Hanau. Den zweiten Preis, einen Auftritt auf dem Hessentag in Oberursel, gestiftet vom Musikhaus Taunus aus Oberursel als offizieller Partner des Hessentages, sicherte sich die Gruppe „Slainte“. Weitere Erfahrungen sammeln und den Beifall der begeisterten Zuhörer genießen durften „Anspark“, die auf dem dritten Platz landeten, und „The Recalls“ als Viertplatzierte. Anders als im Vorjahr entschied nicht allein das Publikum, sondern die jungen Musiker mussten sich auch den kritischen Ohren einer dreiköpfigen Jury stellen, darunter René Weber, als Moderator beim lokalen Radiosender Rheinwelle ein besonderer Kenner der Rockmusik, sowie Anton Fischer, der Inhaber des Musikhauses Taunus.

„Emporer“ überzeugten in ihrem vielseitigen Repertoire nicht nur mit bekannten Titeln von AC/DC, Nickelback, den Toten Hosen oder der Nummer „Seven Nation Army“, sondern auch mit musikalisch wie textlich einfallsreichen eigenen Songs. Vor allem Sänger Fabian Henrici stellte von Anfang an den richtigen Draht zum Publikum her. Schlagzeuger Janis Weidner und Bassist Nils Pütsch bildeten das hervorragende rhythmische Rückgrat der Siegerband. Die beiden Gitarristen Fabian König und Marcel Schnabel hätten in Sachen Soli vielleicht noch ein wenig mutiger sein dürfen, aber die Jungs sind auf einem guten Weg.

Letzteres gilt auch für die fünf Nachwuchsmusiker von Slainte, die im Vorjahr noch unter dem Namen „Blackout“ ebenfalls auf dem zweiten Platz gelandet waren. Sie punkteten mit vollem Sound, einfallsreichen Interpretationen, ausdrucksstarkem Gesang und spritzigen Gitarrensoli sowie gutem Zusammenspiel - und das, obwohl sie mit einem Aushilfsbassisten spielten. Ihr Auftritt beim Hessentag ist vielleicht auch ein weiterer Schritt auf der Karriereleiter.

Basslady Sanja Lipser

Als einziges Mädchen präsentierte sich in dem Rockwettbewerb Basslady Sanja Lipser miz der Gruppe „Anspark“, die mit einem ideenreichen Querschnitt gefielen. Mit drei Titeln empfahlen sich „The Recalls“, die mit ihrem Aushilfsschlagzeuger gerade zwei Mal geprobt hatten, und die sichtlich das meiste Lampenfieber hatten. Aber dabei sein ist alles. Und zum Schluss waren außer Konkurrenz auch noch einmal die Vorjahressieger dabei.

Während die Stimmen der Zuhörer ausgezählt wurden und die Bewertung der Jury eingerechnet wurde, rockten die fünf Jungs und das eine Mädel von „Blackhouse“ noch einmal richtig ab. Und zum Schluss ließ sich die Siegerband „Emporer“ noch einmal umjubeln.

 

Tatkräftiger Förderverein

30.03.2011

„Sie sind mit viel Tatkraft drangegangen“

Riedelbach. Versammlung des Fördervereins der Max-Ernst-Schule

(sn). Turnusgemäß standen bei der Mitgliederversammlung des Fördervereins der Max-Ernst-Schule in Riedelbach zwar keine Neuwahlen an, aber auf Wunsch wurde Anja Rehfeld außer der Reihe zur weiteren Beisitzerin gewählt.

„Sie sind mit viel Tatkraft drangegangen“, lobte Schulleiterin Hildegunde Gier den im vergangenen Juni fast komplett neu gewählten Vorstand des Fördervereins mit Heike Boss an der Spitze. Gier bescheinigte dem Förderverein eine immer größere Bedeutung, da die finanzielle Ausstattung der Schulen geringer werde. Man müsse kreativ sein in der Geldbeschaffung.

Und das sind die Neuen an der Spitze auch. Boss zählte in ihrem Rückblick auf, was der Verein bereits unternommen habe. So sei die Schule bei den Schulengeln registriert. Das habe bei 23 Unterstützern seit Herbst bereits 120 Euro eingebracht, berichtete die 2. Vorsitzende Monika Henrici. Und dabei laufe das im Hintergrund ohne viel investierte Arbeit. Außerdem habe der Förderverein Kunstkarten von den Werken der Schüler hergestellt. In Planung seien auch Kalender die beispielsweise am 5. Weilroder Kunstmarkt angeboten werden sollen. Der Internetshop, über den T-Shirts, Sweatshirts und Tassen mit dem neuen Logo der Max-Ernst-Schule bezogen werden können, sei startklar.

Mit den Mitteln des Fördervereins seien die Auszeichnungen von Schülern für besondere schulische oder soziale Leistungen, Zuschüsse zum Ungarnaustausch und zu Klassenfahrten finanziert worden. Zusammen mit Spenden von Taunus Sparkasse, Nassauischer Sparkasse und Frankfurter Volksbank konnten das Schlagzeug für die Schulband sowie Bücher für die Schulbibliothek angeschafft werden. Außerdem sei der Förderverein weiterhin Träger der Nachmittagsbetreuung. Peter Schweikart hat die Mitgliederverwaltung neu strukturiert und Angelika Beier die Kontoverwaltung optimiert. Die Neugestaltung der Homepage lag in den Händen von Sabine Rutner. Als Kassiererin berichtete Angelika Beier von einem Guthaben von gut 6200 Euro.

Allerdings seien die Mitgliedsbeiträge für 2010 und 2011 noch nicht eingezogen. Schweikart berichtete von 116 Mitgliedern im Verein, unter denen noch sechs Gründungsmitglieder seien, wie er und die ebenfalls anwesende Gudrun Esser. Diese erwähnte kurz, dass der Verein ja 1986 gegründet worden sei und dieses Jahr somit 25 Jahre bestehe. Und seit damals habe es kaum eine Erhöhung des Mitgliedsbeitrags gegeben, was an diesem Abend - nicht ganz ohne Diskussion und mit einer Gegenstimme - nachgeholt wurde. Der Mitgliedsbeitrag, den es dann nur noch für Familien gibt, beträgt ab 2012 im Jahr 15 Euro. Damit liege er immer noch deutlich unter Beiträgen für ähnliche Vereine anderer Schulen, wie Henrici berichtete.

 

Offene Ganztagsschule

11.03.2011

MES wird offene Ganztagsschule

Riedelbach. (red). Die Max-Ernst-Schule erhält zum Schuljahr 2011/12 den Status einer offenen Ganztagsschule. Dies bedeutet eine Ausweitung bis 16 Uhr (bisher 15.20 Uhr). Das Ganztagskonzept sieht vor, die Mittagspause auf 60 Minuten zu verlängern, damit Schüler und Lehrkräfte nach der 6. Stunde eine angemessene Erholungszeit haben. Für die Schüler stehen nach dem Mittagessen vielfältige Beschäftigungsmöglichkeiten zur Verfügung: Bewegungsangebote, Spiel- und Bastelmöglichkeiten, Bauen mit Legotechnik sowie Ruhe- und Rückzugsmöglichkeiten im Internetcafé, der Bibliothek oder dem Ruheraum. Erst um 14.25 Uhr beginnt der zweite Teil des Tages mit Hausaufgabenbetreuung, Arbeitsgemeinschaften und Nachmittagsunterricht. Die AG-Teilnahme findet auf freiwilliger Basis statt, während es sich bei dem Unterricht um Pflichtunterricht handelt, der nicht in allen Klassen und Jahrgängen vormittags erteilt werden kann. Freitags bietet die Schule wieder eine Betreuungszeit bis 14.30 Uhr an. Da 90 Prozent der MES-Fahrschüler sind und die Busse erst gegen 8 Uhr die Schule anfahren, ist eine Betreuungszeit ab 7.30 Uhr nicht notwendig. Dennoch können sich Schüler unter Aufsicht ab 7.30 Uhr im Schulgebäude aufhalten.

 

Das People's Theater zu Gast an der Max-Ernst-Schule

25.02.2011

Dampf ablassen, ohne sich zu verbrennen

Riedelbach. Konflikbewältigung an MES: People’s Theater hatte zur „Generationenshow“ eingeladen

(sn). Der Vater kommt nach Hause, begrüßt seine Frau Renate nicht, wirft seine Jacke auf den Boden und setzt sich auf die Couch. Renate hebt mürrisch und genervt das Kleidungsstück auf und räumt die auf dem Boden verstreuten Zeitungen, CDs, Bücher beiseite. Als Tochter Leyla die Bühne betritt, eskaliert die Situation. „Die Mutter fühlt sich wie ein Fußabstreifer, sie wird nicht gefragt, als ob sie gar nicht da wäre“, analysierte das Publikum in der Mensa der Max-Ernst-Schule die Situation. Am Dienstagabend hatte das People’s Theater aus Dietzenbach, das derzeit ein Projekt zur Konfliktbewältigung und Gewaltprävention in den sechsten Klassen der Riedelbacher Schule durchführt, zur „Generationenshow“ eingeladen. Dabei zeigte das junge Team vom People’s Theater der Zuschauerschaft aus Schülern und ihren Eltern, wie auch in den Klassen vorgegangen wird. Als „Lockerungsübung“ forderte Animator Lukas das Publikum zunächst zu einem gemeinsamen Reaktionsspiel mit Klatschen, Trampeln und Jubeln auf.

Anschließend übernahm Moderatorin Ricarda das Zepter. Sie fragte ab, welche Regeln sich die Eltern für ein Gespräch wünschten und sammelte Vorschläge wie: Jeder darf ausreden, offen und ehrlich sein, nacheinander reden und einander zuhören. Dann gongte sie zur ersten Szene, in der Jelena als Mutter, Sina als Tochter Leyla und Shervin als Vater agierten und Leyla sich durch trotziges Verhalten eine Ohrfeige von der gestressten Mutter einfängt. Eltern und Schüler analysierten gemeinsam das Verhalten der einzelnen dargestellten Personen und machten Vorschläge, wie die Situation zu verbessern sei. Wer einen guten Vorschlag hatte und sich traute, konnte zusammen mit den Schauspielern seinen Vorschlag auf der Bühne umsetzen. Aber hierbei kam auch deutlich zum Ausdruck, dass nicht einer allein mit gutem Willen zur Entspannung der Situation beiträgt, alle müssen daran beteiligt sein. Zum Abschluss, als Mutter, Tochter und Vater mehr miteinander redeten, ihre Meinungen ruhig vortrugen und einander zuhörten, wurde eine Lösung gefunden, mit der alle drei zufrieden sein konnten.

„Der Abend hat gezeigt, wie mit den Kindern gearbeitet wird“, fasste Schulleiterin Hildegunde Gier zusammen. An fünf Montagen kommt das Team vom People’s Theater - drei sind schon vorbei - nach Riedelbach, um jeweils in jeder der sechsten Klassen etwa eine Stunde in dieser Art zu arbeiten. Ziel des Projekts ist es, zu zeigen, dass Konflikte durch Reflektion, Gespräche und entsprechendes Handeln, indem man dem Gegenüber Respekt und Toleranz entgegenbringt, besser gelöst werden können. Dies dient auch der Gewaltprävention.

Finanziert wird das Projekt vom Usinger Rotary Club aus Anlass seines 20-jährigen Gründungsjubiläums sowie zahlreichen anderen Sponsoren. Insgesamt können 25 Schulklassen aus allen weiterführenden Schulen im Usinger Land mitmachen. Der Präsident des Rotary Clubs, Friedhelm Westebbe, sowie Clemens Weil von der Nassauischen Sparkasse überzeugten sich an diesem Abend selbst von der Arbeit des People’s Theaters. Die jungen Leute - meist zwischen Schule und Studium - absolvieren bei dem Verein, der in Dietzenbach angesiedelt ist, ein ehrenamtliches, soziales Jahr. Nach einer fünfwöchigen Einführungsphase mit Vermittlung von pädagogischen Grundkompetenzen, Schauspielunterricht und Kommunikationstraining gehen sie an Schulen, aber ihre Shows werden auch in Firmen, bei Großveranstaltungen, Konferenzen oder Seminaren angeboten. Infos im Internet: www.peoples-theater.de

 

Tag der offenen Tür an der Max-Ernst-Schule

07.02.2011

Im nächsten Jahr wieder eine Kunstklasse

Riedelbach. Max-Ernst-Schule in Riedelbach stellt ihre Arbeit vor und wirbt um Schüler - 465 Schüler in 20 Klassen

(sn). Frottage und Décalcomanie, diese künstlerischen Techniken, die der Namenspaten der Schule, Max Ernst, häufig in seinen Werken verwendete, konnten die Besucher am Samstagvormittag ausprobieren.

Im Kunstraum stellte Kunstlehrerin Daniela Rolshoven am Tag der offenen Tür Farben, Folien und Papier zur Verfügung, und so entstanden reizvolle und farbenfrohe Bilder.

Die Max-Ernst-Schule in Riedelbach hatte alle Interessierten, vor allem Schüler der zukünftigen fünften Klassen und ihre Eltern, eingeladen sich über die Schule zu informieren. Ob künstlerischer Schwerpunkt, Nachmittagsprogramm mit Hausaufgabenbetreuung, Förderkursen und Arbeitsgemeinschaften, Methodentraining, Berufsorientierung, Klassenfahrten, Trainingsraumprogramm, Schulentwicklung in Richtung Ganztagsschule, Förderverein, naturwissenschaftliche Angebote oder Schüler übernehmen Verantwortung: jeden wichtigen Bereich riss Schulleiterin Hildegunde Gier in der Informationsveranstaltung in der Mensa zu Beginn des Tages an. „Unsere Schule ist ständig gewachsen“, berichtete sie. Jetzt gebe es 465 Schüler in 20 Klassen. Trotzdem sei die Schule noch überschaubar. Für nähere Auskünfte standen Gier und weitere Lehrer später am Informationsstand der Schulleitung bereit.

Hier im Foyer hatte auch der Förderverein der Schule seinen Stand. Um eine neue Einnahmequelle zu erschließen, hatte er von den Kunstwerken der Schüler Briefkarten drucken lassen, die er hier verkaufte. Die stellvertretende Vorsitzende Monika Henrici betonte: „Damit wollen wir den Kunstwerken der Kinder auch unsere Wertschätzung entgegenbringen.“

Die Max-Ernst-Schule bietet zum Schuljahresbeginn nach den Sommerferien das dritte Mal die Möglichkeit, die Kinder in einer speziellen Kunstklasse anzumelden. Hier gibt es zwei Stunden Kunstunterricht mehr pro Woche. Außerdem werden Kunstprojekte fächerübergreifend mit Deutsch, Geschichte und Musik bearbeitet, wie Kunstlehrer Burkhard Weckler im zweiten Kunstraum berichtete. Hier waren Schüler seiner Klasse gerade dabei, Didgeridoos in der klassischen Weise der australischen Aborigines in „Dotpainting“ zu bemalen. Zusammen mit Musiklehrer Tobias Weigel ist die Aufführung eines Stückes zum Thema „Steinzeit“ in Planung. Steinzeitliche „Höhlenmalereien“ konnten im Obergeschoss bewundert werden, wo sie zusammen mit den Totempfählen der anderen Kunstklasse, den „Nanas“ und weiteren Bildern den Eindruck einer Kunstgalerie vermittelten.

Hier oben warfen die Besucher auch einen Blick in die naturwissenschaftlichen Fachräume, wo Experimente und Ausstellungen zu sehen waren. Physiklehrerin Tina Zörb ließ mit Hochspannung einen Lichtbogen entstehen und Schülerinnen zeigten, wie ein Bimetall durch Wärmeinwirkung einen Schalter betätigt. Im Trainingsraum erläuterte Heike Scharfe-Diebel das Trainingsraumprogramm zu Vermeidung von Unterrichtstörungen. Bei Margrit Sachs konnten Freiwillige ihr Koordinationsvermögen testen. Ob Schulskikurs, Goethe-Projekt, Arbeit mit orffschen Instrumenten, europäischer Computerführerschein oder ein englischer Sketch - die ganze Bandbreite der Schularbeit wurde vorgestellt. Aus dem Musikraum im Erdgeschoss schallten die rockigen Klänge von „TNT“. In einer offenen Probe übte dort die Schulband „Earthquake“. Mit diesem Stück hatte sie auch schon die Besucher in der Mensa begrüßt und wachgerüttelt. „Wir sind eine Wir-spielen-und-ihr-macht-mit-Band“, versuchte Leadsänger Fabian das Publikum zum Mitklatschen und Mitsingen zu animieren. Wer Hunger und Durst bekommen hatte, konnte sich in der Schulküche mit Waffeln oder am Schulkiosk mit Kaffee und einem Imbiss stärken.

 

Schülerclub im Internetcafé

28.01.2011

„Schülerclub soll Identifikation mit der Schule fördern“

Riedelbach. Tag der offenen Tür an der MES - Ausweitung der sozialpädagogischen Betreuung

(sn). Der Ausbau des musisch-künstlerischen Schwerpunkts, die Einführung von Lernzeit-Stunden zur individuellen Förderung der Hauptschüler, die Neukonzeption der Hausaufgabenbetreuung, ein Schülerclub, ein Ruheraum, neue Angebote am Nachmittag und die Ausweitung der sozialpädagogischen Betreuung sind nur einige der wichtigsten Schritte der Max-Ernst-Schule in Riedelbach auf dem Weg zur Ganztagsschule.

Seit etwa zwei Wochen ist der Schülerclub im wintergartenähnlichen Internetcafé des Ganztagszentrums der Schule im Aufbau. Zwei Sofas mit Kissen und kleinen Tischen bilden den Grundstock neben der schon eingebauten Theke und den Computerarbeitsplätzen. In einem Regal sollen Zeitschriften zum Schmökern angeboten werden, eine Kaffeemaschine ist schon in Aussicht. Freunde treffen, reden, spielen, chillen, Tee oder Kakao trinken, aber auch gemeinsam lernen und Referate vorbereiten soll hier möglich sein. Als Ansprechpartnerin steht Sozialpädagogin Claudia Neumann zur Verfügung, die auch schon mal die Jugendlichen zu Gesellschaftsspielen zusammenholt.

Der Schülerclub bleibt den „Großen“ von der achten bis zur zehnten Klasse vorbehalten. Gerade weil die Schüler der Max-Ernst-Schule aus den vielen Ortsteilen von Weilrod, Waldems und Schmitten bis hin nach Usingen und Neu-Anspach stammen, besteht hier die Möglichkeit, dass sich Freunde in ungezwungener Atmosphäre treffen können, die sonst nachmittags aufgrund der großen Entfernungen kaum zusammenkommen könnten. Die Schüler können hier ihre Freizeit eigenverantwortlich planen, Initiative ergreifen und Aktivitäten organisieren. „Der Schülerclub soll die Identifikation mit der Schule fördern“, erläuterte Schulleiterin Hildegunde Gier. Für die Jüngeren - wie auch für die Älteren - stehen außer der Hausaufgabenbetreuung, den Arbeitsgemeinschaften und den Förderkursen im Nachmittagsangebot eine Betreuung im Spiel- und Freizeitbereich mit Bastelangeboten und einer Bauecke mit Lego-Technik zur Verfügung. In einen Ruheraum, der ebenfalls mit Sofas und Sesseln ausgestattet ist, können sich die Schüler zurückziehen. Diese Angebote werden besonders ab dem kommenden Schuljahr interessant, denn ab August wird die Mittagspause auf eine Stunde ausgedehnt. Dies gibt Zeit, den Tiefpunkt in Aufnahmefähigkeit und Konzentration angemessen mit Ruhe oder Bewegung, je nach Bedarf, zu überbrücken. In dieser Zeit wird zukünftig auch die Turnhalle geöffnet, wo sich die Kinder und Jugendlichen unter Aufsicht austoben können. Mit dem Hochtaunuskreis laufen bereits Gespräche, um die Busfahrzeiten entsprechend anzupassen. Außerdem werden zusätzliche Betreuungskräfte für das Nachmittagsprogramm gesucht. Im Nachmittagsprogramm gibt es außerdem neue Angebote wie Specksteinbearbeitung, Töpfern, Survival-Training und Gesellschaftstanz. Der musisch-künstlerische Schwerpunkt, den sich die Max-Ernst-Schule zusammen mit dem Namen gewählt hat, wird ebenfalls weiter ausgebaut. So arbeitet die Kunstklasse im Jahrgang 6 zurzeit an einem fächerübergreifenden Projekt zum Thema Steinzeit/Aborigines. In den Fachbereichen Kunst, Geschichte und Musik werden die Unterrichtsinhalte verbunden, Didgeridoos, Dot-Painting, steinzeitliche Reliefs hergestellt und in eine musikalische Aufführung einbezogen. Ähnlich geht die Kunstklasse der Jahrgangsstufe 5 mit dem Thema „Tierfabeln“ zu Werke.

Offene Türen

Am Samstag, 5. Februar, haben Eltern und Schüler von 9.30 bis 12.30 Uhr die Gelegenheit, sich von den Angeboten der Max-Ernst-Schule in Riedelbach zu überzeugen. Die Veranstaltung wird in der Mensa mit einem Kurzvortrag der Schulleitung eröffnet. Anschließend finden Führungen durch das Gebäude statt und die Besucher können das vielfältige Schulleben kennenlernen: Ausstellungen im Biologie-Raum zeigen interessante Experimente oder geben Einblicke ins Mikroskopieren. Das Lesecafé lädt zum Bücherquiz ein, in der Küche werden Waffeln gebacken und natürlich hat das Schulcafé für alle Besucher geöffnet. Die Schulleitung und die Lehrkräfte stehen für Gespräche zur Verfügung.

 

Weihnachtliches Konzert der Max-Ernst-Schule

17.12.2010

Musikalität zieht sich durch die Schule

Riedelbach. Konzert in der Weihnachtszeit an der Max-Ernst-Schule in Riedelbach - In verschiedenen Gruppen einstudiert (ek).

Nicht nur Weihnachtslieder, sondern einen bunten musikalischen Strauß von Klassik bis Pop und Rock präsentierten die Schüler der Max-Ernst-Schule in Riedelbach mit ihrem Konzert in der Weihnachtszeit. Schulleiterin Hildegunde Gier war begeistert von dem großen Interesse, immer wieder noch mussten Stühle für die eintreffenden Zuhörer in die Aula geschleppt werden.

Dass an der Schule mit ihren nur rund 500 Schülern ein zweistündiges Programm entstanden war, durfte schon ein bisschen stolz machen. Moderatorin Kim Herget aus der R6c führte frisch durch das Programm. Sie erklärte, dass die Beiträge nicht in Schul-AGs, sondern im normalen Unterricht entstanden sind, oder von Schülern, die sich privat mit Musik beschäftigen, eingebracht wurden. Die Schulleiterin meinte in ihrer Begrüßung zwar, es gebe keinen Anspruch auf Perfektion, aber was und wie die jungen Sänger und Musiker sich präsentierten, das konnte sich hören lassen und wurde mit Beifall bis hin zu stürmischem Begeisterungsrufen belohnt.

Vor allem Schüler aus den Klassen R5b und R6c, die über ein Zusatzangebot von zwei Musikstunden pro Woche verfügen, sowie aus den Klasse R10a und R10b stellten ihr Talent und ihr Können eindrucksvoll unter Beweis. Aber auch die Lehrer trugen zum Gelingen des Konzertes bei, und der Förderverein bot in der Pause Getränke und einen Imbiss an.

Mit einem Klavierstück von Mozart, auch bekannt unter „Morgen kommt der Weihnachtsmann“, eröffnete Musiklehrerin Anke Balschun das Konzert. Für einen ersten Höhepunkt sorgte ihr Kollege Tobias Weigel mit seiner Eigenkomposition „Holy Christmas“, die er im Duett mit Kunstlehrer Burkhard Weckler stimmsicher, gefühlvoll und ausdrucksstark vortrug.

Im Klassenverband sowie in kleinen Gruppen oder als Solisten begeisterten Schüler der 5b als Sänger unter anderem mit den Liedern aus der „Muppet-Weihnachtsgeschichte“, begleitet wurden sie dabei von Tobias Beuth an den Trommeln, der später auch mit einem Stück für Solo-Trommel sowie in einer Trommel-Session mit einer Combo aus der R5b für Furore sorgte. Als Chor und in kleinen Gesangsgruppen stand auch die R6c auf der Bühne. Nach dem Weihnachtsklassiker „First Noel“ wagten sie sich an „Angels“ von Robbie Williams und heimsten tosenden Applaus ein. Das galt auch für die Klassen R10a und R10b, die für ihre Versionen von „Last Christmas“ von George Michael und „Total eclipse of the heart“ von Bonnie Tyler umjubelt wurden.

Besonders gefiel auch eine Gruppe mit Sängern aus der R5 und der R6c, die gekonnt „Orchester in mir“ von Sapphire umsetzten. Lupenrein präsentierten vier Schülerinnen aus der H5 zunächst „In der Weihnachtsbäckerei“, um dann in wechselnder Besetzung mit Songs wie „United States of Pop 2009“ oder „Watcha say“ von Jason Derulo zu begeistern. Ein Hörgenuss war auch „Vois sur ton chemin“ aus „Die Kinder des Monsieur Mathieu“ von zwei Schülerinnen aus der R6c.

Als Instrumentalsolisten ließen verschiedene Schüler auf der Flöte, Geige und Gitarre oder dem Akkordeon traditionelle oder moderne Weihnachtslieder erklingen. Fabian Henrici aus der R 10a stellte mit zwei Soloauftritten sein Können unter Beweis und zeigte dann als Sänger der Schülerband Eartquake zusammen mit Janis Weidner, Marcel Schnabel, Nils Pütsch, Fabian König und Jochen Bastian, wie viel Musikalität und Einfallreichtum in vielen jungen Leuten steckt. Ihre rockige Interpretation von „Jingle Bells“ und zwei Eigenkompositionen waren ganz nach dem Geschmack der Zuhörer und krönender Abschluss des Konzertes.

 

Vorlesewettbewerb der 6. Klassen

08.12.2010

Der Tag, an dem Maxi ganz cool beste Vorleserin wurde

Riedelbach. Maxi Windhaus ist Vorlese-Schulsiegerin der Realschüler an der Max-Ernst-Schule(sn).

Locker und lässig, also „cool“, meisterte Maxi Windhaus den fremden Text aus dem Buch „Der Tag, an dem ich cool wurde“ von Juma Klieben-stein, obwohl sie in ungewohnter Umgebung auf der Bühne des Musikraumes und mit Mikrofon las.

Und damit wurde sie Schulsiegerin der Realschüler der Max-Ernst-Schule in Riedelbach im bundesweiten Vorlesewettbewerb der sechsten Klassen. Als Wahltext hatte sich die Klassensiegerin der R6b einen Ausschnitt aus „Der Leuchtturm auf den Hummerklippen“ von James Krüss ausgesucht. „Die Geschichten hier drin sind fantasievoll und gefallen mir gut“, begründete sie ihre Auswahl.

In der schulinternen Endausscheidung am Montagmorgen vor den versammelten sechsten Klassen setzte sie sich gegen die Klassensiegerinnen der R6a, Kristin Brune, und der R6c, Michelle Häuser, durch. Bei der Jury aus Deutschlehrern und ehemaligen Schulsiegern kam besonders ihr souveräner Auftritt mit dem unbekannten Text gut an. Jetzt darf sie am Kreisentscheid im Februar 2011 teilnehmen. In der Auswertungspause gab es für die Sechstklässler ein schwieriges Harry-Potter-Quiz, das sich Fabian Henrici ausgedacht hatte. Zusammen mit Janis Weidner wertete er die detaillierten Fragen aus. Hier gab es einen Fünf-Euro-Gutschein für den Schulkiosk zu gewinnen. Und die zehn Besten werden zu einer zweiten Runde eingeladen.

 

Wettbewerb für politische Bildung: Das Projekt "Lieblingsplätze der Klasse H8"

24.11.2010

Viele Lieblingsplätze, aber wenig Juz-Besucher

Weilrod. Hauptschulklasse H8 der Max-Ernst-Schule nimmt an Bundeswettbewerb teil - Schüler diskutieren mit Politikern

Wenn Daniel nachmittags rausgeht, geht er an die Spielplatzbrücke. Dort chillt er mit Freunden und redet mit ihnen. „Es fehlt ein Dach und ‘ne Bank zum Sitzen“, sagt der 14-jährige Schüler der Max-Ernst-Schule in Riedelbach.
Die Schüler der H8 nehmen als erste Hauptschulklasse der Max-Ernst-Schule (MES) beim Bundeswettbewerb zur politischen Bildung teil. In dem Wettbewerb geht es um das Thema „Treffpunkt? Lieblingsplatz!“ Nach Abstimmung hat die Klasse entschieden, dieses Thema zu nehmen, weil das ein Thema ist, „bei dem es um Schüler geht und wir uns am besten auskennen“, sagt der 14-jährige Fabrizio.

Nach den Herbstferien hat die Klasse mit dem Projekt im Politik- und im Deutschunterricht angefangen. Die Klasse hat einen Fragebogen erstellt und allen Schulklassen der Schule ausgeteilt. 390 Schülerinnen und Schüler vom 5. bis zum 10. Schuljahr haben diesen Fragebogen ausgefüllt und anschließend hat die Klasse H8 diese Fragebögen ausgewertet. Es kamen Fragen vor wie beispielsweise: „Wo trefft ihr euch mittags? Was macht ihr dort? Mit wie vielen Leuten trefft ihr euch? Trinkt ihr dort Alkohol? Raucht ihr dort? Was könnte besser sein an eurem Platz? Ist das euer Lieblingsplatz?“

Die Lieblingsplätze der Riedelbacher Schüler sind: der Bolzplatz in Steinfischbach, der Spielplatz in Oberems, die Bushaltestelle am Rewe in Schmitten, das Feldberg Center in Neu-Anspach, die Brücke hinterm Kindergarten in Gemünden, der Spielplatz in Rod an der Weil und Sportplatz und Park in Hasselbach. Aber auch Plätze, die ungewöhnlich sind, haben die Schüler als Lieblingsplatz ausgesucht. Marcel erzählt, dass sie gerne ins Altersheim in Hasselbach gehen, weil man dort Kakao trinken und im Warmen mit den Freunden reden kann.

Man kann sagen, dass die meisten Schüler bis 13 Jahre am liebsten auf dem Bolzplatz, auf einem Sportplatz oder im Wald sind, die Jungen und Mädchen ab 14 Jahren lieber einen gemütlichen Platz zum Chillen suchen. Nur 16 Schüler der Max-Ernst-Schule gehen in ihrer Freizeit in ein Jugendzentrum (Juz). Am liebsten hätten die Schüler Bänke mit Überdachungen, Bolzplätze mit guten Toren und die Möglichkeit, Süßigkeiten und Getränke zu kaufen. Die meisten Orte, wo sich Schüler treffen, sind zu dunkel und zu ungemütlich. Hier hätten die Schüler gerne mehr Beleuchtung. Lars und Robin aus der H8 sind auch der Meinung, dass die Busverbindungen zwischen den Ortschaften besser werden sollten, damit man sich nachmittags treffen könne, auch wenn die Eltern nicht fahren könnten. Die 450 Schüler der MES kommen nämlich aus 44 Ortschaften, den Ortsteilen von Weilrod, Waldems, Schmitten, Neu-Anspach, Usingen und Grävenwiesbach, die teilweise über 20 Kilometer auseinanderliegen.

Die H8 wollte nun die Vorschläge ihrer Mitschüler zur Verbesserung der Lieblingsplätze einigen Politikern aus den großen Gemeinden präsentieren. Deshalb haben Marcel und Janis die Bürgermeister von Neu-Anspach und Weilrod, Klaus Hoffmann (CDU) und Axel Bangert (SPD) sowie Peter Geyer (CDU), Jutta Bruns (Grüne), Carsten Filges (Grüne) und Claudia Neumann (Projekt Jugendberufshilfe des Hochtaunuskreises) zu einer Diskussion in die Bibliothek der MES eingeladen.

Hauptthema der Diskussion war die Frage, warum viele Jugendliche nicht ins Jugendzentrum gehen, sondern sich lieber draußen an der Bushaltestelle oder auf Spielplätzen treffen. Die H8 denkt, dass das daran liegt, dass Jugendliche ihren Freiraum haben wollen und nicht immer unter Beaufsichtigung von Erwachsenen sein wollen. Wenn man sich alleine trifft, kann man Dinge tun, die man zu Hause und im Juz nicht tun darf. In Weilrod gibt es bereits neun Jugendzentren, die nach Aussage von Axel Bangert so gut wie gar nicht genutzt werden. Der Weilroder Bürgermeister sagte bei der Diskussion, dass man zu ihm kommen solle, wenn man Stress im Juz habe und von den Großen geärgert oder rausgeschmissen werde.

Wenn man selbst Ideen hat, das Juz zu verbessern oder zu renovieren, eine Überdachung für seinen Lieblingsplatz benötigt oder ein ganz neues Projekt (etwa eine Fahrradstrecke) plant, kann man zur Gemeinde gehen und die stellt dann Materialien zur Verfügung, wenn die Jugendlichen selbst mit anpacken.

Die Jugendlichen sollen sich aber auch um ihren Lieblingsplatz kümmern und ihn pflegen. Wenn das Gebaute mutwillig zerstört wird, bekommen sie keine Chance mehr, wieder neues Material und neues Geld von der Gemeinde zu bekommen. Peter Geyer schlug vor, alle Juz-Vorstände anzurufen und zu einem Gespräch mit den Schülern einzuladen. Er fand die Ideen und das Engagement der H8 gut und wolle ihr weiter bei dem Projekt helfen. Auch Carsten Filges will die H8 unterstützen, weil er seit seinem 13. Lebensjahr selbst Verantwortung in einem Juz übernommen hat und sich auch heute, nach 25 Jahren, stark für Jugendliche und Jugendzentren einsetzt. „Ich habe damals gemerkt, dass man als Jugendlicher viel verändern kann.“ Er will auf jeden Fall bei diesem Gespräch mit dabei sein.

Sarah hatte noch eine Idee, wie vielleicht mehr Jugendliche ins Juz gehen könnten. Sie meinte, dass jedes Juz ein eigenes Thema bekommen sollte: dass beispielsweise „ Fußball“ in einem Juz das Hauptthema ist, ein anderes sich mit „Musik machen“ beschäftigt und wieder ein anderes Hauptthema „Internet und Spielekonsolen“ haben könnte.

Für uns war das Gespräch mit den Politikern sehr lehrreich und informativ, aber auch die Politiker haben Ideen und Anregungen mitgenommen. Seit diesem Gespräch denkt Jan darüber nach, ob er und seine Freunde zum Bürgermeister gehen sollen und ihn um Hilfe für eine Dirt-bike-Strecke in Riedelbach bitten, die dann gemeinsam mit den Materialien der Gemeinde, der Unterstützung der Bauhofmitarbeiter und den Jugendlichen gebaut werden könnte.

* An diesem Bericht für den Usinger Anzeiger wirkten mit: Fabrizio, Janis, Jan, Daniel, Tobi, Alex, Jens, Adis, Lars, Therese, Sarah, Christian und Marcel. Bilder von Alexander Arnold

 

"Kleine Berufsmesse" in der Max-Ernst-Schule

16.09.2010

Für Herbst noch bis zu 150 Ausbildungsplätze

RIEDELBACH. Berufsmesse an der Max-Ernst-Schule in Riedelbach - Schüler der Abschlussklassen informierten sich (sn).

Etwa 20 Ausbildungsplätze in Sparten wie Metall- und Druckgewerbe, Pflege, IT-Branche, Hotel- und Gaststättengewerbe sowie Forst hatten die Arbeitgeber aus Weilrod und Umgebung bei der ersten Berufsmesse an der Max-Ernst-Schule anzubieten. Und die Schüler der Abschlussklassen informierten sich eifrig an den 13 Ständen in der Mensa.

„Ihr seid die Zielgruppe“, wandte sich Schulleiterin Hildegunde Gier an die jungen Leute. Auf dieser Veranstaltung solle gezeigt werden, welche Möglichkeiten es in der Region gebe, eine Ausbildung oder ein Praktikum zu machen. In Zusammenarbeit von Gemeinde Weilrod, der Max-Ernst-Schule und dem Gesprächskreis der Weilroder Unternehmen war diese Berufsmesse zustande gekommen. Allein die Gemeinde Weilrod stellte drei Berufe vor, in denen sie im kommenden Jahr junge Menschen ausbilden möchte. Dabei zogen die Forstwirte, die eine Reihe von Motorsägen, Hacken aber auch Zweige von Waldbäumen mitgebracht hatten, viele Interessenten an. Bürgermeister Axel Bangert sagte, er würde sich freuen, wenn die jungen Leute aus der Region auch hier in der Gemeinde ihre Ausbildung absolvieren könnten. Als langjähriger Betreuer der Schule war von der Bundesagentur für Arbeit auch Bernd Meier an diesem Morgen anwesend. Er berichtete, dass es im Hochtaunuskreis für Herbst 2010 noch bis zu 150 Ausbildungsplätze gebe, denen kaum noch unversorgte Bewerber gegenüberstünden. Die Arbeitsagentur biete den Schülern Einzelgespräche und Eignungstests bis hin zu ärztlichen Untersuchungen an. Aber auch der Stand von Peter Geyer Consult war umlagert, denn er bot Informationen über einen wissenschaftlich erarbeiteten Test zur Feststellung der Ausbildungseignung an.

Bei der Druckerei Esser konnten sich die Mädchen und Jungs um Berufe rund um das Druckgewerbe informieren, in dem es zahlreiche Möglichkeiten und Aufstiegschancen gebe. Dass es diese auch im Einzelhandel gibt, schien den Schülern nicht so bewusst zu sein, denn bei Christian Weiß vom Rewe-Markt in Rod an der Weil war es meist leer. Dabei bietet die Ausbildung zum Kaufmann/-frau im Einzelhandel mehr als Regale einräumen und Kassieren. Bedarfsermittlung und Beschaffung von Waren, Steuerung des Warenflusses im Markt, Warenlagerung und -kontrolle gehören ebenso dazu wie die Beratung der Kunden und die Abrechnung. Die Zukunftsbranche Pflege war durch den Seniorenpark „carpe diem“ sowie die Ambulante Krankenpflege Marion Wiegand vertreten. Allein das „carpe diem“ in Hasselbach bietet sieben Ausbildungsplätze an. Dabei können junge Leute hier außer reinen Pflegeberufen auch Koch/Köchin, Hauswirtschaft oder Bürokaufmann/-frau erlernen. Wiegand hatte gleich die Möglichkeiten zum praktischen Ausprobieren mitgebracht. An einer Puppe konnten die Jugendlichen einmal testen, wie eine Spritze verabreicht wird. Oder sie durften sich gegenseitig den Blutdruck messen. Konrektorin Angela Knoll, Schulkoordinatorin für Berufsorientierung und Beauftragte zur Optimierung der lokalen Vermittlungsfähigkeit, zog eine positive Bilanz dieser ersten Berufsmesse. Für die nächste Veranstaltung dieser Art möchte die Schule aber auch Betriebe aus Handwerk und Baubranche, dem Gesundheitswesen und der Schönheitspflege einladen, um ein weites Spektrum an Berufen abzudecken.

 

Mehr Lehrer: Eine halbe Stelle in Riedelbach

10.08.2010

Neue Lehrer für Ganztagsangebote im Hochtaunus

Riedelbach. Unter anderem erhält die Riedelbacher Max-Ernst-Schule nach den Ferien eine halbe Stelle (ua).

Im neuen Schuljahr wird es in Hessen 62 neue Ganztagsangebote an Schulen geben, an weiteren 88 Schulen werden schon bestehende Angebote erweitert. Damit würden insgesamt 150 Schulen zusätzlich von den Mitteln der Landesregierung profitieren, was deutlich zeigt, dass die bürgerliche Mehrheit in Wiesbaden trotz der angespannten Finanzlage hier deutliche Prioritäten setzt. Davon ist der direkt gewählte Landtagsabgeordnete Holger Bellino (CDU) überzeugt und begrüßt natürlich, dass hiervon auch der Hochtaunuskreis profitiert. So habe die Landesregierung zugestimmt, dass fünf Schulen im Hochtaunuskreis - die sich im Programm „Ganztagsprogramm nach Maß“ engagieren - zusätzliche Lehrerstellen erhalten.

Halbe Stelle in Riedelbach

Konkret handelt es sich um die Gesamtschule am Gluckenstein (GaG) in Bad Homburg, die Integrierte Gesamtschule in Stierstadt und die Paul-Maar-Schule in Bad Homburg mit je einer Stelle sowie die Max-Ernst-Schule in Weilrod und die Humboldtschule in Bad Homburg mit je einer halben zusätzlichen Lehrerstelle für diese Ganztagsangebote. Dies sei natürlich nur ein Teil der zusätzlichen Schaffung von Lehrerstellen, die unabhängig davon zu einer besseren Ausstattung der Schulen in Hessen führe.
Bellino begrüßt im Zusammenhang mit den Ganztagsangeboten, dass der zuständige Schulträger - der Hochtaunuskreis - bereits entsprechende Anträge für das übernächste Schuljahr gestellt habe, die hoffentlich auch positiv beschieden werden, da es auch in Zukunft darauf ankomme, ausreichende Angebote auf freiwilliger Basis anzubieten. „Schließlich können mit dem Ausbau des Ganztagsangebots die Bildungschancen der Schüler verbessert und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf erleichtert werden“, unterstreicht Bellino die Notwendigkeit dieser Maßnahmen. Durch diese Maßnahmen - die immer auf Freiwilligkeit beruhen - sei Hessen mittlerweile unter den westdeutschen Flächenländern Spitzenreiter.
Gegenwärtig wende Hessen rund 59 Millionen Euro pro Jahr für das Ganztagsprogramm auf, um die mittlerweile über 700 Ganztagsangebote zu ermöglichen, so Bellino.

 

Sieger des Lesewettbewerbs lesen in Altweilnau

27.07.2010

Anregende Litera„tour“ durch Altweilnaus Höfe

Altweilnau. „Literatur im Hof“ mit zahlreichen Lesungen und Mitmachaktionen - Büchertauschmarkt

(ek). Nach der Hofoper, die zum Auftakt zur „Literatur im Hof“ am Freitagabend sprichwörtlich ins Wasser gefallen war (der UA berichtete), blühten Literaturfreunde am Samstag- und Sonntagnachmittag bei den vom Kultur- und Förderkreis Burg Altweilnau organisierten Lesungen und Mitmachaktionen regelrecht auf.

Der idyllische Weilroder Ortsteil mit Burg- und Torturm und seinen wunderschönen Höfen scheint wie geschaffen zu sein für ein Festival für Prosa und Poesie, zumal in Altweilnau zahlreiche Autoren beheimatet sind: die unter anderem mit ihren Jugendbüchern im deutschsprachigen Raum erfolgreiche Uschi Flacke, aber auch Sabine Preußer, die heimatliche Märchen und Gedichte, Kinderbücher und Puppentheaterstücke schreibt oder die Lyrikerin Gisela Stumm.

Aus dem Usinger Land stammten weitere Autoren wie die mit ihren historischen Romanen erfolgreiche Ursula Neeb, Lyrikerin Helmtrud Rückert, Erika Ross, Kinderbuchautorin und -Illustratorin Elfi Schöniger, Johanna Wagner und Ron Pallas. Dazu gesellten sich mehrfach preisgekrönte Schriftsteller wie Anne Chaplet, anerkannte Publizisten und Freigeister wie Professor Dr. Michael Schneider, Dr. Steffen Tag oder der Kulturhistoriker Reinhard Pabst.

Aber auch die Kunst des Vorlesens und Rezitierens war gefragt. So widmeten sich Professor Dr. Eugen Ernst, Dr. Dieter Fröhlich oder Kurt Kolodziejczyk der Mundart. Und die Sieger vom Vorlesewettbewerb der Riedelbacher Max-Ernst-Schule stellten ihre Lieblingsbücher vor. Aus dem Rahmen fiel nicht nur Walburga Kliem, die wie in alten Zeiten das Erzählen quasi als Vorstufe zur Literatur praktizierte und von ihrer Wanderung nach Potsdam berichtete.

Ingo Cesaro motivierte zahlreiche Besucher zu Sinnsprüchen oder kleinen Gedichten, die dann mittels Bleilettern auf der mobilen Handpresse gedruckt und auf einer Wäscheleine aufgehängt wurden. In einem offenen Experiment ließ Hermann Rapp ein Buch entstehen, in dem im Dorf Gefundenes das zu druckende Medium war.

Fündig wurden zahlreiche Bücherwürmer beim großen Büchertauschmarkt mit geschätzten 1000 Büchern, wo jeder mitbringen und nach Herzenlust aussuchen und mitnehmen durfte: Kinderbücher, Romane, Krimis oder gar Kochbücher.

Zwischen den beiden Bücherzelten lagen idealerweise das Kuchenbuffet und eine Verpflegungsstation für kühle Getränke und Gegrilltes, denn allein von geistiger Nahrung wird man nicht satt.

Obwohl der große Besucherandrang ausgeblieben war, darf man diesen ersten Versuch von „Literatur im Hof“ als gelungenes Experiment bezeichnen, denn so etwas will wachsen. Auch Gregor Maier, Leiter des Kulturbereichs im Hochtaunuskreis, stattete der Veranstaltung seinen Besuch ab und hofft, dass dieser gute Ansatz weiterverfolgt wird.

„Überall regt sich Bildung und Streben, Alles will sie mit Farben beleben“, heißt es in Goethes Osterspaziergang. Die Organisatoren haben mit der Umsetzung ihrer Idee Altweilnau, Weilrod, das Usinger Land und den Hochtaunuskreis mit Sicherheit in Sachen Literatur belebt.

 

Schülerarbeiten der Max-Ernst-Schule im Weilroder Rathaus

03.07.2010

Sitzungen unter den kritischen Blicken der Selbstportraits

Riedelbach. Riedelbacher Max-Ernst-Schüler schufen Bilder im Stile von Dalí, Seurat und Jawlensky

RIEDELBACH (sn). Unter den kritischen Blicken mehrerer junger Leute, vertreten jedoch durch ihre Selbstporträts, werden in den nächsten Wochen die Sitzungen im Weilroder Rathaus stattfinden. Schüler der achten Realschulklassen der Max-Ernst-Schule in Riedelbach haben sich in der Art des Expressionisten Alexej von Jawlensky selbst dargestellt.

Die Bilder sind jetzt zusammen mit Gemälden nach Georges Seurat und Salvador Dalí in der Gemeindeverwaltung in Rod an der Weil zu sehen. „Das hat die Schüler Überwindung gekostet, aber die Ergebnisse sind sehr beeindruckend“, berichtete Kunstlehrer und Fachbereichsleiter Burkhard Weckler. In kräftigen, verfremdeten Farben und mit starkem Pinselstrich, die Gesichtszüge vereinfacht, aber erkennbar und ausdrucksstark dargestellt, blicken die Gesichter der Jugendlichen jetzt auf die Besucher im Treppenhaus und im Bürgerbüro und eben auch im Sitzungssaal. Die R 7 b dagegen hat sich mit der „Figur im Raum“ beschäftigt, so nannte sich die Ausstellung von Bildern Seurats in der Frankfurter Schirn Kunsthalle, die sie besuchten. „Es ist wichtig, dass wir raus kommen und uns dort unsere Inspirationen holen“, betonte Weckler.

Nach Besichtigung der Werke des Neoimpressionisten Seurat, der den Pointillismus entwickelt hat, eine damals revolutionäre Art zu malen, nahmen die Mädchen und Jungen in der Werkstatt der Schirn an einem Workshop teil. Dort begannen sie auf Malkarton ihre Werke, Thema war das Stillleben und die Figur im Raum. Zurück in der Schule, wurde weiter mit Zahnstochern, Wattestäbchen oder dem Pinselstiel ein Punkt neben den anderen getupft und gesetzt.

Von Nahem betrachtet lösen sich so die Konturen der dargestellten Formen auf, von Weitem erkennt der Betrachter ein Bild. Seurat hat nicht mit den Farben schwarz und weiß gemalt, erinnerten sich die Schüler, er hat alle seine Farben gemischt und in der Natur gemalt - nicht im Atelier. Im Werkunterricht wurden dann die Holzrahmen für die Bilder gebaut und schwarz angestrichen, berichtete Weckler.

Die dritte Art von Gemälden im Rathaus ist nach dem Vorbild des Surrealisten Salvador Dalí entstanden. Die Schüler der R 9 a haben als Thema die „Zerrinnende Zeit“ genommen, erläuterte Weckler. So sind das „I-Bild“ mit dem I-Pod darauf von Max Ulsperger und der „Leopardentraum“ von Sandra Kopp entstanden.

Am Mittwochnachmittag hatten die drei Kunstlehrer Sabine Rutner, Marlies Wiedenau und Burkhard Weckler in zweieinhalbstündiger Arbeit die Arbeiten der Schüler aufgehängt.

Die meisten der Jugendlichen sind auch bereit, ihre Werke zu verkaufen. Ab 50 Euro, von denen 20 Prozent an die Schule für das Material gehen, ist so ein Bild zu haben. Weckler träumt davon, alle in der Schule zurückgebliebenen Bilder von abgegangenen Schülern in einer Auktion zu veräußern. Nur ein geeigneter Auktionator fehlt ihm noch.

 

Verabschiedung der Abschlussklassen H9 und R10

28.06.2010

„Lasst euch nicht eure Träume und Visionen nehmen“

Riedelbach. Absolventen der Max-Ernst-Schule in Riedelbach feierlich verabschiedet - Manche Unterrichtsstunde hat einer Krisensitzung geglichen

(sn). „Macht’s gut, bye bye, auf Wiedersehen“, so verabschiedete Schulleiterin Hildegunde Gier die Absolventen der Max-Ernst-Schule in Riedelbach. Sie mahnte sie zu einem verantwortungsvollen Umgang mit den Ressourcen und der Natur, und forderte sie auf, neue Ideen zu entwickeln, aber dabei das Wohl der Gesellschaft nicht aus den Augen zu verlieren.

In ihrer Abschiedsrede am Freitagabend in der Mensa der Max-Ernst-Schule zeichnete Gier das Bild einer vernetzten Welt, in der die Medien zurzeit fast nur noch von der Fußballweltmeisterschaft berichteten, was von Staatsbankrott, Vulkanausbruch und dem „Tschernobyl des Ölzeitalters“ ablenke. In dieser „Weltrisikogesellschaft“ werde nicht mehr Wachstum allein der Schlüssel für die Zukunft sein. „Lasst euch nicht eure Träume und Visionen nehmen“, ermutigte sie die Jugendlichen, mit Optimismus in die Zukunft zu schauen.

„Es wird Zeit“, empfand die Klasse R 10 a, die dies mit ihrem Lied kundtat. Ihre Klassenlehrerin, Elisabeth Kallenberger, blickte zurück auf die anfängliche Zeit mit dieser, ihrer ersten Klasse: „Brav habt ihr da gesessen, die ersten Monate.“ Aber dann habe es auch turbulente Zeiten gegeben. Doch jetzt zuletzt bei der Theateraufführung (der UA berichtete) habe sie gesehen, „zu welch reifen Menschen ihr herangewachsen seid“. Auch Marlies Wiedenau, Klassenlehrerin der R 10 b, hatte anfangs „aufmerksame, wissbegierige und brave“ Schüler. Doch zwischendurch habe manche Unterrichtsstunde einer Krisensitzung geglichen, was sich aber relativierte, da die Mädchen und Jungs immer die Bereitschaft gezeigt hätten, nach Lösungen zu suchen und sich gegenseitig respektierten.

Die Klassenlehrerin der H9, Daniela Rolshoven, konnte ihre Klasse an diesem Abend wegen einer Erkrankung leider nicht persönlich verabschieden. Mit einer Trommel- und Lightshow unter Leitung von Tobias Weigel sagte die H9 ihrer Schule Lebewohl.

Aber nicht nur die Haupt- und Realschüler wurden an diesem Abend verabschiedet, auch der Schulelternbeiratsvorsitzende Peter May und die Vorsitzende des Fördervereins der Max-Ernst-Schule, Brigitte Hörning, hatten nach Jahren der Mitarbeit jetzt ihre Ämter zurückgegeben. Hörning hatte 16 Jahre Lang den Vorsitz des Fördervereins inne, aber auch als Elternbeirätin in der Schulgemeinde mitgewirkt. Sie habe mit das „Aus“ für den Schulstandort Riedelbach verhindert, betonte Gier. May arbeitete 13 Jahre lang in Elternbeiräten mit, war zeitweise Schulelternbeiratsvorsitzender und Delegierter auf Kreis- und Landesebene.

Die neue Vorsitzende des Fördervereins, Heike Boss, übernahm an diesem Abend die ehrenvolle Aufgabe, sechs Schülerinnen und Schüler auszuzeichnen. Giulia Pokar, Ricardo Mühle und Carolin Schneider wurden als Beste ihrer Klassen geehrt. Alina Just erhielt ein Präsent für ihr vielseitiges Engagement in der Schule, unter anderem als Schulsprecherin. Und Christina Koppel und Christian Lüring hatten sich in der Schul-Bibliothek verdient gemacht. „Hey, wir gehen’ ab, wir feiern die ganze Nacht“, mit diesem von der Klasse R 10 b selbstkomponierten Lied endete der offizielle Teil, die Feier mit den Familien begann und setzte sich als Party im Kreise der Schüler fort.

 

Neue Schulsanitäter

26.06.2010

Auch beim Herzinfarkt eines Lehrers können sie helfen

Riedelbach. 26 Mädchen und Jungs der neunten Realschulklassen der Max-Ernst-Schule Riedelbach hatten sich für eine Ausbildung zum Ersthelfer angemeldet

(sn). Das Mädchen blutete am Arm, zitterte und wurde ganz blass. Die vier jungen Ersthelferinnen stürzten zu ihr, fragten, was passiert sei, zogen sich Gummihandschuhe an, deckten die Wunde leicht ab, setzten den Notruf ab und brachten die Patientin in Schocklage. Die anderen Jugendlichen schauten dem Geschehen interessiert zu.

Am Donnerstag fand die Abschlussprüfung des Schulsanitätskurses an der Max-Ernst-Schule in Riedelbach statt. 26 Mädchen und Jungs der neunten Realschulklassen hatten sich für diese Ausbildung zum Ersthelfer angemeldet. Und jetzt war nach der theoretischen auch die praktische Prüfung an der Reihe. Jede Vierergruppe wurde dabei einer Fallsituation gegenübergestellt, in der sie wie im Ernstfall reagieren sollten. Um das Ganze noch realistischer aussehen zu lassen, hatte Ute Giese den „Patienten“ eine Schürfwunde ans Schienbein oder eine Platzwunde an die Stirn geschminkt. „Sie sind sehr engagiert, interessiert und gut bei der Sache“, beurteilte Rudolf Forberg, Ausbilder beim Malteser-Hilfsdienst, die Jugendlichen. Gemeinsam mit Lehrer Herbert Endlein, der ebenfalls Ausbilder der Malteser ist, hatten sie von Montag bis Mittwoch 24 Unterrichtseinheiten der vertieften Ersten Hilfe unterrichtet.

Aufbauend auf den Erste-Hilfe-Grundkurs, den jeder Schüler absolviert, wurde so das Wissen und Können in der speziellen Schulsanitätsausbildung vertieft. Da wurden besonders typische Verletzungen wie Sturzverletzungen auf dem Pausenhof oder im Sportunterricht mit Prellungen, Knochenbrüchen und Gehirnerschütterung durchgenommen. Aber auch die Erste Hilfe bei Verletzungen durch Glassplitter stand auf der Tagesordnung. Und weil täglich in Deutschland etwa 350 Personen den Herztod sterben, übten die jungen Menschen auch die Herz-Lungen-Wiederbelebung ein. „So können die Jugendlichen auch bei einem Herzinfarkt von Lehrern helfen“, betonte Forberg. Aber im Schulalltag sind doch eher Bagatellverletzungen an der Tagesordnung. Sollte es doch mal schlimmer kommen, dürfen die Schulsanitäter auch Lehrern mal eine Anweisung geben, denn sie sind in Bezug auf die Erste Hilfe besser ausgebildet als so mancher Pädagoge.

Auch innerhalb der Ersthelfergruppe muss einer die Führung übernehmen, die anderen können mit konstruktiven Vorschlägen unterstützen, müssen sich aber unterordnen. Die Koordination und Arbeitsverteilung ist dabei wichtig. Auch Schaulustige werden manchmal einbezogen, beispielsweise bei der Benachrichtigung von Lehrern oder der Einweisung des Rettungswagens. „Es ist gut, dass wir sie haben, aber es ist gut, wenn wir sie nicht brauchen“, betonte Schulleiterin Hildegunde Gier. Seit etwa zehn Jahren gibt es den Schulsanitätsdienst an der Max-Ernst-Schule. Nach den Sommerferien wird dann der Dienstplan aufgestellt. Im ersten Halbjahr versieht die R 10 a den Dienst, im zweiten Halbjahr ist die R 10 b an der Reihe. Immer zwei Schüler haben gleichzeitig Dienst. In den Pausen halten sie den Sanitätsraum besetzt, denn erfahrungsgemäß passiert in den Pausen am meisten. Hier werden auch Schüler betreut, denen mal schlecht geworden ist, bis die Eltern sie abholen.

 

Darstellendes Spiel im Deutschunterricht der R10a

19.06.2010

Unter schwarzen Masken schlummern die Träume

Riedelbach. „Masken runter, Farbe bekennen“: Schüler der Klasse R 10 a der Max-Ernst-Schule in Riedelbach führten ein Theaterstück zum Thema „Mobbing“ auf

(sn). Die Bretter, die die Welt bedeuten, betraten die Schüler der Klasse R 10 a der Max-Ernst-Schule in Riedelbach am Mittwochabend. Vier Wochen lang hatten sie nach ihren Abschlussprüfungen und der Abschlussfahrt mit ihrer Deutschlehrerin Heike Scharfe-Diebel ein Stück zum Thema „Mobbing“ erarbeitet.

In kurzen Szenen stellten die Jugendlichen zunächst unterschiedliche Situationen aus dem Alltag dar. Da provozierte ein Schüler die ungerechte Bestrafung einer Mitschülerin, so dass sie in den Trainingsraum geschickt wurde. An der Bushaltestelle vertrieb die Mädchengang die Mitschülerin und jagte ihr den Rucksack ab. Tätliche Angriffe, Beleidigungen, Raub von Geld, Handys oder auch von Hausaufgaben wurden als schon fast selbstverständlich dargestellt, wogegen sich auch keiner zur Wehr setzte. „Mobbing hat viele Gesichter, zeig uns deins“, diese Aussage beendete den ersten Abschnitt des Stücks. Simon hat an der Schule Selbstmord verübt, diese Nachricht machte die Runde in der Schülerschaft und löste Reaktionen von Trauer, Mitgefühl und Suche nach den Gründen, aber auch Unverständnis aus. Manchen dämmerte schon, dass der Selbstmord mit dem Mobbing, das an der Schule an der Tagesordnung zu sein schien, zu tun haben könnte. Aber eine neue Mitschülerin, die unbefangen bei den verschiedenen Gruppen Anschluss suchte, wurde gleich wieder von fast allen „gedisst“. Auch die Rede bei der Trauerfeier, bei der hervorgehoben wurde, dass dies eine „Schule ohne Rassismus, eine Schule mit Courage“ sei, brachte noch kein Umdenken. Einige Szenen ließen in die Gedankenwelt der Jugendlichen blicken, in der sich vieles um Liebe, Coolness und Mode dreht.

Im Elternhaus treffen die Heranwachsenden auf wenig Verständnis, werden mit Geld abgespeist, nur mit Vorwürfen zugedeckt, von den arbeitslosen und alkoholabhängigen Eltern drangsaliert oder gar geschlagen. Da entstehen Träume vom Berühmtsein, wie Janina mit ihrer perfekten Darstellung von Janis Joplins Song „Mercedes Benz“ zeigte. Für Sascha, der die Gelegenheit erhielt den Soundtrack zu „Das wandelnde Schloss“ vorzuspielen, ging dieser Traum sogar in Erfüllung. Und allmählich wandelte sich das Klima an der Schule, die mobbenden Schüler waren bald in der Minderheit. „Masken runter, Farbe bekennen“, skandierten alle und die, die noch ihre schwarzen Masken trugen, nahmen sie ab. Das Stück, in dem die Jugendlichen mit unterschiedlichen Ebenen, sowohl zeitlichen, räumlichen als auch darstellerischen, experimentierten, beeindruckte durch die komprimierte, schlaglichtartige Darstellung deren Lebenswelt.

„Das I-Tüpfelchen war das kurzzeitige Verharren“, sagte Anja Lüring, Mutter eines Darstellers. Das „Einfrieren“ einer Szene hatte Scharfe-Diebel als eine der Darstellungstechniken in dem zum Unterrichtsfach erhobenen darstellenden Spiel im Laufe des vergangenen Schuljahres durchgenommen. Dass den Jugendlichen, deren Klassenzusammenhalt sehr gut ist, das Schauspielern großen Spaß bereitete, übertrug sich auf das Publikum, das den Darstellern einen lang anhaltenden Applaus spendierte.

Das neue Fach diene „zur Bildung der Gesamtpersönlichkeit“, betonte Schulleiterin Hildegunde Gier in ihrer Begrüßungsrede. Hier würden Fähigkeiten abverlangt, die sonst im Fächerkanon nicht zu finden seien.

 

Verkehrserziehung mit dem ADAC

16.06.2010

Verkehrssicherheit: Schüler wandelten auf dem Bremsweg

Riedelbach. „Achtung Auto“ an Max-Ernst-Schule: ADAC verdeutlichte Gefahren im Straßenverkehr

(sn). Fabian Aust senkte die schwarz-weiß karierte Fahne und die fünf Jungs bremsten aus vollem Lauf ab. Erst nach ein paar Metern kamen sie zum stehen. „Mädels, wo waren die Jungs, als ich die Fahne geschwenkt habe?“, wandte sich Aust an die Zuschauerinnen.

So versuchte Fabian Aust vom ADAC Hessen-Thüringen, den Schülern der fünften Klassen der Max-Ernst-Schule in Riedelbach den Unterschied zwischen Bremsweg und Anhalteweg zu vermitteln. Denn die erste Aufgabe war es gewesen, aus vollem Lauf ab der weißen Linie abzubremsen, wobei ja die Reaktionszeit entfiel. „Ihr habt Schwung, deswegen ist es nicht möglich auf der Linie stehen zu bleiben“, fasste der ADAC-Mann die erste Erkenntnis der Mädchen und Jungs zusammen. Anschließend zeigte Aust das gleiche Experiment mit seinem Auto, wobei ebenfalls ein deutlicher Unterschied zwischen Bremsweg und Anhalteweg durch die Reaktionszeit zu erkennen war. Denn das Bild der sich senkenden Fahne muss ja erst von den Augen ans Gehirn übermittelt werden, das dann den Befehl an Füße zum Bremsen weitergibt.

„Achtung Auto“ - unter diesem Motto führt der ADAC diese Veranstaltung zur Verkehrserziehung an Schulen durch. Dadurch sollen kritische Situationen und Unfallgefahren im Straßenverkehr verdeutlicht werden. Vorausschauendes Handeln wird angeregt, wodurch erst richtige Reaktionen durch eine bessere Einschätzung des Anhaltewegs von Fußgängern und Fahrzeugen ermöglicht werden. An dieser Aktion nehmen bundesweit jährlich etwa 170.000 Schüler teil. „Was verlängert die Reaktionszeit?“, fragte Aust in die Runde. Und die Kinder sammelten Dinge wie telefonieren, essen, trinken, rauchen, Musik hören und alle damit in Zusammenhang stehenden Tätigkeiten während der Fahrt, aber auch Alkoholkonsum und Einnahme anderer Drogen. Und auch der reine Bremsweg ist nicht immer gleich. Dass er vom Zustand der Straße und der Reifen abhängt, war den Mädchen und Jungs auch klar. So nannten sie Dinge wie Glatteis, Regen, Ölspuren, Rollsplitt, Dreck oder Laub auf der Straße, aber auch wenig Profil und alte Bremsen, die das Bremsen negativ beeinflussen können.

Abschließend durften die Kinder im ADAC-Auto mitfahren, je nach Alter und Größe mit oder ohne Sitzerhöhung und eine Vollbremsung aus einer Geschwindigkeit von 30 Kilometern pro Stunde miterleben.

 

Heike Boss neue Vorsitzende des MES-Fördervereins

05.06.2010

Heike Boss neue Vorsitzende des MES-Fördervereins

Riedelbach. (sn). An der Spitze des Fördervereins der Max-Ernst-Schule in Riedelbach gab es Veränderungen. Zur Vorsitzenden wurde auf der Jahreshauptversammlung Heike Boss und zu deren Stellvertreterin Monika Henrici gewählt, die beide vorher als Beisitzer bereits Vorstandserfahrungen gesammelt haben.

Die Kasse wird zukünftig Angelika Beier führen, als Schriftführerin wird Sabine Wagner fungieren. Der ehemalige Schriftführer Hartmut Ristow ist jetzt Beisitzer zusammen mit Peter Schweikart, Carmen Jentsch, Hildegunde Gier und Heidi Schmitz, die in dieser Funktion bestätigt wurden. Brigitte Hörning, die 18 Jahre im Vorstand des Fördervereins tätig war, zwei Jahre als Schriftführerin und 16 Jahre als Vorsitzende, stellte sich nicht mehr zur Wahl, da ihre Kinder mit 24, 27 und 30 Jahren mittlerweile der Schule schon lange entwachsen sind.

Die ehemalige Kassiererin Regina Lieberknecht, deren Kinder bereits auch dieses Alter erreicht haben, betonte: "Durch meine Arbeit wollte ich etwas von dem zurückgeben, was wir hier an dieser Schule erfahren haben". "Sie sind mit der Schule gewachsen und haben sie über Jahrzehnte begleitet", wandte sich Schulleiterin Hildgunde Gier mit Dank für die geleistete Arbeit an Hörning und Lieberknecht. Dabei hätten sie die Trennung der Grundschule von der Haupt- und Realschule, den Bau der Turnhalle, die Einführung des Ganztagsangebots sowie den Neubau der Schule miterlebt.

In ihrem letzten Kassenbericht informierte Lieberknecht die 13 anwesenden Vereinsmitglieder über einen leichten Rückgang des Kassenbestandes, der auf die zahlreichen Ausgaben für die Schule zurückzuführen sei. Die scheidende Vorsitzende führte auf, dass 2009 die Schulbibliothek, Klassenfahrten und Skifreizeiten, eine Schulung von Lehrern, die der beruflichen Orientierung der Schüler dient, der Ungarnaustausch, die Informationsveranstaltung zur Aids-Aufklärung, der Fachbereich Kunst und die Auszeichnungen von Schülern bei der Abschlussfeier unterstützt oder ganz finanziert wurden.

In der Vereinssatzung habe der Zweck aufgrund der Trägerschaft für die Nachmittagsbetreuung geändert werden müssen. Weiter berichtete Hörning, dass der Verein zurzeit etwa 110 Mitglieder habe. Als Schulförderverein unterliege die Mitgliederzahl einer ständigen Fluktuation. Gier informierte die Versammlung über die hohen Anmeldezahlen für das kommende Schuljahr. So gebe es über 80 neue Realschüler, was drei große Klassen ergebe. Für die Hauptschule seien 13 Kinder angemeldet. Aufgrund der Ausweitung des Ganztagsangebots erhalte die Schule eine halbe Stelle zusätzlich, die sie sich jedoch als Finanzmittel geben lasse, um damit eine Teilzeitstelle für die Schulsozialarbeit zu schaffen.

Als Neuerung werde neben der Kunstklasse jeweils eine Klasse mit Schwerpunkt im musikalischen Bereich und mit darstellendem Spiel angeboten, kündigte Gier an. Da der Lehr- und Lernmittelhaushalt des Hochtaunuskreises gekürzt worden sei, wünschte sich die Schulleiterin vom Förderverein eine Unterstützung der Fachbereiche Kunst und Sport. Aber auch die Bibliothek sei wichtig.

 

Walderlebnistag für Fünftklässler

28.05.2010

Steckbrieflich gesuchte Bäume aufgestöbert

Riedelbach. Walderlebnistag für Fünftklässler der Max-Ernst-Schule in Riedelbach - Waldfunktion und Holznutzung im Mittelpunkt

(sn). "Das sind schon einige Kilo, die so ein Rothirsch auf dem Kopf hat", erklärte Thomas Götz vom Forstamt Weilrod den Kindern und gab eine Geweihstange mit sechs Enden herum. Götz war mit noch drei Kollegen vom Forst, Bhavana Kaiser, Birgit Wetzel und Matthias Lammert nach Riedelbach gekommen, um im Rahmen des Biologieunterrichts den Mädchen und Jungs den Wald näherzubringen.

Für die fünften Klassen der Max-Ernst-Schule in Riedelbach stand an diesem Dienstag nämlich der Walderlebnistag auf dem Stundenplan, den Biologielehrer Reinhard Bubenik in jedem Jahr organisiert. An vier Stationen im Wald nahe der Schule erfuhren die Kinder - aufgeteilt in Gruppen - allerlei Wissenswertes über Holznutzung und Waldfunktionen, Wildtierarten und Jagd, den Boden und das Leben darin sowie die Baumarten. Götz hatte im Wald einige Tierpräparate versteckt, die die Schüler zunächst finden sollten. Das hatten sie schneller erledigt als gedacht und schon sammelten sie sich mit ihren Fundstücken um Götz. "Diese Geweihstange wurde von Mäusen angenagt", erklärte der Forstmann, denn sie enthalte viel Kalzium. Dann berichtete er vom Lebenszyklus des Rotwildes, der sich von dem des Rehwilds unterscheidet. Gemeinsam ist beiden, dass sie ihre Jungen, die Hirschkälber und die Rehkitze im Frühjahr, wenn das meiste Futter zur Verfügung steht, zur Welt bringen. Ihren Kopfschmuck, das Geweih und das Gehörn, werfen sie jedoch zu verschiedenen Zeiten ab, die Hirsche im Frühjahr, die Rehböcke bereits im Herbst. In früheren Zeiten konnten sich die Hirsche im Winter damit gegen die Übergriffe von Bären oder Wölfen wehren, während die Rehe sich nur verstecken konnten. Götz hatte aber noch ein weiteres Gehörn mitgebracht, nämlich das eines Mufflons. Dieser gewundene Kopfschmuck des hier eingebürgerten korsischen Wildschafs werde allerdings nicht abgeworfen, wussten die Kinder. An der nächsten Station bei Biologielehrer Antar Spiong, einem früheren Forstmitarbeiter, entdeckten die Mädchen und Jungs das Bodenleben. Würmer, Käfer, Asseln, Pilze, aber auch die nicht mehr mit bloßem Auge sichtbaren Bakterien zersetzen das herabfallende Laub und sorgen für neue Nährstoffe. Birgit Wetzel, Revierleiterin Grävenwiesbach Ost, informierte über die Waldfunktionen von der Nutzung des Holzes für Bau, Industrie und Energieerzeugung über Klima- und Grundwasserschutzfunktion bis hin zu Erholung und Naturschutz.

"Findet euren Baum wieder", forderte Bhavana Kaiser ihre Schützlinge auf. Bei diesem Spiel ging es darum, einen Baum mit allen Sinnen zu erfahren außer dem Gesichtssinn. Darum verteilte sie Masken, mit denen sich jeweils einer von zwei Schülern die Augen verband. Der andere wählte einen Baum aus und führte seinen Partner dorthin. Dort tastete und roch, klopfte und horchte der "Blinde", um "seinen" Baum kennenzulernen. "Ich habe meinen Baum wiedererkannt", berichtete Marc stolz.

Dann ging es an die Arbeit: Anhand von Steckbriefen mussten die Kinder die Baumarten wie Eiche, Buche und Fichte erkennen und Arbeitsblätter ausfüllen, bevor es die wohlverdiente Stärkung am Sportplatz gab.

 

Eine halbe Lehrerstelle für die Max-Ernst-Schule

19.05.2010

Kreis stockt Lehrer-Stellen weiter leicht auf

Hochtaunus. (ua). Zum Ausbau der Ganztagesangebote hat der Kreis an fünf Schulen für das kommende Schuljahr die Lehrerzahl erhöht. Eine Stelle erhalten jeweils die Bad Homburger Gesamtschule am Gluckenstein, die Integrierte Gesamtschule (IGS) Stierstadt und die Bad Homburger Paul-Maar-Schule. Um eine halbe Stelle werden die Max-Ernst-Schule in Weilrod sowie die Humboldtschule in Bad Homburg aufgestockt. Das Schulamt hat den Vorschlag bereits angenommen, jetzt muss noch das Kultusministerium zustimmen. "Das Landesprogramm bringt uns im Bereich Schule und Bildung ein ganzes Stück voran", sagte Landrat Ulrich Krebs (CDU). Er kündigte zugleich an, weitere acht Stellen für die zwei Folgeschuljahre zur Verfügung zu stellen. Über die Zuteilung will der Kreis im Laufe des Jahres entscheiden.

"Zunächst wurden bei unserem Vorschlag drei Schulen berücksichtigt, die sich seit dem Schuljahr 2009/2010 zu einer Ganztagsschule in Offener Konzeption weiterentwickeln." Durch die zusätzlichen Lehrerstellen und eine erneute Anmeldung im nächsten Jahr werden diese Schulen dann im Schuljahr 2011/2012 endgültig den Status einer Offenen Ganztagsschule erreichen.

Alle fünf vorgeschlagenen Schulen sind bereits baulich auf den Ganztagesbetrieb ausgelegt oder zumindest kurz davor: Die Gesamtschule am Gluckenstein erhält zurzeit ein Ganztagszentrum mit Mensa und vier Ganztagsräumen An der IGS Stierstadt entsteht zurzeit ein Erweiterungsbau, der im anschließend zu sanierenden Altbau Platz für Ganztagseinrichtungen und eine Mensa schafft. Die Max-Ernst-Schule in Weilrod wurde von 2005 bis 2008 komplett neu gebaut und damit für den Ganztagesbetrieb ausgestattet. An der Paul-Maar-Schule ist das neue Betreuungszentrum mit Mensa bezugsfertig und an der Humboldtschule wurde bereits 2004 eine größere Cafeteria für die Essensversorgung eingerichtet.

 

Zusätzliche Stellen für Ganztagsbetreuung

14.05.2010

Zusätzliche Stellen für Ganztagsbetreuung

Hochtaunus. (ua). Wie der Hochtaunuskreis jetzt mitteilte, hat das Kultusministerium dem Kreis zusätzliche Stellen zum Ausbau der Ganztagesangebote für das Schuljahr 2010/2011 zur Verfügung gestellt. Unter anderem soll die Max-Ernst-Schule in Weilrod 0,5 Lehrerstellen erhalten, die Paul-Maar-Schule, Bad Homburg (eine Lehrerstelle) sowie die Humboldtschule, Bad Homburg (0,5 Lehrerstelle).

Das Staatliche Schulamt für den Hochtaunuskreis habe dieser Auswahl bereits zugestimmt.

"Das Landesprogramm bringt uns im Bereich Schule und Bildung ein ganzes Stück voran. Wir hoffen, dass das Kultusministerium unserem Vorschlag annimmt", so Krebs. Er kündigte zudem an, dass weitere acht Stellen für die zwei Folgeschuljahre zur Verfügung stehen werden.

Über die Zuteilung werde der Hochtaunuskreis noch im Laufe des Jahres entscheiden. Die Max-Ernst-Schule in Weilrod wurde von 2005 bis 2008 komplett neu gebaut und damit für den Ganztagesbetrieb ausgestattet.

 

Übung Sicherheit im Straßenverkehr

12.05.2010

"Berauschende" Slalomfahrten durchs Klassenzimmer absolviert

Riedelbach. Riedelbacher Realschüler üben einen Vormittag Sicherheit im Straßenverkehr

(jop). Einen langen Vormittag widmeten die Schüler der Klassen H 9, R10a und R10b der Max-Ernst-Schule dem Projekttag "Sicherheit im Straßenverkehr". In Zusammenarbeit mit Polizei-Experten aus Bad Homburg und Usingen hatte die MES-Verkehrsbeauftragte der Schule ein Gruppen-Programm organisiert, das den Schülern jeweils 40 Minuten Arbeitszeit für ihren Anschauungs-Unterricht ließ.

Kurz vor acht Uhr wurden in der Realschule die Aufbauten für den Gruppen-Unterricht zum Thema Verkehrssicherheit vorgenommen. Nachdem die einzelnen Gruppen eingeteilt waren, wurde um 8.15 Uhr mit der Gruppenarbeit in den Klassenräumen, auch in der Bibliothek und auf dem Schulhof begonnen. Dort hatte Polizei-Sprecher Siegfried Schlott von der Bad Homburger Direktion als Anschauungsobjekt sogar ein Crash-Motorrad aufstellen lassen, an dem die verheerenden Folgen für Leib und Leben von Verkehrsunfällen erörtert wurden. Sein Homburger Kollege Erle unterrichtete eine Gruppe über die Gefahren von Rauschgift im Straßenverkehr, während sich die Usinger Kollegin Volkmer um das Thema Alkohol kümmerte und rechtliche Fragen abhandelte. Und was die Abschlussjahrgänge der Realschule besonders interessierte - die Fahrerlaubnis - behandelte Frau Kunze von der Führerschein-Behörde.

Jutta Oesten- Appelhoff, die Verkehrsbeauftragte der Schule, simulierte mit den Mädchen und Jungen aus der 10. Klasse realistische Fahrübungen auf einem Kinder-Buggy, bei dem die Schüler eine Rauschbrille trugen, mit der sie die Wirkung von Alkohol nachempfinden konnten. Dazu mussten sie eine Slalomfahrt an Verkehrshütchen durchs Klassenzimmer absolvieren. "Die Brille vermittelt ein reales Gefühl der Doppelsichtigkeit", dozierte die Lehrerin und die Schüler bestätigten ihr Gefühle wie Unsicherheit oder Verwirrtheit, die stets bei Alkoholgenuss auftauchen.

Und welche Wirkungen übermäßiger Alkoholgenuss auf die Fahrtüchtigkeit hat, wird fast täglich durch Schock-Fotos oder im Fernsehen demonstriert. Für die Riedelbacher Max-Ernst-Schüler könnte dieser lehrreiche Vormittag noch lange in Erinnerung bleiben.

 

Unser Ungarnaustausch

28.04.2010

Internet half gelegentlich, die Sprachbarrieren zu überwinden

Riedelbach. 22 Schüler der Max-Ernst-Schule in Riedelbach besuchen die ungarische Stadt Szikszó

(sn). Übersetzungsprogramme im Internet sind auch beim Schüleraustausch von Vorteil. Besonders wenn es in ein Land geht, dessen Sprache nicht unbedingt auf dem Stundenplan steht. So halfen sich auch die 22 Schüler der Max-Ernst-Schule (MES) in Riedelbach gelegentlich bei der Verständigung mit den Gasteltern in der nord-ost-ungarischen Stadt Szikszó.

Aber mit Englisch kamen sie auch schon weit, wenn die Gastgeber mit ihrem Deutsch am Ende waren. Vom 18. bis 24. April besuchten die Jugendlichen aus den Klassen sechs bis neun, also im Alter von elf bis 16 Jahren, die Partnerstadt von Waldems zusammen mit den Lehrern Anke Balschun und Tobias Weigel. Seit 2001 gibt es solch einen regelmäßigen Schüleraustausch, die Städtepartnerschaft besteht seit 1997 und freundschaftliche Beziehungen werden seit 1990 gepflegt.

Diesmal hatte die Reisegruppe den Zug gewählt. „Das war kürzer, schneller und die Kinder konnten aufstehen und durch den Zug laufen“, zeigte sich Balschun, die zum fünften Mal mit Schülern nach Ungarn gefahren war, positiv überrascht von dieser Art des Reisens. Ein reichhaltiges und abwechslungsreiches Programm erwartete die Deutschen in Ungarn: ein Blick in die dortige Schule, ein gemeinsamer Sportnachmittag, Besuch des Weltkulturerbes Tropfsteinhöhlen bei Aggtelek und des kleinsten Dorfes Ungarns Szanticska. Dort standen alte Handwerkstechniken zum Ausprobieren bereit, wie das Kerzenziehen. Und natürlich durfte ein Besuch der 200 Kilometer von Szikszó entfernten, ungarischen Hauptstadt Budapest nicht fehlen. Heldenplatz, Basilika, Fischerbastei, Matthiaskirche und das Parlament steuerte die Gruppe bei ihrer Stadtführung an. Am Donnerstag ging die Fahrt in das Naherholungsgebiet nahe Miskolc, der drittgrößten Stadt Ungarns, mit seinem Wasserfall und anschließend zur Burg Diosgyör. Zur Entspannung durften die Schüler am Freitag das berühmte Höhlenbad von Miskolc ausprobieren und anschließend einen Bummel in der Stadt machen, bevor das Abschiedsfest in der Mensa der Schule gefeiert wurde. „Es war eine tolle Truppe“, lobte Balschun ihre Schützlinge. Besonders der Kontakt zwischen den älteren und den jüngeren Schülern habe gut geklappt. Im kommenden Jahr werden hier in der MES wieder ungarische Schüler erwartet, die ebenfalls in Gastfamilien untergebracht werden.

 

Beste Ergebnisse beim Mathematikwettbewerb der 8. Klassen

27.04.2010

Vanessa Schömer aus der R8b ist Kreissiegerin

Riedelbach. Max-Ernst-Schule in Riedelbach ist stolz auf die Leistungen ihrer achten Klassen beim Mathematikwettbewerb

(sn). Wahrlich stolz sein kann die Max-Ernst-Schule (MES) in Riedelbach auf die Leistungen ihrer achten Klassen beim Mathematikwettbewerb. Zum ersten Mal, seit Mathe-Lehrerin Angelika Beier hier an der Schule ist und sich zurückerinnern kann, stellt die Schule die Kreissiegerin.Vanessa Schömer aus der R8b hat in der zweiten Runde, die am 3. März in Oberursel in der Gesamtschule Stierstadt stattfand, auf Kreisebene den besten Platz erreicht. Damit wird sie am Dienstag, 18. Mai, mit Eltern und ihrer Mathelehrerin nach Wiesbaden fahren, wo sie den Kreis auf Landesebene vertritt. Im Anschluss an die Klausur wird sie ihre Urkunde für den Kreissieg erhalten.

Am Montagmorgen wurden sie und die anderen Teilnehmer der zweiten Runde - Fabian Lässer (H8), Maximilian Rühl (R8b), Sarah Lorenz (R8b) - in der Bibliothek der MES vor den versammelten achten Klassen geehrt. Aber auch die Gesamtleistung der Klassen kann sich sehen lassen.

Hauptschule super

Die Hauptschulklasse hat kreisweit mit 117 Prozent des Landesdurchschnitts den ersten Platz belegt. Und die Realschulklassen haben mit 106 Prozent des Landesdurchschnitts den dritten Platz auf Kreisebene erreicht. „Die Aufgaben der ersten Runde waren leicht, die zweite Runde war schwer“, befand Fabian, der wie die anderen ein Buchgeschenk erhielt. „Lernen und üben zahlt sich aus“, betonte Schulleiterin Hildegunde Gier, die sich mit den anderen Mathematiklehrerinnen Tina Zörb (H8) und Angela Knoll (R8a) über dieses „Superergebnis“ ihrer Schule freute.

 

Max-Ernst-Schule sucht einen Sozialarbeiter

14.04.2010

Gier: Max-Ernst-Schule braucht Sozialarbeiterstelle

ROD AN DER WEIL. MES-Schulleiterin warb vor Sozialausschuss für Unterstützung durch Gemeinde ROD AN DER WEIL (sn).

"Wir haben hier Kinder mit Problemen, die die Lehrer nicht mehr lösen oder abfedern können", begründete Hildegunde Gier, Leiterin der Max-Ernst-Schule in Riedelbach, ihren Wunsch, eine Sozialarbeiterstelle an der Schule einzurichten. Etwas mehr als eine halbe Stelle könne hoffentlich bald über das Kontingent der Nachmittagsbetreuung finanziert werden, berichtete sie dem Ausschuss für Soziales, Erziehung, Jugend und Vereinswesen der Gemeinde Weilrod.

Und sie hofft, dass die Gemeinden Waldems und Weilrod je zur Hälfte den Rest zu einer ganzen Stelle übernehmen. Eine Vollzeitstelle ließe sich leichter besetzen, ist sie sich sicher.

"Wir haben es in der Schule und in der Gemeinde mit den gleichen Kindern zu tun", betonte Bürgermeister Axel Bangert (SPD). Er sah die Chance, die Räumlichkeiten der Schule zu nutzen und eine Verzahnung der Jugendsozialarbeit zwischen Schule und Gemeinde zu erreichen.

Gier berichtete kurz über die auftretenden Problemfälle, wie Kinder mit Essstörungen, Schulschwänzerei, die trotz Bußgeldern nicht in den Griff zu bekommen seien, oder auch Außenseiterrollen mancher Kinder, die so stark gehänselt würden, dass sie sich nicht mehr in den Unterricht trauten. Hier seien die Lehrer überfordert, denn zum Teil müsste intensiver Kontakt mit Familien oder auch Ärzten hergestellt werden.

Oft lägen die Ursachen in den Familien, ob Patchworkfamilien, erziehungsunfähige Eltern, Alleinerziehende oder Berufstätigkeit beider Elternteile, so dass keine Zeit mehr für die Kinder bleibe. "Es ist schwer, normale Familien zu finden", sagte die Schulleiterin. Da sei ein fester Ansprechpartner in der Schule, der den ganzen Tag vor Ort sei, notwendig. Die Aufgaben, die ein Sozialarbeiter übernehmen solle, seien Projekte, beispielsweise zur Gewaltprävention, gemeinsam mit dem Klassenlehrer durchzuführen. Auch in den Ferien könne eine Betreuung angeboten werden. Aber er solle auch mit den einzelnen Schülern und bei Bedarf gemeinsam mit den Familien arbeiten. Und in der Nachmittagsbetreuung solle er zur Verfügung stehen.

Auf die Frage von Armin Klimmek (SPD) nach der Situation an anderen Schulen, teilte Gier mit, dass an großen Schulen mit Hauptschulzweig jeweils eine Sozialarbeiterstelle eingerichtet sei. In anderen Bundesländern sei ab einer Schulgröße von 450 Schülern solch eine Stelle vorhanden.

Und die Riedelbacher Haupt- und Realschule ereiche bald diese Zahl. Ausschussvorsitzender Klaus-Peter Datz (FWG) stellte infrage, dass die Gemeinde der richtige Ansprechpartner sei. Doch die übrigen Ausschussmitglieder stimmten dafür, dass die Gemeinde ihren finanziell doch recht geringen Anteil übernehmen solle, auch wenn ein Erfolg nicht direkt messbar sei.

Bangert bezifferte die finanzielle Beteiligung auf etwa 7250 Euro im Jahr, was etwa so viel sei wie ein 400-Euro-Job, nur sinnvoller. Doch vor einer endgültigen Entscheidung solle die Stelle genau beschrieben werden, verlangte der Ausschuss.

 

Erfolgreicher Auftritt der Schulband "Earthquake" im Bandcontest

09.03.2010

Die Kleinsten waren am Schluss die Allergrößten

NEU-ANSPACH. Bandcontest der Musikschule Musikpalast mit 45 Nachwuchsmusikern in der ARS-Aula (ek).

Die Kleinsten waren am Schluss die Größten. Die jüngste Rockband Black House gewann am Samstagabend den Bandcontest der Musikschule Musikpalast und damit einen Tag im Aufnahmestudio. Nach dem grandiosen Erfolg des Vorjahres fand das zweite Rockkonzert mit Bandcontest in der Aula der Adolf-Reichwein-Schule (ARS) statt. Hier ließen es 45 rockende Nachwuchsmusiker von zehn Schülerbands der Musikschule so richtig krachen.

Die Bands hatten reichlich Fans mobilisiert und lieferten auf der großen Bühne, unterstützt von Licht- und Tontechnikanlage, zum Teil schon richtig professionelle Auftritte. Rund 200 Zuhörer waren restlos begeistert und tanzten ausgelassen mit. "Das kann sich hören lassen", erklärte Friedemann Both, der Leiter der Musikschule Musikpalast im Feldberg Center, zufrieden und freute sich, dass die gelungene Veranstaltung erneut sein Konzept bestätigt habe. Die Schüler zwischen elf und 19 Jahren, die im Musikpalast zusätzlich zum Instrumentalunterricht als Bands und Projektgruppen professionell betreut und unterrichtet werden, hatten es schon richtig gut drauf.

Da die Rockgruppen vom Publikum bewertet wurden, versuchten die Nachwuchsmusiker mit der Auswahl der Titel und ausgefallenen musikalischen Ideen, zum Teil aber auch mit gewagten Frisuren und besonderer Kleidung zu gefallen. Gewinnen wollen war eine Sache, der Spaß an der Musik eine andere. Gewinnen konnte nur eine Band, Spaß hatten offensichtlich alle.

Schon gleich zu Beginn brachten die fünf Jungs von "Earthquake", die sich auch an eine eigene Nummer heranwagten, die Aula zum Beben und die Zuhörer auf die Tanzfläche vor der Bühne. Doch als Publikumslieblinge entpuppten sich Lorena Geisler (Gitarre und Gesang), Tim Fischer und Thorben Scheler (Gitarren), Tim Uhlemann (Bass), sowie Tim Schirner und Felix Lang (abwechselnd am Schlagzeug) von der siegreichen Band "Black House", die mit TNT von AC/DC, "Eye of the tiger" und "Boulevard of broken dreams" punkteten und zunächst vom Sieg träumten.

Vor allem die fünf Jungs von "Blackout", die Zweitplatzierten des Vorjahres, hatten nicht nur eine super Mischung quer durch die Rockmusik auf der Pfanne, sondern überzeugten mit vollem Sound, einfallsreichen Interpretationen und gutem Zusammenspiel und hofften wohl insgeheim auf den Sieg. Sie waren sichtlich enttäuscht über ihren zweiten Platz. Den dritten Platz sicherten sich die Jungs von "Anspark", die mit musikalisch sauber und ideenreich umgesetzten Titeln gefielen. Mit zwei eigenwilligen Versionen bekannter Titel von Herbie Hancock kam zunächst die Formation "Jazz'n Roll" daher, die dann zeigte, dass sie auch fetzigen Rock beherrscht.

Mit Titeln von Linkin Park oder The Red Hot Chili Peppers empfahlen sich "The Recalls", mit Titeln wie "Bombtrack" oder "Today" die Gruppe "Beatless". "Augen auf" hieß eine Nummer, mit der "Metal Project" die Gehörgänge der Zuhörer attackierte. Und mit bestem Hardrock kam die Gruppe "Der Fis-Moll Wahnsinn" daher.

Als zum Schluss die Stimmen der Zuhörer ausgezählt wurden, rockte die Gewinnerband des Vorjahres "Roldren of chick" noch einmal richtig ab. Alle Bands hatten sich ein Stück vom Anspacher Rockhimmel erobert, und die eine oder andere Band wird man sich sicherlich merken müssen.

Auch wenn alle Bands von ihren Mitbewerbern und deren Fans gebührend umjubelt worden waren, bei der Stimmabgabe blieben die Fans offensichtlich ihren Bands treu. Die jungen Musiker von "Black House" hatten die meisten Fans mitgebracht und dürfen jetzt einen Tag im Profistudio "tonstelle" in Hanau verbringen. Auch das Musikhaus Taunus aus Oberursel hatte die Veranstaltung unterstützt, genau wie die Mitglieder des Fördervereins der ARS, die für Verpflegung zu moderaten Preisen sorgten.

 

Unsere Kunstklasse

03.03.2010

Ziel: Intuitives Denken, Kreativität und Fantasie anregen

Riedelbach. Max-Ernst-Schule in Riedelbach hat zum Beginn des laufenden Schuljahres eine Kunstklasse eingerichtet - Adler und Kokopelli standen im Mittelpunkt (sn).

Max Ernst - der Name ist Programm. Darum hat die Max-Ernst-Schule (MES) in Riedelbach mit Beginn des laufenden Schuljahres eine Kunstklasse eingerichtet. Ziel ist es, durch unterschiedliche Gestaltungs- und Ausdrucksmöglichkeiten intuitives Denken, Kreativität und Fantasie anzuregen. Durch bewusstes Sehen und Gestalten sollen begründete Geschmacksurteile, Empathie und Toleranz ausgebildet und gefördert werden.

"Es gilt, die Kunst mit allen Sinnen zu erleben, mit Aufgabenstellungen kreativ und produktiv umzugehen und einen eigenen Stil zu entwickeln", begründet Schulleiterin Hildegunde Gier die Einrichtung der Klasse mit künstlerisch-musischem Schwerpunkt. Und die Schüler der R5c sind begeistert von ihrem Klassenlehrer Burkhard Weckler, Fachbereichsleiter Kunst der MES. Insgesamt 14 Wochenstunden unterrichtet er bei ihnen, darunter fünf Stunden Deutsch und vier Stunden Kunst. Und diese Kunststunden liegen direkt hintereinander, so dass auch größere Projekte in Angriff genommen werden können, wie jetzt die Totempfähle. Denn das Thema, das sich in diesem Jahr durch den fächerübergreifenden Unterricht zieht, ist das Schicksal der nordamerikanischen Indianer.

Im Deutschunterricht wurde darum im ersten Schulhalbjahr die Lektüre "Steinadler" von John Reynolds Gardiner gelesen und besprochen. "Steinadler" ist ein mutiger und gefürchteter Indianer, der bei einem Schlittenhunderennen gegen den zehnjährigen Willy mit seinem Hund "Spürnase" antritt. Beide wollen das Preisgeld gewinnen, Willy, um seinem Großvater die Kartoffelfarm zu erhalten, und "Steinadler", um das Land, das die Weißen seinem Stamm abgenommen hatten, zurückzukaufen. Einen Adler, bei den Indianern Symbol für Kraft, Stolz, Ausdauer und Weitblick, Attribute die auch die Romanfigur "Steinadler" in sich vereinigt, oder eine Adlerfeder zu malen, war die erste Aufgabe, die Weckler mit seiner Klasse aus der Lektüre entwickelte. Ein weiteres Symbol, das im Südwesten der USA häufig in Petroglyphen zu finden ist, ist der "Kokopelli" mit seiner Flöte. Er steht für Fruchtbarkeit und Erneuerung. "Kokopelli" stand im Mittelpunkt der zweiten Arbeit, die diesmal in Partnerarbeit ausgeführt wurde. Ein in Fellform zugeschnittener Karton diente als Grundlage, die mit weiteren indianischen Symbolen verziert wurde. Die dritte Arbeit zum Thema Indianer, die jetzt begonnen wurde, ist die Gestaltung der Totempfähle. In acht Gruppen, meist zu dritt, gestalten die 15 Mädchen und sechs Jungs in der Klasse ihren eigenen "Wappenpfahl". Bei dieser dreidimensionalen Arbeit ist der vierstündige Blockunterricht besonders von Vorteil. Mit viel Herzblut und Engagement sind die Kinder dabei und formen aus dem fast mannshohen Abflussrohr mit Hilfe von Pappmaché ihr Wahrzeichen. Später werden die plastischen Figuren noch mit Farbe gestaltet. "Das ist eine Herausforderung für die Altersklasse", so Weckler. Aber er hat schon bei allen seinen Schülern die kreative Ader entdeckt, die nicht nur im Kunstunterricht, sondern auch in den anderen Fächern zum Tragen kommt. Und obwohl die Kinder aus acht verschiedenen Orten stammen und fünf verschiedene Grundschulen besucht haben, habe sich bereits eine gute Klassengemeinschaft entwickelt, wie Katrin und Alicia berichteten. "Es hat sich gelohnt, in die Kunstklasse zu kommen", findet Kim, die bei der Entscheidung ihrer Eltern mitreden durfte.

 

Whiteboards sind da!

19.02.2010

Grüne Riesen der Kreidezeit sterben aus

Riedelbach. Abschied von Tafel, Kreide und Schwamm: In Fachräumen der MES wurden nun interaktive "Whiteboards" eingebaut (sn).

Zwei Utensilien, die wie keine zwei anderen mit "Schule" in Verbindung gebracht werden, haben an der Max-Ernst-Schule (MES) in Riedelbach bald ausgedient: die Kreide und die entsprechenden dunkelgrünen Tafeln. Denn hier wurden jetzt durch den Hochtaunuskreis als Schulträger zehn interaktive Tafeln installiert.

Zunächst seien in den Räumen der Abschlussklassen, den naturwissenschaftlichen Fachräumen, dem Informatikraum und dem Kunstraum diese Whiteboards eingebaut worden, freute sich Schulleiterin Hildegunde Gier.

In wenigen Tagen würden sie dann auch komplett funktionsfähig sein. Das Kollegium der MES erhielt am Mittwochnachmittag eine erste Schulung zur Nutzung dieses neuen Mediums. "Ich bin da, um Ihnen die innere Angst zunehmen", schmunzelte Drazen Vidovic vom Stiefel-Verlag, der den Lehrerinnen und Lehrern zunächst kurz die Hardware erläuterte. Dank der Montagewandlösung gebe es keine störenden Kabel. Integriert seien Lautsprecherboxen, die eine Multimedianutzung ermöglichten.

Seitlich seien USB- und VGA-Anschlüsse vorhanden, um externe Laptops oder Speichermedien anschließen zu können. In dem abschließbaren Schrank unter der Tafel sei der Rechner untergebracht, der morgens einmal angeschaltet werde und erst zu Schulschluss wieder aus. Wie die alten Tafeln kann auch das Whiteboard hoch und herunter gefahren werden. Durch den Kurzdistanzbeamer, der über der Tafel angebracht ist, gibt es keine Schattenbildung und keine Lichtstrahlen, die die Augen blenden. Weiteres Zubehör ist ebenfalls im Schrank untergebracht: ein Verstärker, eine Funktastatur mit Mousepad, die Fernbedienung für den Beamer, ein elektronischer Stift, Kabel zum Anschluss für ein Laptop und "des Lehrers Lieblingswerkzeug", der Zeigestab. Mit ihm, mit dem elektronischen Stift, mit dem Finger oder jedem beliebigen Gegenstand lässt sich die interaktive Tafel steuern. Allerdings lässt sich diese Funktion auch auf den elektronischen Stift begrenzen. Vidovic beschränkte sich bei dieser ersten Einführung auf die einfachsten Anwendungen. Er führte vor, wie der Hintergrund entweder kariert, liniert oder blanko gewählt werden kann. Dann zeigte er das Schreiben, das wie auf den alten Tafeln funktioniert, nur dass das Geschriebene mit wenigen Handbewegungen radiert, markiert, kopiert oder farblich verändert werden kann. Fehlt Platz zwischen den Zeilen, wird er eingefügt.

Soll ein Bild zur Veranschaulichung dienen, kann es aus dem Internet oder von anderen Speichermedien eingebaut werden. Abschließend kann alles gespeichert werden und zur nächsten Stunde wieder projiziert werden oder steht den Schülern per Internet zu Hause zum Abrufen zur Verfügung.

Nach Erläuterung dieser Grundfunktionen gab Vidovic einen kurzen Überblick über die Möglichkeiten in verschiedenen Fächern. Handschriftliche Gleichungen an der Tafel ließ er auf Knopfdruck ausrechnen oder die passende Zeichnung erstellen, für Chemie zeigte er Versuchsaufbauten mit den entsprechenden Abläufen, für Musik setzte er ein paar willkürliche Noten auf die Linien und ließ die kleine Melodie mit einem beliebigen Musikinstrument abspielen. Und die jeweiligen Fachlehrer bekamen große Augen. Ein bisschen herumprobieren durften die Lehrer dann auch noch.

Jetzt steht noch die Auswahl der gewünschte Programme auf der Tagesordnung, denn inklusive sind erst einmal nur die Grundfunktionen. Zu den fachspezifischen Programmen gibt es zukünftig weitere Schulungen, insgesamt sind noch vier geplant. Und soll einmal kein buntes Bild die Schüler ablenken, kann mit der Funktion "blank" der Beamer ausgeschaltet werden, ohne den Rechner herunterzufahren.

 

Farbenfrohe Bilder im Stile von James Rizzi

28.01-2010

Rizzis Liebe zu New York strahlt nun bis Waldems-Esch

Riedelbach. Max-Ernst-Schüler verbreiten fröhliche Stimmung im Rathaus mit Werken im Rizzi-Stil (sn).

"Funny Day", "Crazy Green Pear", "Little Things" oder "Eine neue Welt für Toby", so haben die Schüler der Max-Ernst-Schule in Riedelbach ihre Werke getauft. Und diese farbenfrohen Bilder im Stile von James Rizzi verbreiten jetzt eine fröhliche Stimmung im Rathaus von Waldems-Esch.

"Mit viel Herzblut, Akribie und Liebe zum Detail haben die Schüler an diesen Bildern gearbeitet", sagte Schulleiterin Hildegunde Gier bei der Vernissage für die Ausstellung am Mittwochabend. Bürgermeister Werner Scherf begrüßte die etwa 20 Gäste der Ausstellungseröffnung und freute sich, nach anderen Künstlern diesmal auch Werke der Max-Ernst-Schule im Rathaus zeigen zu können.

Initialzündung für die Arbeiten der Klassen sechs bis neun sei der Besuch der weltgrößten Rizzi-Ausstellung im August 2008 in Mainz zusammen mit seinen Kolleginnen Daniela Rolshoven, Sabine Rutner und Marlies Wiedenau gewesen, erläuterte der Fachbereichsleiter Kunst der Max-Ernst-Schule, Burkhard Weckler. Er stellte kurz den Künstler James Rizzi vor, der in New York geboren wurde und dort lebt. Seine Kunst sei eine "visuelle Pille gegen die Resignation", beschrieb Weckler die Bilder von Rizzi, die durch eine fantastische, blühende Fantasie auffielen. Sie strahlten die New Yorker Lebensfreude, den Optimismus, die Gier nach Leben und Kommunikation aus. In den Bildern seien ein Miteinander der Individuen und kein Gegeneinander der Kulturen zu sehen.

Aufgabe der Schüler sei es gewesen, sich von Rizzis Liebe zu New York inspirieren zu lassen und das Leben in einer Großstadt darzustellen. Manche Schüler entschieden sich auch für nachdenkliche Motive wie die Zerstörung des World Trade Centers am 11. September 2001. Die H6 habe einen anderen Zugang, nämlich die Darstellung der heimatlichen Umgebung im Stile Rizzis gewählt.

In der von Rizzi entwickelten 3-D-Technik wird von der ersten Zeichnung eine Kopie angefertigt. Das Grundbild und aus der Kopie ausgeschnittene Motive werden dann mit Filz- oder Buntstift in kräftigen Farben ausgemalt. Die Motive werden anschließend mit Hilfe von Abstandhalten auf das Bild aufgesetzt, so dass eine dreidimensionale Wirkung entsteht. So seien insgesamt 80 Kunstwerke in Einzel- oder Gruppenarbeit entstanden, davon sei jetzt etwa die Hälfte ausgestellt. Hinzu kommen einige große "Augen", die den Rathausbesucher jetzt in der Einganghalle begrüßen. Hierbei habe sich Weckler vom Schaufenster eines Optikers inspirieren lassen, in dem ähnliche Objekte ausgestellt waren.

Etwa 70 Schüler aus Waldems besuchen zurzeit die Max-Ernst-Schule, die ihren künstlerischen Schwerpunkt jetzt auch durch die Einrichtung einer Kunstklasse betont. Die Werke sind noch bis Mittwoch, 24. März, in den Fluren und Treppenhäusern des Rathauses zu bewundern und auch käuflich zu erwerben.

 

Lesewettbewerb

19.12.2009

Einfühlen will geübt sein

WALDEMS. WETTBEWERB Die Riedelbacher Max-Ernst-Schule legt Wert auf die Kunst des Vorlesens (sn).

Die Kinder in der Bibliothek der Max-Ernst-Schule lauschten der Stimme von Jana Klenk, die vom Schrecken der Geisterbahn vorlas. "Diese Stelle aus dem Buch ,Unter der Geisterbahn´ von Isabel Abedi habe ich mir ausgesucht, weil sie besonders spannend ist", sagte die Schülerin der Klasse R6a.

Und mit dieser Textstelle sowie einer Stelle aus einem fremden Buch, die sie schön betont und deutlich vortrug, gewann sie den Vorlesewettbewerb an ihrer Schule. Für die Hauptschüler darf Julian Prisco, genau wie Jana bei den Realschülern, im kommenden Jahr zum Kreisentscheid nach Friedrichsdorf fahren.

Im Vorfeld hatte die Klasse R6a außer Jana auch Philipp Marx ins Rennen geschickt. Aus der Klasse R6b waren an diesem Tag Ella Murczak und Philipp Esser dabei. In der H6 las neben Julian noch Lukas Merten am besten.

Diese sechs Schüler wurden deshalb jetzt von einer Jury aus Lehrern und Vorjahressiegern beurteilt. Liest der Vortragende den Text sicher und flüssig? Sind Stimmung und Atmosphäre verstanden und gelingt es, diese an die Zuhörer weiterzugeben? Unter diesen Kriterien hatte die Jury ein wachsames Ohr auf die Probanden.

Und Schulleiterin Hildegunde Gier wandte sich an die übrigen Zuhörer aus den drei Klassen: "Zuhören ist etwas Wichtiges, das muss man üben". Lesen mache nur Freude, wenn man sich in die Geschichte einfühlen könne. Elisabeth Kallenberger, die die Organisation des Vorlesewettbewerbs übernommen hatte, stellte fest, dass die Vortragenden bei den fremden Texten doch mehr Probleme als bei dem selbst ausgewählten hatten.

Zur Belohnung für ihre Anstrengungen wurden die sechs Schüler mit je einem Buchgeschenk belohnt.

 

Tag der offenen Tür

16.12.2009

Das ganze Wissen in zwei Ordnern

WALDEMS. Von Sabine Neugebauer

OFFENE TÜR. Riedelbacher Max-Ernst-Schule stellt sich vor/Eigenverantwortliches Lernen wichtig/Neue Kunstklasse

"Wir kennen eigentlich noch jeden Schüler hier", sagte Schulleiterin Hildegunde Gier bei der Informationsveranstaltung in der Mensa. Die Max-Ernst-Schule in Riedelbach hatte jüngst zum Tag der offenen Tür eingeladen, um die Schule den Viertklässlern und ihren Eltern, die sich für eine weiterführende Schule entscheiden müssen, zu präsentieren.

Die neue, großzügig angelegte Max-Ernst-Schule mit ihrem Betreuungszentrum hat zurzeit 425 Schüler. "Wir sind am wachsen und können noch etwas zulegen", ermunterte Gier die Eltern, ihre Kinder hier anzumelden. Sie ging kurz auf den Unterricht in den 5. Klassen ein. Sie erläuterte, dass hier die Stellung des Klassenlehrers noch sehr stark sei, dass aber auch schon viele Fachlehrer in dem ausgeweiteten Fächerkanon eingesetzt würden. Zu Beginn des Schuljahres werde ein Methodentraining veranstaltet, in dem das eigenverantwortliche Lernen trainiert werde. "Am Ende des Schuljahres können die Kinder ihr gesammeltes Wissen in zwei Ordnern unter dem Arm davontragen", schmunzelte Gabriele Vorhagen, Klassenlehrerin der jetzigen R5b.

Denn die Schule gehe von den klassischen Schulheften auf ein Ordnersystem über. Zu Beginn jeder Unterrichtseinheit werde ein Deckblatt mit einem Inhaltsverzeichnis angelegt, auf dem jeweils die Arbeitsblätter und die eigenen Seiten eingetragen werden. Ist die Unterrichtseinheit abgeschlossen, werde sie vom Hefter in den Ordner umsortiert.

Den einzelnen Heftern für jedes Fach sei dabei eine bestimmte Farbe zugeordnet, zeigte Vorhagen. "Wir sind schon aufgrund des Namens der Kunst verpflichtet", sagte Gier weiter. So sei seit diesem Schuljahr auch eine spezielle Kunstklasse eingerichtet, in der zwei Stunden mehr im Bereich Kunst unterrichtet würden. Aber auch die Theaterarbeit, das Trainingsraumprogramm, die Klassenfahrten, den Schüleraustausch mit Ungarn, die Nachmittagsbetreuung und die Berufsorientierung riss die Schulleiterin kurz an. Sie wies die Besucher auf die Klassenräume und Infostände hin, in denen beim Rundgang durch die Schule weitere Informationen zu den einzelnen Themen zu erhalten seien.

Brigitte Hörning, Vorsitzende des Fördervereins der Schule, stellte kurz die Arbeit des Vereins vor und erklärte, wie er die Schule unterstützt. Die Schulband "Eathquake" unter Leitung von Friedemann Both umrahmte die Infoveranstaltung musikalisch und brachte mit "TNT" die Mensa zum erbeben. Anschließend zeigten die Kinder Stücke und Sketche aus der Theater-AG sowie dem Englisch- und Französischunterricht auf der Bühne.

Im Physikraum beeindruckten Angelika Beier und Tina Zörb Kinder und Eltern mit dem Schmelzen eines Eisennagels bei 1300 Grad durch das Anlegen von Strom oder durch einen knisternden Lichtbogen.

Im Chemieraum ließen die Schüler unter dem wachsamen Auge der Chemielehrerin Naujok Backpulver Luftballons aufpusten oder flambierten Taschentücher, ohne sie zu verbrennen. Mathematiklehrerin Küch-Ackermann zeigte mit Fibonacci-Folge und Möbiusband, wie spannend und faszinierend ihr Fach doch sein kann.

Ob Kunstraum, Werkstatt, Lehrküche, Sporthalle, EDV-Räume, Biologieraum, Musiksaal: Überall dort konnten die Besucher hereinschnuppern und etwas über die Schule erfahren.

 

Projektprüfungen an der Max-Ernst-Schule

15.12.2009

Zwischen Hollywoodschaukel und Subwoofer

RIEDELBACH. Projektprüfungen an der Max-Ernst-Schule in Riedelbach - Hildegunde Gier: Wir konnten ganz viele Einser verteilen (sn).

"Warum heißt die Hollywoodschaukel eigentlich Hollywoodschaukel?", fragte Lehrerin Daniela Rolshoven in die Runde der vier Prüflinge. Und Adrian Hirdt, Julian Strehlow, Eric Mank und Kevin Becker trugen zusammen, dass der Name in den 1950er Jahren durch viele Hollywoodfilme geprägt wurde, in denen das Terrassenmöbel auftauchte.

Aber nachweislich sei sie bereits 1909 in England gebaut worden und dort unter dem Begriff "Porch swing" geläufig, was zunächst mit Verandaschaukel übersetzt wurde. Die vier Hauptschüler der Max-Ernst-Schule in Riedelbach hatten sich als Thema ihrer Projektprüfung den Bau einer Hollywoodschaukel aus Holz gewählt. Und nun stand das Gartenmöbel nach vier Tagen Arbeit im Werkraum der Schule. Sie erläuterten dem Prüfungskomitee aus Schulleiterin Hildegunde Gier, Klassenlehrerin Daniela Rolshoven sowie zwei weiteren Fachlehrern, wie sie nach einer Vorlage den Plan gezeichnet hatten und mit Bandsäge, Trennscheibe, verschiedenen Bohrern und Gehrungssäge die Fichtenholzbalken und -latten sowie die Aufhängeketten bearbeitet hatten.

Etwas weniger handfest, dafür umso künstlerischer, ging es bei Saskia Maurer, Guilia Pokar, Vanessa Görges und Cindy Fritsch zu. Sie hatten sich mit Seidenmalerei beschäftigt. Und herausgekommen war in der Prüfungswoche ein farbenfrohes Seidentuch, auf dem die verschiedenen Techniken der Seidenmalerei zur Anwendung gekommen waren. Mit dem Trennmittel "Gutta" hatten sie die Buchstaben der Überschrift "Projektprüfung 2009" abgegrenzt. Aber auch Salztechnik und Aquarelltechnik waren zum Einsatz gekommen.

Die mediterrane Küche hatte es Janine Pröser, Jacqueline Pröser und Sascha Repp angetan. Der Bergriffserläuterung sowie einem kurzen Überblick über die Geschichte und die geografischen Besonderheiten folgte eine Vorstellung einiger wichtiger Kräuter. Basilikum, Rosmarin, Oregano, Thymian und Salbei machten die Runde bei den Lehrern. Dann erläuterte Sascha den hohen Stellenwert des Olivenöls in der mediterranen Küche. Jacqueline Pröser wusste über die gesundheitlichen Vorteile der sogenannten "Kretadiät" zu berichten. Viel Teigwaren, Brot und Kartoffeln, dazu viel frisches Obst und Gemüse, Olivenöl, Fisch und Geflügel, wenig Süßes und rotes Fleisch, so beugt diese Ernährungsweise Gefäßerkrankungen und Arthritis vor. Janine Pröser stellte die regionalen Unterschiede der italienischen Küche von Südtirol über Friaul und Sizilien bis nach Ligurien vor. Und schon die ganze Zeit duftete die frisch zubereitete Lasagne auf dem Tisch, lockten die appetitlich angerichteten Vorspeisen und das Tiramisu. Aber erst nach Bekanntgabe der Noten durften die Lehrer zugreifen.

Der Bau eines "Subwoofers", eines Lautsprechers speziell für tieffrequente Schallwellen, mit "Case Modding", dem Verschönern des Gehäuses mit LEDs sowie die technischen Erläuterungen dazu brachten Christian Schupp und Marven Kerb ihre Abschlussnoten ein. Manuel Hartig und Tom Treder hatten sich mit dem Bau eines Hifi-Satelliten-Systems aus Hochtöner, Mitteltöner und Subwoofer beschäftigt. "Wir konnten ganz viele Einser verteilen", freute sich die Schulleiterin über die Ergebnisse der Projektprüfungen. Mit sehr viel Engagement seien die Schüler ans Werk gegangen und hätten ihr spezielles Know-how eingebracht.

 

Versteigerung von Schülerbildern für AIDS-Projekt

02.12.2009

Schüler-Bilder unter prominentem Hammer

Riedelbach. Wirtschaftsjournalist und Auktionator Frank Lehmann versteigert Werke der Max-Ernst-Schule für Aids-Projekt / HOFHEIM (sn).

"Sechzig Euro - zum Ersten, zum Zweiten und ... zum Dritten!", rief Wirtschaftsjournalist und Auktionator Frank Lehmann und schlug mit dem Hammer gegen die Glocke. Zu diesem Gebot wechselte das Bild "La Bamba" den Besitzer. Etwa 40 Kunstwerke fanden im Hofheimer "Haus der Jugend" ihre Liebhaber und spülten so 870 Euro in die Kasse des Vereins Aids Aufklärung Frankfurt.Wirtschaftsjournalist und Auktionator Frank Lehmann versteigert Werke der Max-Ernst-Schule für Aids-Projekt

Bei einer Aufklärungsveranstaltung an der Max-Ernst-Schule in Riedelbach hatte Kathrin Krause vom Verein Aids Aufklärung 23 Bilder der Klasse R7a mitgenommen. Die Schüler hatten an dem Kunstprojekt "Präventionsbausteine" teilgenommen, das der Verein initiiert hat. Im Wahl-Pflicht-Unterricht hatten sie sich zusammen mit Kunstlehrerin Daniela Rolshoven mit dem Thema Aids auseinandergesetzt. Vorgegeben waren für die Kunstwerke eine Größe von 50 mal 50 Zentimeter und die Verwendung der Aids-Schleife als verbindendes Element. In ganz unterschiedlicher Weise und mit unterschiedlichen Techniken näherten sich die Schüler dem Thema. Die Welt, gespalten durch Aids, oder der Weg von der Liebe durch Aids zum Tod wurden thematisiert. Neben der Max-Ernst-Schule hatten sich auch Schüler der Carlo-Mierendorff-Schule und der Friedrich-Ebert-Schule in Frankfurt sowie der Elisabethenschule in Hofheim beteiligt. Aber auch Künstler, Privatpersonen sowie Personen des öffentlichen Lebens wie Tim Frühling vom Radiosender hr3 hatten Bilder gemalt und zur Verfügung gestellt.

Inge Neumeyer, Präsidentin des Lions Clubs Hofheim Rhein-Main, der die Aids Aufklärung bereits seit 2005 unterstützt, begrüßte die Gäste im Haus der Jugend, nachdem die Band "Amazing Craze" zum musikalischen Auftakt gespielt hatte.

Frank Lehmann, Lions-Freund aus Hanau, nannte die bestürzenden Zahlen von 33 Millionen HIV-Infizierten weltweit und 67000 in Deutschland, wobei hier mit einer Dunkelziffer von etwa 20000 weiteren Fällen gerechnet wird. "Jeder Fall ist ein Fall zu viel", mahnte auch Dr. Dagmar Charrier, Vorsitzende des Vereins Aids Aufklärung. Die Krankheit sei zwar behandelbar, aber noch nicht heilbar. Anonyme Aids-Tests führe der Verein gegen einen Unkostenbeitrag von 25 Euro durch. Der Verein müsse sich zu 75 Prozent durch Spenden finanzieren, sagte sie, und da im laufenden Jahr das Spendenaufkommen stark eingebrochen sei, freue sie sich besonders über die Unterstützung durch den Lions-Club Hofheim. Krause ging kurz auf die Entwicklung des Kunstprojektes "Präventionsbausteine" ein.

Mit einem Einstiegspreis von 10 Euro ging es dann an die Versteigerung der meist farbenfrohen Kunstwerke. In manch spannendem "Überbietungskrimi", den Lehmann preistreibend zum guten Zweck moderierte, wurden die Bilder an den Mann und die Frau gebracht.

Die nicht versteigerten Bilder werden im Hofheimer Café Tass ausgestellt und können dort erworben werden.